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Rentenerhöhung 2023: Nochmal mehr Plus im Geldbeutel – doch es gibt einen Haken

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Von: Jasmin Farah

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Die Rente wird dieses Jahr stark erhöht. Das freut einige hierzulande. Im kommenden Jahr soll es weiter so gehen. Doch manche Rentner müssen aufpassen.

Die Corona- sowie die Ukrainekrise zollen ihren Tribut. Die Inflation steigt und damit auch die Lebensmittel- und Energiepreise. Deshalb hat die Ampelkoalition vor einiger Zeit ein Entlastungspaket für die deutschen Bürger geschnürt. Rentner und Rentnerinnen sind dabei zuerst allerdings nicht bedacht worden. Doch genau diese Personengruppe trifft die Preissteigerung am härtesten. Aus diesem Grund hat Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (49, SPD) vor wenigen Monaten eine Rentenerhöhung angekündigt.

Rentenerhöhung 2023: Nochmal mehr Plus im Geldbeutel – doch es gibt einen Haken

Demnach erhalten insgesamt 21 Millionen Rentner und Rentnerinnen seit dem 01. Juli in Westdeutschland 5,35 Prozent mehr Rente, in den östlichen Bundesländern sind es sogar 6,12 Prozent. Die Anpassung der Renten zwischen Ost und West soll nach Angaben des Bundesfinanzministeriums in spätestens zwei Jahren abgeschlossen sein.

In den letzten zehn Jahren haben sich die Steuerabgaben für Rentner verdoppelt.
2022 und 2023 erhalten viele Rentner und Rentnerinnen mehr Geld. © dpa / Andreas Gebert

Mit dem Ziel, dass Rentner und Rentnerinnen mehr Geld zum Leben haben. Und die Freude ist groß: Auch 2023 soll die Altersrente weiter steigen. Allerdings werde diese nicht ganz so hoch ausfallen. Und das, obwohl die Bundesregierung erst im Juni dieses Jahres den Nachholfaktor in der Rentenversicherung wieder eingeführt hat. Der sollte eigentlich bis 2025 ausgesetzt werden. Stattdessen wird er nun wieder aktiviert, wobei man allerdings gleichzeitig darauf achten wolle, dass das Rentenniveau gehalten wird.

Rentenerhöhung 2023: Das bedeutet der Nachholfaktor

„Da die Höhe der Renten der Entwicklung der Löhne folgt, hätten die Renten im vergangenen Jahr eigentlich sinken müssen, weil die Löhne pandemiebedingt deutlich gesunken waren. Die seit 2009 geltende Rentengarantie verhinderte das jedoch“, heißt es auf der Webseite des Deutschen Bundestags.

Und weiter: „Als Ausgleich für eine solch verhinderte Senkung gilt der Nachholfaktor, der dafür sorgt, dass die künftige Rentenerhöhung nach Lohnsteigerungen niedriger ausfallen, als sie es eigentlich müssten. Diesen zeitweilig ausgesetzten Dämpfungseffekt will die Bundesregierung nun wieder einführen.“

Rentenerhöhung 2023: Rentensteuer nicht außer Acht lassen

Das bedeutet also, dass 2023 zwar mit einem weiteren Rentenplus zu rechnen ist. Dieses wird allerdings im Gegensatz zu diesem Jahr nicht so hoch sein, wie es ohne den Nachholfaktor ausfallen müsste. Doch hat das für Folgen für die Rentensteuer? Für viele Rentner und Rentnerinnen birgt das tatsächlich auch einen Wermutstropfen. Demnach kann die Erhöhung dazu führen, dass sie zum ersten Mal Steuern auf ihre Beiträge zahlen müssen.

Das liegt daran, dass sie erstmals mit dem steuerpflichtigen Teil ihrer Jahresbruttorente die Freibetragsgrenze für Alleinstehende (9.984 Euro) und für Ehepaare (19.968 Euro) überschreiten. Wie das Bundesfinanzministerium abschließend berichtet, sollen hiervon in Zukunft etwa 103.000 Rentner und Rentnerinnen betroffen sein.

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