Arbeitsrecht

Kritik vom Chef: Müssen Sie als Arbeitnehmer wirklich die volle Leistung bringen?

Mögen Sie Ihre Kollegen - und umgekehrt?
+
Müssen Arbeitnehmer immer Höchstleistung erbringen?

Ist es okay, wenn Beschäftigte es im Job auch mal etwas ruhiger angehen lassen? Oder darf ein Arbeitgeber mehr verlangen und ein bestimmtes Pensum vorschreiben?

Vielleicht ist man vom Privatleben abgelenkt, gerade nicht so fit oder irgendwie grundsätzlich unmotiviert - dann schafft man bei der Arbeit weniger als üblich. Oder vielleicht weniger als die Kollegen. Schon kommt die Kritik von den Vorgesetzten*. Aber müssen Arbeitnehmer bei der Arbeit immer Höchstleistung bringen?

Das ist eine Frage, die sich Johannes Schipp zufolge nicht ganz einfach beantworten lässt. Grundsätzlich gelte: „Jeder muss tun, was er soll und zwar so gut, wie er kann“, erklärt der Fachanwalt für Arbeitsrecht aus Gütersloh.

Lesen Sie hier: Probleme mit dem Chef? So erkennen Sie, dass es nicht an Ihnen liegt

Kritik vom Chef - was darf der Arbeitgeber von Ihnen verlangen?

In einem Arbeitsverhältnis würden Arbeitnehmer ihrem Arbeitgeber aber eigentlich keinen Erfolg schulden. „Ich muss mich im Rahmen meiner Fähigkeiten und Kenntnisse so gut anstellen, wie es geht“, führt Schipp aus.

Wenn der Arbeitgeber schlechte Leistungen kritisiert, sei es häufig schwer, einen Vergleichsmaßstab zu ziehen. Denn dann stellt sich die Frage: Was ist ein normales Leistungsniveau? „Als Arbeitgeber muss ich das gängige Niveau definieren“, so Schipp. Nachzuweisen, dass jemand absichtlich darunter bleibt, sei in der Regel schwer.

Lesen Sie hier: Gehalt: So viel mehr Geld bekommen Sie in diesen Branchen - und lohnt ein Studium wirklich?

Erfolg im Job: Wieviel müssen Beschäftigte leisten?

In Produktionen könne man das etwa anhand von Stückzahlen nachvollziehen. Wenn 10 Arbeitnehmer in einer bestimmten Zeit je 50 Stück schaffen und ein Mitarbeiter aber nur 12, habe der Arbeitgeber das Recht diesen Mitarbeiter abzumahnen. „Das geht aber wirklich nur, wenn viel dafür spricht, dass ein Arbeitnehmer sein persönliches Leistungsspektrum nicht ausschöpft.“(dpa/ahu)*merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Kleine Hilfe

Sie wollen bei den vielen Aufgaben nicht den Überblick verlieren? Praktisch ist zum Beispiel ein digitaler Wochenplaner als kleine Erinnerungshilfe (werblicher Link).

Auch interessant: Streit um Raucherpause: Chef belohnt Mitarbeiter, die nicht rauchen gehen - mit dieser Idee

Wollen Sie über aktuelle Karriere-News auf dem Laufenden bleiben? Dann folgen Sie unserer Branchenseite auf dem Karriereportal Xing.

Mit dieser Körpersprache geht das Bewerbungsgespräch schief

Im Vorstellungsgespräch die Arme verschränken wirkt auf den Gesprächspartner abweisend. Diese Körperhaltung sollten Sie unbedingt vermeiden.
Halten Sie Blickkontakt mit Ihrem Gegenüber: Kein Blickkontakt wirkt unsicher oder noch schlimmer desinteressiert. Auch verschämt wegschauen macht keinen guten Eindruck.
Die Denkerpose: Wahrscheinlich wollen Bewerber mit dieser Körperhaltung zeigen, dass sie sich Gedanken über den Job oder die Fragen des Personalers machen. Oftmals nimmt man so eine Haltung auch automatisch ein. Doch meist wirkt diese Pose gestellt - lassen Sie es also lieber bleiben.
Sie kennen das selber: Wenn Sie jemand höflich anlächelt, vermittelt Ihnen das eine positive Stimmung. Vermeiden Sie es also, das ganze Gespräch über ernst zu schauen. Doch übertreiben Sie es auch nicht mit dem Lächeln, das könnte künstlich oder unpassend wirken.
Mit dieser Körpersprache geht das Bewerbungsgespräch schief

Dieser Artikel enthält Affiliate-Links.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare