Kärnten für Kinder

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Berge und Seen: Kärnten hat alles zu bieten.

Folter für Eltern-Ohren sind im Urlaub zwei Sätze: „Wann sind wir endlich da“ und „Mir ist so laangweilig“. 20 coole Urlaubstipps für einen Familienurlaub in Österreichs südlichsten Bundesland.

Kärnten liegt zwischen Bergen und Seen und ist auch für Nicht- Schumis von München in locker drei Stunden erreichbar.

1. Goldgräberdorf Heiligenblut
Goldwaschen – auch mal eine Möglichkeit, sich das Taschengeld aufzubessern. Sein Glück versuchen kann man mit Schaufel und Sieb (werden gestellt) im Fleißtal nahe Heiligenblut , wo das einzige original rekonstruierte Goldgräberdorf der Alpen steht. Schon zur Zeit der Römer wurde das wertvolle Mineral hier aus den Tauernbächen gewonnen. Das Freilichtmuseum mit Mineralienschau erreicht man vom Parkplatz Handelsbrücke im kleinen Fleißtal über den Goldgräberpfad in 15 Minuten zu Fuß. Geöffnet von Mai bis September täglich von 10 bis 17 Uhr. Preis: sechs Euro. Tel. 0043/4824-200121, www.goldgraeberdorf- heiligenblut.at

2. Bergtour auf dicken Reifen
Es gibt Phasen, da stehen Naturerlebnisse nicht unbedingt auf der Urlaubs-Wunschliste der Kids. Es sei denn, da ist so ein Gefährt mit dicken Reifen im Spiel. In den beiden Falkensteiner Hotels Cristallo und Club Funimation am Katschberg stehen einmal pro Woche zweistündige geführte Touren mit dem Segway-Roller auf dem Programm. Nach einem fünfminütigen Einführungskurs sind Kinder ab zwölf Jahren firm auf dem Ding. Der Hightechroller fährt batteriebetrieben 20 Stundenkilometer schnell. Ü/HP ab 59 Euro, Kinder bis sieben Jahre frei, von 8 bis 17 Jahren mit 50 Prozent Ermäßigung. Info: Tel. 0043/4734-319 (Hotel Cristallo) bzw. 6310 (Club Funimation).

3. Ritterspiele auf der Burg
1000 Jahre hat sie noch nicht ganz voll, die Burg Sommeregg bei Seeboden am Millstätter See , aber immerhin fast 850 Jahre thront sie da oben auf dem Berg – eine schaurig-schöne Kulisse für Ritterspiele und Gruselgefühle, zumal sie im Obergeschoss ein Foltermuseum mit allerlei grausamen Instrumenten beherbergt und man im Burgrestaurant tafeln kann wie einst die Ritter. Vom 31. Juli bis 16. August finden auf der Burg die Ritterspiele statt, mit Feuer- und Zauberschauen, einem mittelalterlichen Markt, Gauklerauftritten und dem kleinsten Riesenrad der Welt. Infos: Tel. 0043/4762-81391.

4. Erste Mountain-Kartbahn
Mit Gokarts auf einem Parcours zu fahren, ist schon ziemlich cool, damit den Berg hinunterzudüsen noch viel cooler. Die erste österreichische Downhill-Kartbahn ist auf der Gerlitzen in der Region Villach in Betrieb. Zwei Minuten braucht man mit dem Pistenflitzer von der Mittelstation hinunter zur Kanzelhöhe (wobei es zwei Strecken gibt, eine kurvenreiche und eine steilere Direttissima). In fünf Minuten fährt man mit der Doppelsesselbahn Moser wieder hinauf zum Actionpark. Befahren werden darf die Kartbahn von Kindern ab 130 Zentimeter Körpergröße. Talfahrt für Kinder 2,50 Euro, für Erwachsene drei Euro. Info im Tourismusbüro, Tel. 0043/4242-42000, www.dalachtdasherz.at

5. Lama-Trekking im Mölltal
Nein, sie spucken nicht, und wenn, dann nur ein ganz kleines bisschen. Ansonsten sind Lamas ausgesprochen freundliche Zeitgenossen und vor allem ideale Wanderbegleiter. Eine Schnupperwanderung (etwa drei bis vier Stunden) im Mölltal kann man bei Hubert Ziervogel in Döllach bei Großkirchheim für 23 Euro (Kinder: 16 Euro) buchen, die Tagestour für 45 (28) Euro, ein Essen im Döllacher Dorfwirtshaus inklusive. Tel. 0043/664-5106355, Internet: www.lama-wandern.at

6. Lernen aus und in der Natur
Natur – wer bitte? Vor allem für Großstadtkinder ist der Wald, eine Flusslandschaft oder eine Bergwiese heute ein Buch mit sieben Siegeln, fremd und unergründlich. Natur kennen sie nicht, geschweige denn, dass sie darin überleben könnten. Genau das aber kann man in der Natur-Agentur bei Villach, einer der ältesten Wildnisschulen Österreichs, lernen. Infos über Termine und Seminare unter Tel. 0043/720-316853, www.naturagentur.at

