TÜV warnt

Epoxidharz kann Trinkwasser belasten

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Werden Trinkwasserleitungen mit Epoxidharz beschichtet, kann die Chemikalie Bisphenol A ins Trinkwasser gelangen. Diese Substanz wirkt hormonähnlich, wie der TÜV bekanntgibt. 

Bei Renovierungen steht häufig eine Sanierung der alten Trinkwasserleitungen an. Allerdings ist nicht jede Form der Sanierung unbedenklich. Wer das falsche Material einsetzt, gefährdet seine Gesundheit.

Hamburg - Die Trinkwasserleitungen zu beschichten, kann Folgen für die Gesundheit haben. Der TÜV Nord warnt vor dem sogenannten Relining-Verfahren, bei dem Epoxidharz verwendet wird.

Das Harz kann die Chemikalie Bisphenol A (BPA) enthalten und an das Trinkwasser abgeben. Bisphenol A wird kritisch gesehen, weil es hormonähnlich wirken und so auf hormonabhängige Prozesse einwirken kann.

Bei dem Relining-Verfahren werden die Rohrleitungen zunächst mit Luft getrocknet und anschließend Rost und Ablagerungen durch Sandstrahlen entfernt. Zum Schluss kommt eine Epoxidharzbeschichtung in das Rohr - dabei sind bestimmte Temperaturen und Aushärtungszeiten zu beachten. Geschieht das fehlerhaft oder bleiben Rostrückstände zurück, so dass die Beschichtung nicht einwandfrei aufgebracht werden kann, führt das womöglich zu einer höheren Belastung des Wassers.

Gesundheitlich auf der sicheren Seite sei man mit einer klassischen Rohrsanierung, bei der die Leitungen ausgetauscht werden, so der TÜV Nord. Diese kostet allerdings mehr.

dpa

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