Bauarbeiten laufen

Wie ist der aktuelle Stand zum Umbau der Kreisverwaltung?

Neues Verwaltungszentrum vom Werra-Meißner-Kreis. Der markante Turm an der Schlosskreuzung wird – wie der gesamte Altbau – saniert und an moderne Anforderungen angepasst. Büros für etwa 140 Mitarbeiter der Kreisverwaltung entstehen bis 2022.
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Der markante Turm an der Schlosskreuzung wird – wie der gesamte Altbau – saniert und an moderne Anforderungen angepasst. Büros für etwa 140 Mitarbeiter der Kreisverwaltung entstehen bis 2022.

Ruhig ist es geworden um den Neu- und Umbau des Verwaltungszentrums des Werra-Meißner-Kreises in Eschwege. Nach Querelen über Teuerungen laufen nun die Bauarbeiten – planungsgemäß.

Wir beantworten die wichtigsten Fragen rund um das Großprojekt an prominenter Stelle mitten in Eschwege mit Blick auf den Schlossplatz.

Im Bestandsgebäude sind die Abbruch- und Maurerarbeiten abgeschlossen. Dezernent Dr. Rainer Wallmann macht sich selbst ein Bild.

Wie ist es um den Baufortgang bestellt?

„Der Neu- und Umbau des Verwaltungszentrums ist in zwei Phasen aufgeteilt“, erklärt Kreissprecher Jörg Klinge auf Anfrage unserer Zeitung. In der ersten Bauphase seien Abbruch- und Maurerarbeiten im Bestandsgebäude erledigt worden, um neue Raumstrukturen zu schaffen. „Diese Arbeiten wurden im Januar begonnen und im März abgeschlossen“, verkündet Klinge. „Der von uns vorgegebene Zeitplan wurde von der ausführenden Firma eingehalten.“

Sind die weiteren Gewerke bereits ausgeschrieben?

Seit April werden die Unterlagen für die europaweite Ausschreibung für die Vergabe der Bauhauptgewerke – hierunter fallen die Rohbauarbeiten sowie Elektro-, Heizungs- und Sanitärarbeiten – vorbereitet beziehungsweise bereits ausgeführt.

Wann wird der Neu- und Umbau beendet sein?

Entscheidend ist die zweite Bauphase. Diese beginnt im September mit den Erd- und Kanalarbeiten. „Danach erfolgt der Lückenschluss zwischen dem Fahrradhaus Ebert und dem Bestandsgebäude sowie parallel dazu der Anbau an das Bestandsgebäude An den Anlagen“, erläutert Jörg Klinge. Die zweite Bauphase endet mit der Fertigstellung der Baumaßnahme im März 2022.

Wird der gesteckte Kostenrahmen eingehalten?

„Der vom Kreistag beschlossene Kostenrahmen in Höhe von 12,4 Millionen Euro wird eingehalten“, teilt der Kreissprecher mit.

Sind die archäologischen Untersuchungen abgeschlossen?

Nein. Vor Beginn der zweiten Bauphase finden weitere, baubegleitende archäologische Arbeiten statt. „Dies ist eine Forderung der Abteilung Hessen-Archäologie des Landesamts für Denkmalpflege im Rahmen des Baugenehmigungsverfahrens“, heißt es vonseiten des Kreises. Im Zuge dieser archäologischen Grabungen sollen etwaige archäologische Befunde und Funde festgestellt und dokumentiert werden.

Die AG Archäologie hat bereits Keramikscherben aus der Zeit vor dem 30-jährigen Krieg, eine kleine Tonfigur aus dem Spätmittelalter und Fundamente eines Hauses, welches mindestens schon 1626 gestanden haben muss, aufgespürt (wir berichteten). Weiterhin entdeckt wurde eine alte Brunnenanlage.

Was ist bezüglich der Sanierung des Landgrafenschlosses geplant?

Mit der Sanierung des Eschweger Landgrafenschlosses soll im Mai 2022 begonnen werden. Dabei handelt es sich um eine teilweise Herstellung von Barrierefreiheit durch den Bau eines Fahrstuhls zwischen dem West- und Südflügel sowie eine Bestandssanierung mit teilweise neuen Raumzuschnitten. „Die Sanierung des Landgrafenschlosses soll im Oktober 2024 abgeschlossen sein“, erklärt Klinge.

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