"Öko-Test": Vorsicht vor Luftmatratzen

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Luftmatratzen sind laut "Öko-Test" giftig und gefährlich.

Frankfurt/Main - Die Zeitschrift "Öko-Test" hat 13 Luftmatratzen getestet, zwölf fielen durch. Die vor allem bei Urlaubern und Kindern beliebten Spielgeräte sind giftig und gefährlich, so das Fazit.

Die meisten Luftmatratzen sind nach Angaben der Zeitschrift “Öko-Test“ giftig und somit eine Gefahr für ihre Besitzer. Von 13 untersuchten Luftmatratzen erhielten 12 die Note “ungenügend“, wie das Magazin am Freitag in Frankfurt berichtete. Den Test bestanden habe nur ein Produkt mit der Note “ausreichend“. Die Plastikhilfen zum Planschen seien mit so vielen Schadstoffen belastet, dass sie auf keinen Fall mit dem Mund aufgeblasen werden sollten, heißt es in dem Urteil der Zeitschrift. Auch direkter Kontakt mit der Haut sei bedenklich.

Unter anderem ergab die Laboranalyse der Matratzen laut “Öko-Test“ Hinweise auf Chemikalien, die im Verdacht stehen, Nervenstörungen oder Krebs zu verursachen. Einige Matratzen bestehen dem Testergebnis zufolge aus 20 bis 30 Prozent Diisononylphthalat (DINP). Dabei handelt es sich um einen sogenannten Weichmacher, der Produkte elastischer, geschmeidiger und belastbarer machen soll. DINP gilt als gesundheitsschädlich und darf in Spielzeug, das Kinder in den Mund nehmen können, nicht mehr als 0,1 Prozent ausmachen. Die Werte in den Luftmatratzen liegen somit um ein Vielfaches höher - allerdings, so kritisiert “Öko-Test“, ist nicht klar geregelt, welche Luftmatratzen als Spielzeug gelten.

Die Chemieexpertin des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND), Sarah Häuser, sagte laut Mitteilung: “Es ist inakzeptabel, dass ausgerechnet Produkte, mit denen vor allem Kinder in Berührung kommen, gefährliche Chemikalien in zum Teil extrem hohen Konzentrationen enthalten.“ Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) müsse handeln und für klarere Gesetze sorgen.

dpa

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