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Feedbackkultur: Fünf Gründe, warum Mitarbeiter Rückmeldung zu ihrer Arbeit bekommen sollten

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Von: Carina Blumenroth

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Oft zieht der Arbeitstag vorbei, ohne, dass man großartig Feedback dafür bekommt. Wenn allerdings kommuniziert wird, kann das Vorteile haben. 

„Nicht kritisiert ist halb gelobt“ – nach dem Motto läuft das für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Das ist allerdings oft gar nicht so gut für die einzelnen Personen und das Unternehmen. Was die Vorteile der Kommunikation mit Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist, lesen Sie im Folgenden.

Drei Frauen in einer Besprechung.
Wenn Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Feedback zu ihrer Arbeit erhalten, steigt die Motivation. (Symbolbild) © Monkey Business 2/Imago

Feedback im Job: Kommunikation erspart oft Frust

Wenn in Ihrem Unternehmen keine Gespräche mit Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern geführt werden, dann kann sich schnell Frust aufbauen. Mit Gesprächen, offener und wertschätzender Haltung – aus Richtung der Arbeitgeber und der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer – kann man dem entgegenwirken.

  1. Austausch über Erwartungshaltung: Bei regelmäßigen Gesprächen kann man sich über die Ziele und Erwartungen des Arbeitnehmers oder der Arbeitnehmerin austauschen und diese in Verbindung zu dem Unternehmen setzen. Beispielsweise können so Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten oder andere Karriereoptionen besprochen werden.
  2. Ziele des Unternehmens: Wenn Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wissen, worauf sie hinarbeiten, dann steigt die Motivation. Außerdem kann dann besser fokussiert werden.
  3. Förderung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer: Was läuft gut und was muss besser werden? Wenn man gespiegelt bekommt, worin man gut ist und konstruktive Verbesserungsvorschläge erhält, möchte man die positiven Nennungen ausbauen.
  4. Arbeitsatmosphäre: Vertrauensvolle Gespräche können das Verständnis füreinander stärken, das verbessert die Atmosphäre innerhalb des Teams.
  5. Produktivität: In einer vertrauensvollen und wertschätzenden Atmosphäre und wenn Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer das „höhere“ Ziel kennen bzw. mitverfolgen, steigert sich die Produktivität.

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Feedback bei der Arbeit: Gespräche auf Augenhöhe sind wichtig

Wenn solche Gespräche zwischen Führungskraft und Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nachhaltig sein sollen, dann ist es wichtig, dass diese auf Augenhöhe und in einem geschützten Rahmen und nicht zwischen Tür und Angel stattfinden. Das Portal Brunel.net informiert, dass im Gesprächsverlauf nur dann „auch mögliche Differenzen zwischen Eigen- und Fremdwahrnehmung“ angesprochen werden können. Somit könne ein Reflexions-Prozess aufseiten der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer stattfinden.

Studie zeigt: Menschen schätzen eigenen Wunsch nach Feedback selbst höher ein

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler um die Verhaltensforscherin Francesca Gino der Harvard Business School untersuchten in Experimenten mit knapp 2000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, was Feedback für einen Stellenwert hat. Dabei ist herausgekommen, dass der eigene Wunsch, Feedback zu erhalten, oft größer eingeschätzt wird, als man den Wunsch von Kolleginnen und Kollegen einschätzt. Das Portal Harvard Business Manager zitiert die Co-Autorin Nicole Abi-Esber wie folgt: „Wir neigen dazu, uns auf die Unannehmlichkeiten des Feedbackgebens zu konzentrieren und unterschätzen den Wert von Feedback für die andere Person. Einschließlich der Frage, wie sehr diese das Feedback zu schätzen wüsste und wie wirkungsvoll es wäre.“

Hintergrund zur Studie

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden mit zehn unterschiedlichen Situationen konfrontiert, die sie einschätzen mussten. Fragen waren dabei: Wie würde ich mich fühlen, wenn ich in dieser Situation wäre – würde ich mich über Feedback freuen? Und dann andererseits: Würden andere Personen Feedback zu schätzen wissen?

Situationen waren unter anderem:
- verschmierter Lippenstift im Gesicht
- Riss im Hosenboden
- falsche Aussprache des Namens
- Rechtschreibfehler in Präsentationen

Die Verantwortlichen der Studie erklären, dass es helfen würde, wenn man sich in die andere Person hineinversetzt. Man solle sich fragen, wie man sich selbst in der Situation fühlen würde. Oft würde man dann zu der Erkenntnis kommen, dass konstruktive Verbesserungen wünschenswert seien. Übrigens, sollten Sie hybrid arbeiten, kann es sinnvoll sein, dass Sie bei den Nachrichten Emojis verwenden.

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