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Wie oft muss eigentlich das Wasser im Planschbecken gewechselt werden?

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Von: Franziska Kaindl

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Spielende Kinder im Pool im Garten.
Bei steigender Wärme können sich auch im Planschbecken-Wasser Keime vermehren. © dpa/Patrick Pleul

An heißen Sommertagen bietet das Planschbecken den Kleinen eine willkommene Abkühlung. Aber wie oft muss das Wasser eigentlich gewechselt werden?

Kühles Nass an heißen Tagen ist ein wahrer Segen. Besonders Kinder sind hocherfreut, wenn sie sich im Planschbecken austoben und spielen können. Bevor das Wasser zur unansehnlichen Brühe wird, muss es aber gewechselt werden - aber wie oft ist es wirklich nötig?

Planschbecken-Wasser: Wie unhygienisch ist es?

Oft sammeln sich schon nach wenigen Stunden, nachdem das Planschbecken aufgefüllt wurde, Insekten und Laub im Wasser. Von den Kindern wird zudem Erde, Sand oder Gras hineingetragen. Auch über die Unterhose gelangen Keime ins Becken, die sich bei wärmer werdendem Wasser vermehren können, wie Christina Otto, Leiterin des Fachgebietes Mikrobiologie des Trink- und Badebeckenwassers im Umweltbundesamt der Süddeutschen Zeitung verriet. Zwar hält sie es für unwahrscheinlich, im privaten Planschbecken zu erkranken, "aber es ist nicht auszuschließen, dass ein hygienisches Risiko bestehen kann".

So oft sollten Sie das Wasser im Planschbecken wechseln

Der TÜV Rheinland empfiehlt deshalb, das Wasser im Planschbecken regelmäßig, am besten täglich, auszutauschen. Spätestens alle drei Tage sollte das Wasser jedoch gewechselt werden. Besonders um zarte Kinderhaut zu schützen, sei es wichtig, für hygienisch sauberes Badewasser zu sorgen - spezielle Reinigungs- und Desinfektionsmittel seien dafür aber nicht immer geeignet. Deshalb das Wasser lieber sofort ganz ablassen und neu auffüllen.

Planschbecken reinigen: Darauf müssen Sie achten

Nach dem Entleeren wischen Sie das Becken gründlich mit einem feuchten Tuch aus. Danach sollte es erst einmal vollständig trocknen, bevor Sie es erneut füllen. Algenreste oder Schmutz entfernen Sie auch einfach mit einem Lappen - bei regelmäßiger Reinigung sollte das aber nicht zum Problem werden. Verwenden Sie dafür außerdem nur weiche Lappen, da Schwämme oder harte Bürsten die Pool-Folie beschädigen können.

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Was Sie mit abgestandenen Planschbecken-Wasser noch tun können

Das abgestandene Wasser aus dem Planschbecken lässt sich im Übrigen weiterverwenden, wie Patricia Steinborn vom Zentralverband Gartenbau e.V. laut Kölnische Rundschau verriet - und zwar zum Blumengießen. „Das ist im herkömmlichen Rahmen unproblematisch. Kommt das Wasser nicht kalt aus der Leitung, sondern ist etwas wärmer, ist es sogar angenehmer für die Pflanzen.“ Auch Sonnencreme oder Schmutzreste, die beim Badespaß ins Wasser gelangt sind, seien kein Problem. Nur bei Chlor oder Algenstopp sollten Sie vorsichtig sein: „Dann müsste man genau gucken, welches Produkt wie lange im Wasser ist und welche Pflanzen damit gegossen werden können.“ (fk) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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