Stehtische fürs Wohnzimmer

Messe Interzum: Knallige Farben für Möbel

Materialien, Farben und Formen sind Themen auf der Interzum in Köln, einer Messe für Zulieferer der Möbelindustrie und des Innenausbaus. Foto: Koelnmesse GmbH
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Materialien, Farben und Formen sind Themen auf der Interzum in Köln, einer Messe für Zulieferer der Möbelindustrie und des Innenausbaus.
Auf das Innenleben der Möbel kommt es an: Auch bei Schaumstoffen gibt es viele Weiterentwicklungen. Zu sehen sind diese auf der Messe Interzum in Köln. Foto: Koelnmesse GmbH
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Auf das Innenleben der Möbel kommt es an: Auch bei Schaumstoffen gibt es viele Weiterentwicklungen. Zu sehen sind diese auf der Messe Interzum in Köln.
Welche Stoffe in der Einrichtung in ein paar Jahren in den Handel kommen, wird derzeit auf der Kölner Einrichtermesse Interzum ausgehandelt. Foto: Koelnmesse GmbH
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Welche Stoffe in der Einrichtung in ein paar Jahren in den Handel kommen, wird derzeit auf der Kölner Einrichtermesse Interzum ausgehandelt.
Dieser Stuhl stammt aus einem Drucker: 3D-Techniken werden auch in der Möbelindustrie ausprobiert. Experten zufolge soll es aber noch fünf bis zehn Jahre dauern, bis diese Produktionsverfahren auch wirklich reif für den breiten Markt sind. Foto: Koelnmesse GmbH
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Dieser Stuhl stammt aus einem Drucker: 3D-Techniken werden auch in der Möbelindustrie ausprobiert. Experten zufolge soll es aber noch fünf bis zehn Jahre dauern, bis diese Produktionsverfahren auch wirklich reif für den breiten Markt sind.
Die Zulieferer der Möbelindustrie und des Innenausbaus zeigen auf der Messe Interzum in Köln schon jetzt, welche Dekore im Wohnraum in ein, zwei Jahren im Trend sein werden. Foto: Koelnmesse GmbH
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Die Zulieferer der Möbelindustrie und des Innenausbaus zeigen auf der Messe Interzum in Köln schon jetzt, welche Dekore im Wohnraum in ein, zwei Jahren im Trend sein werden.
Auf die Details kommt es an: Auf der Messe Interzum zeigen die Zulieferer der Möbelbranche ihre Neuheiten. Es geht um Beschläge, Kanten oder - wie auf dem Bild zu sehen - Funiere. Foto: Koelnmesse GmbH
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Auf die Details kommt es an: Auf der Messe Interzum zeigen die Zulieferer der Möbelbranche ihre Neuheiten. Es geht um Beschläge, Kanten oder - wie auf dem Bild zu sehen - Funiere.
Ursula Geismann ist Trendexpertin des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie. Foto: VDM
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Ursula Geismann ist Trendexpertin des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie.

Was in ein oder zwei Jahren im Möbelhandel stehen wird, lässt sich auf der Messe Interzum in Köln absehen: Hier zeigen Zulieferer der Möbelindustrie und des Innenausbaus ihre Innovationen.

Köln - Möbel werden über viele Jahre entwickelt. Auf der Interzum, einer internationale Messe für Zulieferer der Möbelindustrie und des Innenausbaus in Köln (5. bis 8. Mai), werden Innovationen präsentiert. Ursula Geismann, Trendanalystin vom Verband der Deutschen Möbelindustrie, hat sich umgeschaut.

Die Interzum ist nur Fachbesuchern zugänglich. Verraten Sie uns, was es zu sehen gibt?

Geismann: Hier ist der Geburtsort für die Innovationen, die zeitversetzt - also ein oder zwei Jahre später - in der Möbelindustrie umgesetzt werden. Hier geht es um die Innovationen im Kleinen: Das sind die Beschläge, neue Dekore, neue Muster und Zukunftstechnologien, zum Beispiel 3D-Druckverfahren.

Haben Sie etwas entdeckt, das Sie sagen lässt: Darauf freue ich mich in ein, zwei Jahren?

Ursula Geismann ist Trendexpertin des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie.

Geismann: Ein großes Thema im Wohnen ist der demografische Wandel. Es gibt hier nun endlich Dinge, die Komfort und Bedienung erleichtern und die weggehen von diesem piefigen Pflegebereich. Etwa einfache Aufstehhilfen für Polstersessel. Oder Beschläge, mit denen sich ein Sofa ohne Werkzeug verändern lässt - etwa wenn man älter ist und nicht mehr die Kraft hat, um daran etwas zu verändern. Oder eine Geschirrspülmaschine, deren unterer Korb sich nach oben ziehen lässt. Und höhenverstellbare Tischbeine. Sie kannten wir bisher von Stehtischen aus dem Büro, um dort in Bewegung zu bleiben. Das wird nun auch für Esszimmer- und Wohnzimmertische angeboten.

Was wird sich optisch bei der Einrichtung tun?

Geismann: Es werden neue Kombinationen bei den Materialien und Farben geschaffen: Wo man früher gesagt hat, das passt nicht zusammen, das wird nun gezeigt. Rot und Rosa etwa. Oder man kombiniert in einer Küche matten Lack in Grau mit bunten Ornamenten und dazu noch glänzendes Kupfer. Ich glaube, das passt zum Wunsch der Verbraucher, sich individuell etwas auszusuchen.

Sie erwähnten 3D -Druckverfahren. Sind diese in der Möbelbranche tatsächlich umsetzbar?

Geismann: Es gibt auf der Interzum eine Sonderausstellung mit etwa 70 Exponaten aus dem Möbelbereich - Stühle, Hocker, Tische und Tischbeine. Der Verantwortliche der Schau sagt, in fünf bis zehn Jahren wird es üblicher als heute sein, dass Möbel so hergestellt werden. Der Nachteil heute ist: Sie sind sehr teuer. Ein Hocker kann 8000 Euro kosten. Man kann das kaum bezahlen. Heute werden auch nur einzelne Stücke hergestellt. Aber ähnlich wie bei anderen Technologien - etwa LED-Lichtern und Hybridautos - tut sich dann etwas, wenn die Nachfrage steigt und die Produkte preiswerter werden. Ich glaube, dass das eine industrielle Revolution auslösen kann - vielleicht eher in zehn als in fünf Jahren.

Was bietet die Branche in punkto Ressourcenschonung an?

Geismann: Materialeinsparung und Ressourcenschonung ist ein wichtiges Thema. Es geht um Leichtbauplatte, intelligenten Lederzuschnitt, Schaumstoffe mit Hohlräumen aus der Bionik und natürlich recycelbare Materialien. Die Zulieferer erkennen auch immer mehr, dass Material Geld ist - und wenn man es recyceln kann, ist es sinnvoller, als es wegzuwerfen.

Service:

Die Messe Interzum ist nur für Fachpublikum zugänglich. Sie findet alle zwei Jahre in Köln statt.

dpa/tmn

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