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Unscheinbar, klein, aber hochgiftig: 10 Tiere, denen man im Urlaub begegnen kann

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Von: Jason Blaschke

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Die gefährlichsten Tiere der Welt sind nicht etwa Löwen oder Haie. Vielmehr sind es die unscheinbaren und kleinen Lebewesen, deren Gifte tödlich sind.

Stuttgart – Nach mehr als zwei Jahren Coronavirus-Pandemie herrscht bei vielen Menschen in Baden-Württemberg und ganz Deutschland das Reisefieber. Wer allerdings in Urlaub fährt, sollte immer ein paar grundlegende Dinge nicht vergessen. Dazu zählt etwa eine gut bestückte Reiseapotheke mit Nasenspray und Co. vorzubereiten. Genauso wichtig ist es aber auch, sich vor einer Fernreise über sein Urlaubsland gut zu informieren.

Diese Tiere sollte man in beliebten Urlaubsländern unbedingt kennen

Grundsätzlich wichtig sind die unterschiedlichen Verhaltensregeln, die man als Tourist in fremden Ländern zwingend beachten sollte. Das gilt besonders mit Blick auf die Tierwelt. Denn gerade in beliebten Urlaubsländern leben Tiere, die auch für Menschen gefährlich werden und im schlimmsten Fall sogar tödlich sein können. Ganz oben auf der Liste steht ein Tier, das ganz unscheinbar und klein ist, doch es ist so tödlich, wie kein anderes Lebewesen.

Giftigstes Tier der Welt lebt im Wasser – etwa 70 Todesfälle pro Jahr

Die Seewespe gehört zur Familie der Würfelquallen, deren Gift bis zu 250 Menschen auf einmal töten könnte. Die Quallen leben vor der Küste Australiens, wo sie Berichten von Focus Online zufolge jährlich rund 70 Todesfälle verursachen. Das Gemeine ist, dass alle Würfelquallen klein und im Wasser schwer zu erkennen sind. Doch der Kontakt mit ihren bis zu drei Meter langen Tentakeln ist für Menschen und viele Tierarten gleichermaßen tödlich.

Ebenfalls in Australien, aber nicht im Wasser beheimatet, lebt die bis zu zwei Meter lange Inlandtaipan. Auch ihr sollte man besser nicht zu nahe kommen, denn sie ist die giftigste Schlange der Welt. Sind ihre Giftdrüsen voll gefüllt, würde das ausreichen, um bis zu 200 Menschen auf einmal zu töten. Je nach Jahreszeit wechselt die Schlange ihre Farbe, weshalb man sie gerade beim Wandern leicht übersehen kann.

Würfelqualle
Die Würfelquallen gelten als die giftigsten Tiere der Welt. Ihre Nesselzellen können einen Menschen innerhalb weniger Minuten töten. © Nic Bothma/EPA/dpa

Bunte, leuchtende Tiere besser nicht anfassen – ihre Gifte lähmen

Leicht zu übersehen ist auch die Kegelschnecke, die in nahezu allen tropischen Gewässern der Erde beheimatet ist. Anfassen sollte man sie aber nicht, denn ihr aminosäurehaltiges, tödliches Gift kann Muskellähmungen, Seh- und Atemstörungen verursachen. Ein Tropfen ihres Giftcocktails genügt, um bis zu 20 Menschen zu töten. Weniger putzig, aber dafür imposanter, sieht der Blauringkrake aus. Wenn der allerdings die blauen Ringe zeigt, sollten Menschen die Flucht ergreifen.

Denn dann ist der Blauringkrake kurz vor dem Angriff – und sein hoch konzentriertes Gift führt eine Lähmung des Opfers bei vollem Bewusstsein herbei. Bisher gibt es noch kein Gegengift. Die auffällige Farbe teilt auch der Pfeilgiftfrosch, der in den Regenwäldern Süd- und Mittelamerikas lebt und – wie der Name verrät – ebenfalls für Menschen giftig ist. Insgesamt gibt es 175 Arten, von denen nur drei für Menschen tödlich sind, doch die haben es in sich.

Der große Blauringkrake ist eines der giftigsten Tiere der Welt, auffallend sind die blauen Punkte.
Auch wenn es beeindruckend aussieht – wer einen Kranken mit blauen Punkten sieht, sollte zurückweichen. Die Tiere sind extrem giftig. © Colin Marshall/IMAGO

Giftcocktail der Krustenanemone ist hoch konzentriert – qualvoller Tod

Laut Focus Online reichen schon 0,002 Milligramm pro Kilogramm des Frosch-Gifts aus, um einen erwachsenen Menschen innerhalb von nur 20 Minuten zu töten. Von den knallbunten Fröschen sollte man also im wahrsten Sinne die Finger lassen. Und einen weiten Bogen macht man besser auch um die Krustenanemone, denn deren Gift zählt zu den hoch konzentriertesten überhaupt und kann sich über Berührungen und sogar die Luft verbreiten.

Schon 0,01 Milligramm können einen Erwachsenen das Leben kosten. Zudem wird der Tod durch die Krustenanemone als äußerst qualvoll beschrieben. Erbrechen, Muskellähmung und Schüttelfrost sind nur drei Symptome. Gefährliche Tiere leben aber nicht nur in exotischen Gegenden. Auch am Mittelmeer gibt es tödliche Tiere im Wasser und am Strand, denen man besser nicht über den Weg läuft oder schwimmt.

Goldener Pfeilgiftfrosch
Finger weg vom Pfeilgiftfrosch (Foto), deren Gift wird über die Haut abgesondert. © Fotostand / Grosshanten/IMAGO

Giftige Stacheln, spitze Zähne: Im Wasser auf Stein- und Kugelfische achten

Dazu zählen laut Berichten von echo24.de etwa mehrere Kugelfisch-Arten, deren Zähne sogar Metall durchdringen können. In Japan sind die Tiere eine Delikatesse. Allerdings sollten sie nur von erfahrenen Köchen zubereitet werden. Denn wird das Gift nicht richtig vor dem Verzehr entfernt, kann es innerhalb von 6 bis 24 Stunden zum Tode führen. Ebenso gefährlich ist übrigens der Steinfisch, der seine Rückenflossenstacheln mühelos durch Handschuhe und Tauchanzüge stoßen kann.

Genau wie das Kugelfisch-Gift kann auch das Gift des Steinfischs für Menschen tödlich sein. Laut Focus Online führt es in kürzester Zeit zu Blutgefäßerweiterung und Herzrhythmusstörungen. Ebenso wie der weitverbreitete Kugelfisch lebt auch der Steinfisch im tropischen Indopazifik und im Roten Meer.

Er sieht so putzig aus, trotzdem ist mit dem Fugu, besser bekannt als Kugelfisch, nicht zu spaßen.
Mit seinen spitzen Zähnen kann der Kugelfisch sogar durch Metall beißen. © Archiv/dpa

Aufgrund des Klimawandels kommt es aber immer häufiger vor, dass sich Exoten auch in anderen Ländern verbreiten. Ein aktuelles Beispiel sind die exotischen Stechmückenarten, die mittlerweile auch in Baden-Württemberg angekommen sind. Als Überträger gefährlicher Viren stellen sie die Wissenschaft vor große Probleme. Von Bill Gates wurde deshalb die asiatische Tigermücke schon als „tödlichstes Tier der Welt“ bezeichnet.

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