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Tod kurz nach Corona-Impfung: Woran verstarben die Menschen wirklich? Experten diskutierten Ursache

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Von: Juliane Gutmann

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Die 83-jährige Brigitta Kledke drückt einen Finger auf die Impfstelle nach ihrer zweiten Corona-Impfung im Impfzentrum in den Hamburger Messehallen.
Die 83-jährige Brigitta Kledke drückt einen Finger auf die Impfstelle nach ihrer zweiten Corona-Impfung im Impfzentrum in den Hamburger Messehallen. Viele Menschen sind noch unentschlossen, ob sie sich impfen lassen möchten. © Christian Charisius/dpa

Weltweit gibt es immer wieder Berichte über Todesfälle direkt nach einer Corona-Impfung. Erfahren Sie hier, welche Zusammenhänge bekannt sind.

Anmerkung der Redaktion vom 18. Februar 2021: Wir haben den ursprünglichen Titel („Tod kurz nach Corona-Impfung: Daran verstarben die Menschen wirklich“) auf User-Hinweise hin geändert. Die Überschrift hatte suggeriert, dass Todesfälle nach einer Corona-Impfung ausschließlich auf Grunderkrankungen zurückzuführen waren. Allerdings legen sich die meisten im Text zitierten Experten und Institutionen nicht fest, sondern sprechen von einer hohen Wahrscheinlichkeit, dass nicht die Impfung selbst zum Tod geführt hatte.

Im niedersächsischen Landkreis Diepholz war die 90-jährige Bewohnerin eines Pflegeheims am 13. Januar etwa eine Stunde nach einer Corona-Impfung gestorben. In Israel verstarb ein Mann zwei Stunden nach einer Immunisierung gegen Covid-19. Derartige Meldungen machen aktuell die Runde und verunsichern. Vor allem in Hinblick auf die Frage, ob man sich nun gegen Corona impfen lassen soll oder nicht. Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) als deutsches Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel hat sich mit der Thematik befasst und kommt nach Analysen zu dem Schluss: Corona-Impfungen seien bisher nicht die Ursache für Todesfälle in Deutschland.

Die 69 Todesfälle, die eine Stunde bis 18 Tage nach der Impfung mit den Corona-Präparaten von Biontech/Pfizer oder Moderna gemeldet wurden, seien PEI-Präsident Klaus Cichutek zufolge nicht von der Impfung verursacht worden. Im RND-Interview sagte er: „Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass sie von der Impfung verursacht wurden“ und ergänzt: „Es handelt sich häufig um Personen mit Grunderkrankungen. Es ist plausibel, dass diese Grunderkrankungen zum Versterben geführt haben.“ Die Verstorbenen seien zwischen 56 und 100 Jahre alt gewesen.

Auch Brigitte Keller-Stanislawski als Abteilungsleiterin des PEI-Fachbereichs „Si­cher­heit von Arz­nei­mit­teln und Me­di­zin­pro­duk­ten“ sagte im Tagesschau-Interview, dass es sich bei den verstorbenen Patienten um Menschen mit „gravierenden Grunderkrankungen“ gehandelt habe, die sich teilweise sogar bereits in Palliativbehandlung befunden hätten. Das PEI gehe daher davon aus, dass diese Menschen „an ihren Grunderkrankungen in zeitlichem Zusammenhang mit einer Impfung“ verstorben seien, so ein Tagesschau-Bericht.

Im Video: Unangenehm aber harmlos? Die Nebenwirkungen der Corona-Impfung

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Fake-News über Tote durch Corona-Impfung seien „Quatsch“

Cichutek warnt davor, sich von Falschmeldungen über Todesfälle durch eine Corona-Impfung verunsichern zu lassen. „Insgesamt haben wir es mit Impfstoffen zu tun, die von Millionen sehr gut vertragen werden und die den nötigen Schutz geben werden, den wir erwarten“, zitiert ihn das RND. Es gebe keine Hinweise und keine Grundlage dafür, dass die Impfstoffe den menschlichen Körper in irgendeiner Form genetisch verändern würden und auch die Informationen darüber, dass die Impfung unfruchtbar machen würde, sind in seinen Augen Fake-News: „Das ist alles Quatsch“, wird er vom RND zitiert.

Dem PEI zufolge sind die drei bisher in der EU zugelassenen Corona-Impfungen von Biontech/Pfizer, Moderna und Astrazeneca als sehr sicher einzustufen. So seien im ersten Monat seit Beginn der Impfungen am 27. Dezember 2020 182 schwerwiegende unerwünschte Reaktionen auf die Impfung gemeldet worden, was bezogen auf die Gesamtzahl der Impfungen in dem Zeitraum 0,1 Meldungen pro 1.000 Impfdosen entsprechen würde. (jg) *Merkur.de gehört zum deutschlandweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerk.

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