Alle Plätze sind vergeben

Ferienspiele mit Hygienekonzept: Stadt Eschwege bietet eine Woche Betreuung

Kreative Beschäftigung: (von links) Sabine Bender, Alicia Schmitt, Liliana di Lorenzo und Katrin Kuntke zeigen Bürgermeister Alexander Heppe und Hausherr Rolf Tinnefeld eines ihrer Angebote.
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Kreative Beschäftigung: (von links) Sabine Bender, Alicia Schmitt, Liliana di Lorenzo und Katrin Kuntke zeigen Bürgermeister Alexander Heppe und Hausherr Rolf Tinnefeld eines ihrer Angebote.

Auch in der Corona-Pandemie finden die Ferienspiele der Stadt Eschwege mit entsprechendem Hygienekonzept statt. Wir waren mit dabei.

Eschwege – Jonas hat sich imaginär in der Nase seines Kumpel eingeloggt und führt ihn an einer nicht sichtbaren Schnur durch die Turnhalle der Struthschule. Dass die beiden so zufällig den aktuellen Sicherheitsabstand einhalten, ist eher ein spielerischer Nebeneffekt.

„Nichtsdestotrotz ist das Hygienekonzept das größte Thema, um derzeit Ferienspiele anbieten zu können“, sagt Jörn Engler, Fachbereichsleiter Familie und Soziales bei der Stadt Eschwege.

Für ihren Selbstanspruch als familiengerechte Stadt hat es sich Eschwege auf die Fahne geschrieben, in jeden Ferien eine Betreuung anzubieten. In den Sommerferien nahezu durchgängig, gibt es in den Herbst-, Weihnachts- und Osterferien zumindest ein einwöchiges Angebot jeweils in der letzten Ferienwoche. Keine andere Gemeinde im Umland biete das derzeit.

Alle 30 Plätze für diese Woche sind vergeben

Dass das der richtige Weg sei, zeige die Nachfrage, sagt Bürgermeister Alexander Heppe. Alle 30 Plätze für diese Woche sind vergeben. Wer keinen Platz bekommen hat, wurde auf eine kleine Warteliste gesetzt, berichtet Paula Zacher.

Möglichst viel raus sollen die Kinder auch in den Herbstferien gehen. „Schönes Wetter ist, wenn es nicht regnet“, ist das Motto von Paula Zacher und dem vierköpfigen Betreuungsteam. Auch das vermindert die Infektionsgefahr und macht das Betreuungsangebot vielfältiger.

Am Mittwoch ging es beispielsweise zur Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) an den Werratalsee. Ansonsten ist die Turnhalle eine große Hilfe, um sich nicht zu nah zu kommen. Der Schulleiter der Struthschule Rolf Tinnefeld hat seine Schule gerne zur Verfügung gestellt.

Struth- und Alexander-von-Humboldt-Schule im Wechsel

„Mit der Unterstützung der Stadt können wir so auch in den Ferien ein Betreuungsangebot anbieten, das vom Pakt für den Nachmittag gefordert wird“, sagt Tinnefeld. Struth- und Alexander-von Humboldt-Schule wechseln sich von Ferien zu Ferien mit der Betreuung ab. Beide stellen auch jeweils eine ihrer Betreuungskräfte zur Verfügung.

Zu den anderen Betreuern zählt auch der Zirkuspädagoge Niklas König, der mit den Kindern in der Turnhalle Kunststücke einübt und sie auch bei schlechtem Wetter in Bewegung hält.

Denn der Drang der Kinder ist natürlich groß und das Zirkusprojekt eine willkommene Abwechselung zum Kreativangebot in den Betreuungsräumen. Hier wird beispielsweise aus alten Materialien Neues hergestellt – Upcycling nennt man das neudeutsch. (ts)

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