Statt wegwerfen

Fuchsien überwintern: So blüht die Pflanze im nächsten Jahr wieder

Fuchsien zählen zweifelsohne zu den beliebtesten Balkonpflanzen für Kübel oder Ampeln. Allerdings sind sie äußerst frostempfindlich und nicht winterhart.

Deutschland – Viele Terrassen- oder Balkonbesitzer werfen Fuchsien daher nach der Saison einfach weg – und kaufen sie im nächsten Jahr neu. Das ist eigentlich viel zu schade, denn mit ein paar Tipps überstehen die beliebten Blumen auch die kalte Jahreszeit, weiß RUHR24.*

Fuchsien artenreiche Gattung in der Familie der Nachtkerzengewächse
wissenschaftlicher NameFuchsia
OrdnungMyrtenartige

Fuchsien überwintern – der passende Zeitpunkt für den Umzug

Wer Fuchsien über den Winter bringen möchte, muss sie unbedingt reinholen – ebenso wie beispielsweise Oleander* oder Zitronenbäume.* Die optimale Zeit, sie umzuquartieren, ist dabei kurz vor dem ersten Frost. Solange sollten die beliebten Ampelpflanzen möglichst draußen bleiben – denn leichte Minusgrade können sie unbeschadet überstehen.

Wie Utopia.de erklärt, sind junge Fuchsien hier eine Ausnahme: Sie sollten bereits bei Temperaturen um 10 Grad Celsius ins Haus geholt werden (weitere Garten-News* auf RUHR24).

Fuchsien: Das passende Winterquartier finden

Ab Ende August sollten Fuchsien keinen Dünger mehr bekommen. Im Herbst benötigen sie dann auch weniger Wasser. Sollte es in der „grauen Jahreszeit“ viel regnen, stehen die Pflanzen am besten an einem geschützten Ort.

Zum Überwintern ist grundsätzlich ein helles Quartier dunklen Räumen vorzuziehen, wie Mein-Schöner-Garten.de erklärt. Dennoch zählen Fuchsien zu den Pflanzen, die den Winter auch im Dunkeln überstehen können.

Wer Fuchsien hell überwintern kann, muss sie zuvor nicht zurückschneiden. Ideal ist laut den Gartenexperten beispielsweise ein frostfreies Gewächshaus oder ein Wintergarten. Aber auch lichtdurchflutete Kellerräume bieten sich an. Die Temperatur sollte zwischen 3 und 8 Grad Celsius liegen.

Fuchsien sind beliebte Ampel- und Kübelpflanzen – im passenden Quartier überstehen sie den Winter. (Symbolbild)

Fuchsien in dunklen Räumen überwintern – auf Vorbereitung und Pflege kommt es an

Wer ein dunkles Winterquartier wählt – wie beispielsweise dunkle Kellerräume oder Garagen – muss die Pflanzen zuvor zurückschneiden sowie entblättern.

Laut baldur-garten.de sollten kranke oder geknickte Triebe gänzlich abgeschnitten werden – und gesunde um rund ein Drittel gekürzt. Um Schädlingsbefall zu vermeiden, ist es ratsam, auch Blätter und Blüten zu entfernen.

Grundsätzlich sollten die Pflanzen während des Winters ab und an auf Schädlingsbefall kontrolliert werden. Darüber hinaus auch das Gießen nicht vergessen, weiß auch 24garten.de* – gerade zum Frühjahr hin laufen die Fuchsien sonst Gefahr zu vertrocknen. Mein-Schöner-Garten.de rät dabei, nur gerade so viel zu gießen, dass der Wurzelballen nicht austrocknet.

Fuchsie wieder auswintern – das ist zu beachten

Im nächsten Jahr können die Fuchsien dann wieder ins Freie. Auch hierbei kommt es auf den passenden Zeitpunkt an. Wer mag, kann sie ab März bereits an höhere Raumtemperaturen um die 18 Grad gewöhnen. Sind sie daraufhin bereits ausgetrieben, sollten Fuchsien erst nach den Eisheiligen Mitte Mai an die frische Luft.

Wenn die Fuchsien kühl und überwintert wurden und sich noch im Winterschlaf befinden, dürfen sie bereits im April wieder auf die Terrasse, erklärt Mein-Schöner-Garten.de. Optimal sei dann ein halbschattiger und zugleich etwas geschützter Platz.

Winterharte Fuchsien für Gartenbeete – auch sie benötigen Frostschutz

Übrigens gibt es unter den Fuchsien auch mehr als 40 Sorten, die Frost überstehen. Dabei handelt es sich aber nicht um Blumen für Ampeln oder Kübel, sondern vornehmlich um Beet-Pflanzen.

Eine Liste finden Hobbygärtner beispielsweise bei plantura.garden. Wie das Portal verdeutlicht, sollten aber auch diese Sorten im Winter besser geschützt werden. Dazu die Sträucher vor dem ersten Frost um rund ein Drittel zurückschneiden.

Eine Abdeckung – zum Beispiel aus Gartenvlies – schützt sie zudem gegen extreme Kälte. Am Boden helfen eine Schicht aus Rindenmulch, Blättern, die im Herbst anfallen,* oder Stroh gegen Frost. *RUHR24 und 24garten sind Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Hauke-Christian Dittrich

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