Okkupationsmuseum in Riga

Lettland: Ausstellung zeigt Macht der Gefühle in Deutschland

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Das lettische Okkupationsmuseum zeigt die Ausstellung "Die Macht der Gefühle. Deutschland 19 | 19". Foto: Alexander Welscher/dpa

Was geschah in den letzen 100 Jahren in Deutschland? Dem will eine Ausstellung in Riga auf den Grund gehen. Hier geht es jedoch nicht nur um die Ereignisse, sondern vor allem um die Gefühle, die zu ihnen führten.

Riga (dpa) - Deutsche Geschichte im Spiegel der Gefühle: In Lettland zeigt das Lettische Okkupationsmuseum in Riga eine Retrospektive der geschichtlichen Ereignisse in Deutschland in den vergangenen 100 Jahren.

Bis zum 23. Dezember soll in der Ausstellung "Die Macht der Gefühle. Deutschland 19 | 19" der Einfluss von Gefühlen auf Politik und Gesellschaft aufzeigt werden. Beleuchtet werden 20 Emotionen wie Angst, Hoffnung, Liebe oder Wut, deren Wirkungsmacht in Deutsch und Lettisch auf Schautafeln mit kurzen Texten und historischen Fotos beschrieben wird.

Für Valters Nollendorfs vom Lettischen Okkupationsmuseum ist die Ausstellung sowohl aus geschichtlicher Perspektive als auch aus gegenwärtiger Sicht "sehr relevant". In Zeiten des Kalten Krieges etwa seien die meisten Letten von den Ereignissen in Deutschland abgetrennt gewesen. "Wir waren da nicht dabei und haben das auch nicht erfahren", sagte er bei der Ausstellungseröffnung am 4. Dezember. "Es geht aber nicht nur um persönliche Gefühle, sondern auch um öffentliche Gefühle. Wie sie erscheinen und wie sie sich ausspielen", sagte Nollendorfs. In Zeiten von Populismus und Daueraufgeregtheit sei dies ein sehr aktuelles Thema.

Die Ausstellung wurde von den Historikerinnen Ute und Bettina Frevert für die Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft sowie die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur erarbeitet. Das Okkupationsmuseum stellt die lettische Geschichte von 1940 bis 1991 unter der Besatzung des nationalsozialistischen Deutschland und unter sowjetischer Herrschaft vor.

Museum zur Ausstellung, Lettisch

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