7. Größte Schaukel der Alpen
Es ist zwar alles doppelt gecheckt und TÜV -geprüft, aber trotzdem ist Megadive, die nach Bekunden der Veranstalter größte Schaukel der Alpen, nichts für schwache Nerven. An 70 Meter langen Stahlseilen hängt sie in Podlanig im Lesachtal unter einer Betonbrücke. Mit Fallschirmgurten gesichert und von einer Seilwinde in eine horizontale Ausgangsposition gebracht, erreicht man beim Flug über die Baumwipfel eine Geschwindigkeit von 100 Stundenkilometern. Mindestens zehn Jahre alt muss man für das Vergnügen sein und in Begleitung eines Erwachsenen. Treffpunkt: Megadive Camp bei der Podlaniger Brücke. Preis: 33 Euro pro Person. Info und Anmeldung unter www.fitundfun-outdoor.com oder Tel. 0043/4716-597.

8. Sommerrodelbahn Pendolino
Wer behauptet, dass man zum Rodeln Schnee braucht? Den Gegenbeweis erbringt die Sommerrodelbahn Pendolino in Nassfeld Hermagor in der Naturarena Kärnten. Sie ist zwei Kilometer lang und führt von der Madritsche auf 1900 Metern zur Tressdorfer Alm (1580 Meter). Der Transport der Rodel erfolgt mit dem Millennium- Express. Betriebszeiten vom 11. Juni bis 20. September täglich von 9 bis 16.30 Uhr Kein Betrieb bei Schlechtwetter, Gewitter und starkem Nebel! Info: www.nassfeld.at

9. Weissenseer Klippenspringer
Wasserscheu darf man dafür nicht sein, und auch keine Höhenangst haben. Aus bis zu 18 Metern Höhe stürzen sich die Klippenspringer am Weissensee von der Steilwand – das alles natürlich unter Anleitung kundiger Führer, die die einschlägigen Stellen, wo so etwas möglich ist, bestens kennen. Treffpunkt immer dienstags um 13 Uhr an der Schiffsanlegestelle Weissensee-Brücke in Techendorf , von dort geht es mit dem Schiff zur Steilwand. Dauer: zwei bis drei Stunden. Mindestalter 10 Jahre. Voraussetzung: gute Schwimmkenntnisse. Turnschuhe mitbringen, Neoprenanzug wird gestellt. Anmeldung unter Tel. 0043/4716-597, www.fitundfun- outdoor.com

10. Alte Dame unter Dampf
Und hier zur Abwechslung mal was Gemächliches, denn es geht um alles andere als Geschwindigkeit und Action, wenn man mit der Thalia, der alten Dame vom Wörthersee unterwegs ist. Jahrgang 1909 ist sie und eines der letzten Schraubendampfschiffe Europas. Einmal runderneuert startet sie am 1. Mai zu ihrer 100. Geburtastagstour – wie gehabt im täglichen Ausflugsverkehr zwischen Klagenfurt und Velden (ab 8.30 bis 19 Uhr), aber auch zu Sonderfahrten, zum Beispiel ganz romantisch bei Mondschein. Infos bei der Wörthersee- Schifffahrt, Hotline 0043/463-21155, www.woertherseeschifffahrt.at

11. Felsenlabyrinth am Nassfeld
Wie Tarzan durch die Lüfte schwingen, Schluchten überqueren und auf Felsentürme kraxeln: Wer im Urlaub hoch hinaus will, ist im Felsenlabyrinth auf der Tressdorfer Alm am Nassfeld , einem Waldseilpark mit Klettersteigen, Höhlen, Schluchten und Netzbrücken genau am richtigen Platz. Zu erreichen ist das Gelände mit dem Millennium- Express, der längsten Kabinenbahn der Alpen. Bei Liftbetrieb (7. Juni bis 21. September) ist das Gelände mit 80 Stationen und acht Felsenparcours täglich von 9 bis 16.30 Uhr geöffnet, sonst nach Voranmeldung unter Tel. 0043/4285-7100.

12. Safari im Nationalpark
Elefanten und Löwen gibt es auf dieser Safari nicht zu sehen, dafür aber die „Big Five“ der Alpen – Steinböcke, Gämsen, Hirsche, Geier und Murmeltiere. Ranger, die bestens über die Lebensgewohnheiten der Tiere Bescheid wissen, begleiten Besuchergruppen auf den Touren durch den Nationalpark Hohe Tauern. Inklusive zwei Übernachtungen im Hotel, einer Übernachtung in einer Jagdhütte im Nationalpark mit Verpflegung, zwei Tages-Pirschgängen und Leih-Ferngläsern kostet die Alpen-Safari ab 270 Euro. Infos bei der Nationalparkverwaltung unter Tel. 0043/4825-200494, www.nationalpark-hohetauern.at

