Brief der verzweifelten Mutter bei Facebook

24-Jähriger aus Göttingen wird in Ägypten vermisst

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Pyramiden in Ägypten (Symbolbild): Im Wüstenstaat sollen zwei junge Deutsche verschwunden sein. Darunter ein Göttinger. 

Ein 24-jähriger Göttinger ist offenbar während seines Aufenthalts in Ägypten verschwunden. Die Mutter bittet verzweifelt um Hilfe. 

Aktualisiert um 15.24 Uhr. Der Göttinger Polizei liegt zum Verschwinden des 24-Jährigen eine Vermisstenmeldung vor, sagte ein Polizeisprecher am Montag. Da sich die Spur des jungen Mannes im Ausland verlor, gibt die Göttinger Polizei den Fall an das Landeskriminalamt in Hannover ab. Von dort aus wird das Verfahren in der Regel an das Bundeskriminalamt und Auswärtiges Amt weitergeleitet.

Bereits am 2. Januar hatte die Mutter des Göttingers einen Brief an den deutschen Botschafter veröffentlicht, der mittlerweile auch bei Facebook kursiert. Demnach seien ihre beiden Söhne, deren Vater gebürtiger Ägypter ist, während ihrer Semesterferien am 27. Dezember für neun Tage nach Ägypten geflogen, wo sie ihren Großvater wiedersehen wollten. Ihr 24 Jahre alter Sohn sei am Flughafen in Kairo von Grenzpolizisten grundlos festgehalten worden.

Obwohl dessen 23-jährigen Bruder einen Tag später die deutsche Botschaft in Kairo informiert habe, gäbe es bislang kein Lebenszeichen des Verschwundenen. Später hätten ägyptische Bekannte und Verwandte der Familie in Deutschland mitgeteilt, dass ihr Sohn in der Hauptstelle des Geheimdienstes festgehalten werde. Eine Begründung dafür gebe es nicht. Laut dem HR-Magazin "Hessenschau" soll eine Verwechslung der Sicherheitsbehörden in dem nordafrikanischen Land der Grund für die Verhaftung des 24-jährigen Göttingers sein. Das Auswärtige Amt stehe in Kontakt mit den ägyptischen Behörden.

Zugleich wird ein 18-Jähriger aus Gießen in Ägypten vermisst und möglicherweise von den Sicherheitskräften festgehalten. Der Vater des jungen Mannes mit ägyptischen Wurzeln berichtete laut „Hessenschau“, dass sein Sohn im Dezember nach der Ankunft in Luxor festgenommen worden sei. Ob es einen Zusammenhang zwischen beiden Fällen gibt, ist derzeit noch unklar.

Der öffentliche Facebook-Post mit dem Brief der Mutter

Ägypten: Die Sicherheitslage 

Experten halten die Sicherheitslage in Ägypten seit der Revolution 2011 für bedenklich. Laut Auswärtigem Amt, das eine Teilreisewarnung ausgesprochen hat, besteht ein erhöhtes Risiko für terroristische Anschläge. Erst am 28. Dezember vorigen Jahres explodierte eine Bombe in einem Reisebus unweit der Pyramiden von Gizeh. Drei vietnamesische Touristen sowie ihr ägyptischer Reiseführer starben.

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