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Sartorius auf Wachstumskurs: Konzern steigerte seinen Umsatz

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Von: Thomas Kopietz

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Sartorius, Sartorius AG, neue Halle beim Familientag.
Sartorius AG © Rampfel

Göttingens größter privater Arbeitgeber, der Pharma- und Laborausrüster Sartorius, bleibt auf Wachstumskurs. Nach vorläufigen Zahlen steigerte der Konzern 2018 seinen Umsatz.

Die Messlatte des Geschäftserfolges hatte die ohnehin strikt auf Profitkurs laufende Sartorius AG im Sommer noch einmal höher gelegt – der Konzern ging trotzdem durchs 2018er-Ziel: Umsatz (plus 13,2 Prozent) und Ertrag (plus 14,7 Prozent) stiegen zweistellig, was sich auch auf die Mitarbeiterzahl positiv auswirkte: Ende 2018 arbeiteten weltweit 8125 „Sartorianer“, 600 mehr als ein Jahr zuvor. Damit verzeichnete der Konzern, der in der biopharmazeutsichen Forschung und Industrie unterwegs ist, einen Gesamtumsatz von 1,57 Milliarden Euro und einen Ertrag von 405 Millionen Euro. 

Das erhöhte die EBITDA-Gewinnmarge um 0,8 Prozent auf 25,9. Der Nettogewinn wuchs von 144 auf 175,6 Millionen Euro, das ist ein Plus von 21,9 Prozent. Für Vorstandschef Dr. Joachim Kreuzburg hat Sartorius damit mit „einer dynamischen Entwicklung seine operative Stärke erneut unter Beweis gestellt“. Man habe die „gute internationale Marktstellung weiter ausgebaut“.

Zahlen aus 2018 sorgen für optimistische Prognose

Mutmacher für eine – trotz schwächerer Konjunkturdaten und „einiger weltwirtschaftlicher Risiken“ optimistische Prognose für 2019 ist die Analyse der vorgelegen 2018er-Zahlen: Sartorius ist in beiden Sparten und auf allen regionalen Märkten gewachsen. Als Treiber nennt Kreuzburg den Markt Amerika und die Sparte Bioprocess Solutions. Die bietet Bio-Medizin-Herstellern von Soft- bis Hardware und Dienstleistungen eine Palette von Technologien an. Das ist auf einem stetig wachsenden Markt gefragt, zumal sich Sartorius stark auf die Wünsche der Kunden hin ausrichtet.

Bioprocess legte beim Umsatz 14,8 Prozent auf gut 1,14 Milliarden Euro und damit noch stärker als erwartet zu. Als Gründe nennt der Konzern eine starke Produktpalette und eine höhere Nachfrage. Der Zukauf von Unternehmen brachte noch einmal einen halben Prozentpunkt Zuwachs. Im Bioprocess-Bereich ist Sartorius zudem stark im Wachstumsmarkt Amerika vertreten. 

Sparte Laborprodukte Sartorius

Die Sparte Laborprodukte die Technologien für Forschungslabore auch im Bereich Lebenswissenschaften anbietet, konnte an ein prima Jahr 2017 anknüpfen, legte nun beim Umsatz um 9,1 Prozent zu, steuerte zum Konzernumsatz 423 Millionen Euro bei. Das gibt Anlass zum Optimismus: Der Umsatz soll 2019 um sieben bis elf Prozent wachsen, die Gewinnmarge auf 27 Prozent klettern. Investieren wird Sartorius aber weniger: Statt 15,2 Prozent in 2018 sollen es nun zwölf Prozent sein. 

Umsatzplus auch bei Bioprozess

Für Bioprocess geht man von einem Umsatzplus von acht bis zwölf Prozent aus, in der Laborsparte von fünf bis neun Prozent. Hemmnisse könnte eine langsamere Wirtschaftsentwicklung in wichtigen Wirtschaftsregionen der Welt sein. Und: Ein ungeordneter Brexit könnte die Lieferketten sowie das Ergebnis laut Kreuzburg „in gewissem Maß beeinflussen“, genaue Prognosen aber seien nicht möglich. Sartorius jedenfalls hat bereits Gegenmaßnahmen getroffen, um die Auswirkungen so gering als möglich zu halten.

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