Bedrohen von Kollegen: Kündigung gerechtfertigt

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Ein Angestellter, der seine Kollegen bedroht und beleidigt, darf fristlos entlassen werden. Auf diese Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Schleswig-Holstein weist die Deutsche Anwaltauskunft hin.

Die entlassene Klägerin war als Bäckereiverkäuferin beschäftigt. Drei Wochen vor der Kündigung forderte ihr Arbeitgeber sie auf, eine neue Auszubildende vernünftig zu behandeln und nicht vor Kunden zu kritisieren. Eine Woche später wurde die Verkäuferin zu einem Personalgespräch gebeten. Danach warf die Verkäuferin der Auszubildenden vor, dafür verantwortlich zu sein.

Dabei fuchtelte sie mit den Händen direkt vor dem Hals der Kollegin herum. Die Auszubildende brach in Tränen aus. Am folgenden Tag wies der Arbeitgeber die Verkäuferin an, Bedrohungen und Beschimpfungen von Kollegen zu unterlassen und einen angemessenen Ton zu wahren. Direkt danach fuhr die Verkäuferin in die Filiale und drohte einer neuen Arbeitskollegin unter anderem: „Wer mich beim Chef anmachen will, den mache ich platt.“

Daraufhin wurde ihr fristlos gekündigt. Zurecht, entschieden die Richter. Durch das aggressive Verhalten habe die Klägerin den Betriebsfrieden gestört und mache eine gedeihliche Zusammenarbeit unmöglich.

DPA

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