13. Schaubergwerk Bad Bleiberg
Bad Bleiberg ist ein kleiner Ort in der Nähe von Villach, der es im wahrsten Sinne des Wortes in sich hat. Über Jahrhunderte wurde hier nämlich – wie der Name schon sagt – Blei und Zink abgebaut. Das harte Leben unter Tage zeigen heute auf spielerische Weise die beiden Schaubergwerke Terra Mystica und Terra Montana. Schon der Einstieg ist dabei ein Abenteuer, denn in die Wunderwelt unter Tage gelangt man über eine 68 Meter lange Bergmannsrutsche – die längste in Europa übrigens. Infos beim Toursimusverband Villach, Tel. 0043/4242-42000, www.region- villach.at

14. Bärenausstellung
Eine echt bärige Ausstellung startet am 8. August im Kulturhaus in Seeboden am Millstätter See. Zu sehen sind alte und neue Stofftiere und Puppen, und wer sein eigenes Exemplar runderneuern will, kann dort auch den Bärendoktor konsultieren. Geöffnet bis 16. August, täglich von 10 bis 18 Uhr. Auskunft über Elke Stöfan , Tel. 0043/4762-81544 oder Tourismusbüro Seeboden, Tel. 0043/4762-8121014, Internet: www.seeboden.at

15. Klettergarten
Kanzianiberg Man ist nie zu jung und selten zu alt dafür. Und deshalb gibt es im Klettergarten Kanzianiberg am Faaker See auch spezielle Kurse nur für Kinder ab acht Jahre. Infos bei Josef Egarter, Alpinschule Vierjahreszeiten, Tel. 0043/664-2261023, Tourismusbüro Faak am See, Tel. 0043/4254-21100.

16. Das Haus des Erzählens
Nein, das ist wirklich kein Märchen: Gute-Nacht-Geschichten haben in Döbriach ein eigenes Hotel: Sagamundo, das Haus des Erzählens, entführt seine Besucher in eine sagenhafte Fantasiewelt. Auf mehreren Etagen dreht sich hier alles um Zwerge, Feen, Hexen und anderen Zauberwesen rund um den geheimnisumwitterten Berg Mirnock am Millstätter See . Es gibt den Lindwurmraum, den Maierbrugger-Käfer, die Anderswelt der Zwerge und den Berggeisterraum, außerdem ein Minikino und das Ovoseum mit Wassersagen und Wassergeschichten. Geöffnet von Mai bis Oktober, täglich 10 bis 18 Uhr. Infos unter Tel. 0043/4246-787814.

17. Erlebnispark am See
Wem baden und in der Sonne liegen zu langweilig ist, der geht in den 1. Kärntner Erlebnispark direkt am Pressegger See bei Hermagor. Das ist sowas ähnliches wie ein kleines Oktoberfest am Wasser . Ausprobieren darf man hier alles – vom Nautic-Jet über Butterfly, Skydive, Trampolin, Komet oder die Astronautennummer – alles ist im Eintrittspreis inklusive. Und ganz normal baden oder sich in die Sonne legen kann man außerdem noch. Infos: Tel. 0043/4282-3388, Internet: www.erlebnispark.cc

18. Piratenrafting auf der Gail
Manchmal ist sie still und beschaulich, an einigen Stellen kann sie es auch ganz schön wild treiben, die Gail, einer der Nebenflüsse der Drau. Den kleinen Piraten im Mega-Schlauchboot ist es ganz recht, wenn’s mal so richtig wackelt. Und schließlich gibt’s ja die organisatorischen Ruhepole, die dafür sorgen, dass weder Fluss noch Besatzung es zu bunt treiben. Mindestalter fürs Piratenrafting auf der Gail ist vier Jahre. Terminvereinbarung: Tel. 0043/676-848461100, www.rafting-carnica.at

19. Mühlenweg bei Kirchbach
Auch als Tal der 100 Mühlen ist das Lesachtal mit dem Wallfahrtsort Maria Luggau bekannt. An fünf der interessantesten alten Mühlen, darunter einer betriebsfähigen alten Wassermühle, einer, die als Museum zur Besichtigung steht, und einer Schaumühle vorbei führt der Mühlenweg. Die ein Kilometer lange Wanderung beginnt beim Bäckwirt in Maria Luggau , wo es auch einen Bauernladen gibt, und endet auch wieder dort. Dauer: zirka 1,5 Stunden. Infos, auch über geführte Wanderungen, beim Tourismusverband Lesachtal unter Tel. 0043/4716-24212.

20. Schaukäserei Kasereck
Wie kommen die Löcher in den Käse? Auch diese Frage kriegen Kinder garantiert in der Alm- und Schaukäserei Kasereck in der Nationalparkgemeinde Heiligenblut beantwortet. Sie liegt direkt an der Großglockner Hochalpenstraße und ist auch über den Wanderweg von der Bergstation Schareck in Richtung Heiligenblut erreichbar. Termine von Mai bis September zwischen 10 und 16 Uhr. Eintritt frei. Infos unter Telefon 0043/4824-24629.

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