Mit der Decke zum Ziel: Pferd langsam an Reiter gewöhnen

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Ein junges Pferd sollte man behutsam an Sattel und Reiter gewöhnen. Nur so kann das Tier Vertrauen fassen. Anfangs reicht es, regelmäßig eine Decke auf den Rücken zu legen. Foto: Jens Büttner

Das neue Pferd steht auf dem Hof. Die Freude ist groß. Ist das Tier noch nicht eingeritten, sollte man sich Zeit damit lassen, es an Sattel und Reiter zu gewöhnen. Mit diesen einfachen Schritten kann man beginnen.

Bramsche (dpa) - Wer ein junges Pferd kauft, sollte das Tier langsam ans Reiten gewöhnen. Am Anfang kann der Besitzer beispielsweise viel mit dem Vierbeiner spazieren gehen oder ihn longieren. Bis das Pferd drei Jahre alt ist, sollte es gar nicht geritten werden, da es sich bis dahin noch im Wachstum befindet.

Um das Pferd an den Sattel zu gewöhnen, legt man ihm am besten eine Decke auf den Rücken, rät Sabine Gosch von der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz. Um Pferde an das Zaumzeug zu gewöhnen, lässt man sie immer wieder die Trense ins Maul nehmen und wieder hinausgleiten.

Damit das Tier weiß, wie sich ein Reiter auf seinem Rücken anfühlt, sollten Halter ihr Gewicht in den Steigbügel geben. Am besten klappt das, wenn ein Helfer das Pferd währenddessen festhält. Im nächsten Schritt legt man den Oberkörper dann auf dem Pferderücken ab. "Und dann muss man schauen: Wie reagiert das Tier?", sagt Gosch. Bleibt es ruhig, kann man die Übung wiederholen. Wird es panisch, geht man lieber noch mal einen Schritt zurück.

Das Ziel sollte sein, ganz normal auf dem Pferd zu sitzen. Das kann aber eine Weile dauern: "Drei Monate sollte man einplanen." Die sind aber gut investiert. Denn wer das Pferd zu schnell zureitet, muss oft hinterher umso mehr Zeit investieren.

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