In Göttingen entsteht ein Kinderhospiz für die Region

Die Einrichtung des Göttinger Kinder- und Jugendhospiz „Sternenlichter“ ist auf dem Weg.

Es soll Ende 2020/Anfang 2021 unter dem Dach der DRK-Schwesternschaft Georgia-Augusta seine Arbeit aufnehmen. Bei einer Diskussionsrunde am Donnerstag in Göttingen gab der Kinderhospiz-Förderverein einen Einblick in den bisherigen Planungsstand.

Nach einer Vorab-Standortanalyse sei ein eindeutiger Bedarf für die Regionen Südniedersachsen und Nordhessen ermittelt worden: In einem Radius von 100 bis 150 Kilometern um Göttingen fehle das Angebot eines stationären Kinderhospizes. Die nächsten Einrichtungen liegen für Familien mit schwerkranken und sterbenden Kindern in Tambach-Dietharz (Thüringen), Magdeburg (Sachsen-Anhalt) und Bielefeld (Nordrhein-Westfalen).

„Ein Kind mit einer lebensbegrenzenden Krankheit ist eine Anspannung für die gesamte Familie. Wir wollen einen Ort der Behandlung und der Erholung für die gesamte Familie schaffen“, sagt Nicole Zimmer, Oberin der DRK-Schwesternschaft und 2. Vorsitzende des Fördervereins. Damit das gelingt, soll eng mit einem Netz aus Partnern zusammengearbeitet werden: So sollen unter anderem die Palliativkinderärzte der Kinderklinik Göttingen die ärztliche Versorgung der Kinder und Jugendlichen innerhalb der Einrichtung übernehmen.

Zehn stationäre Betten

Zehn stationäre Betten sollen entstehen, um jährlich Platz für die Betreuung von 180 bis 200 Familien zu gewährleisten. Die laufenden Betriebskosten werden mit rund 1,2 Millionen Euro pro Jahr beziffert. „Fünf Prozent davon müssen durch Spenden finanziert werden“, erklärte Palliativmediziner und Unternehmensberater für Hospizgründung, Dr. Wolfgang Schwarz.

Bauherr der Einrichtung wird die AOK. Beim Standort in Göttingen wollte sich Nicole Zimmer noch nicht in die Karten gucken lassen. Ein Vorvertrag sei geschlossen, der Bauort werde aber erst später bekannt gegeben.

Rubriklistenbild: © Ole Spata/dpa

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