Am Dienstag (04.02.2020)

Ärzte am Uni-Klinikum Göttingen streiken: Verzögerungen möglich – Notfallversorgung steht

Notfallmedizin ist gesichert: Trotz eines Streiks von Ärztinnen und Ärzten ist die Versorgung im Uni-Klinikum Göttingen am Dienstag gesichert.
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Notfallmedizin ist gesichert: Trotz eines Streiks von Ärztinnen und Ärzten ist die Versorgung im Uni-Klinikum Göttingen am Dienstag gesichert.

Ärzte am Uni-Klinikum Göttingen streiken am Dienstag (04.02.2020) für bessere Arbeitsbedingungen. Es kann zu Verzögerungen kommen - die Notfallversorgung ist sichergestellt.

  • Warnstreik der Gewerkschaft Marburger Bund am Dienstag (04.02.2020) für bessere Arbeitsbedingungen.
  • Ärzte am Uni-Klinikum in Göttingen beteiligen sich.
  • Es kann zu Verzögerungen kommen - die Notfallversorgung ist aber sichergestellt.

Göttingen – Ärztinnen und Ärzte der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) beteiligen sich am Dienstag (04.02.2020) an einem Warnstreik, der vom Marburger Bund organisiert wird. Es geht um bessere Arbeitsbedingungen.

Göttingen: Ärztestreik am Uni-Klinikum - Termine können ausfallen

Die medizinische Versorgung der Bevölkerung wird aber – auch in Notfällen – gesichert sein, wie die UMG mitteilt. Aber es kann zu Verzögerungen oder Ausfällen bei Terminen und Behandlungen kommen.

„Die Versorgung unserer Patienten während des Warnstreikes an der UMG bleibt gesichert, sie hat höchste Priorität. Dafür sind alle notwendigen Vorkehrungen getroffen“, sagt Prof. Dr. Michael Quintel, stellvertretender Vorstand Krankenversorgung an der UMG und betont: „Darüber hinaus ist die Notfallversorgung am Streiktag uneingeschränkt sichergestellt.“

Göttingen: Ärztestreik am Uni-Klinikum - Mindestbesetzung wie an Wochenenden vereinbart

Die UMG habe diesbezüglich mit der Gewerkschaft Marburger Bund eine Notdienstvereinbarung abgeschlossen, hieß es. Dabei wurde eine Mindestbesetzung vereinbart, die normalerweise sonst an Wochenenden vorgesehen ist.

Göttingen: Ärztestreik am Uni-Klinikum - Patienten sollen vor Terminen anrufen

Aber: In einigen Bereichen der Patientenversorgung könnte es am Dienstag zu Verzögerungen und Terminausfällen kommen. Der Vorstand der Universitätsmedizin empfiehlt deshalb allen Patientinnen und Patienten, die am Dienstag in der UMG Termine für Behandlungen haben, vorher in den behandelnden Kliniken anzurufen, ob der Termin stattfinden kann.

In den beiden bisherigen Verhandlungsrunden hätte die Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) „keine Bereitschaft erkennen lassen, konkrete Maßnahmen zur Entlastung der Ärzte zu vereinbaren“, teilt der Marburger Bund mit.

Göttingen: Streik am Uni-Klinikum - Das fordern die Ärzte

Der Marburger Bund fordert in der Tarifrunde mit der TdL neue Bedingungen für die Verlängerung der täglichen Arbeitszeit durch Bereitschaftsdienst. So sollen solche Dienste an maximal zwei Wochenenden im Monat verlangt werden dürfen.

Göttingen: Ärztestreik am Uni-Klinikum - Ziel: Begrenzung der Dienste und mehr Gehalt

Zu der angestrebten Reform gehören auch eine generelle Begrenzung der Bereitschaftsdienste, eine verlässliche Dienstplangestaltung und eine manipulationsfreie Arbeitszeiterfassung ohne pauschale und nachträgliche Kappungen der geleisteten Arbeitszeit. 

Weiter fordert der Marburger Bund sechs Prozent mehr Gehalt bezogen auf ein Jahr und eine Neuregelung des Zusatzurlaubes für Nachtarbeit.

Warnstreik des Marburger Bundes - Aufgerufen sind Ärzte von 23 Uni-Kliniken

Insgesamt sind die Ärzte von bundesweit 23 Universitätskliniken zu dem Warnstreik am 04.02.2020 aufgerufen. Vor den erneuten Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) findet an diesem Tag eine zentrale Kundgebung in Hannover statt. 

Der Tarifvertrag (TV-Ärzte) gilt für rund 20.000 Ärztinnen und Ärzte in den bundesweit 23 Universitätskliniken. Eine Reihe von Unikliniken in Deutschland fallen nicht unter den Geltungsbereich des Tarifvertrages. Für Berlin und Hessen hat der Marburger Bund eigene Tarifverträge für die Ärzte an den dortigen Unikliniken ausgehandelt. Die Kliniken in Hamburg und Mannheim unterfallen den Regelungen eines kommunalen Tarifvertrages. Für die Ärzte der Universitätsmedizin Mainz existiert ein vom Landesverband Nordrhein-Westfalen/Rheinland-Pfalz abgeschlossener Haustarifvertrag.

Weitere Informationen zu den Forderungen des Marburger Bundes unter www.tdl-tarifrunde.de.

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