Gewalttat in Augsburg

Nach Tod von Feuerwehrmann: Polizei spricht über neue Details auf Pressekonferenz

Pressekonferenz zu Tötungsdelikt in Augsburg
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Ein Feuerwehrmann wurde in Augsburg bei einem Streit getötet. Am Nachmittag gaben die Ermittler eine Pressekonferenz.

In Augsburg wurde am Freitag ein Feuerwehrmann bei einem Streit getötet. Die mutmaßlichen Täter konnten zunächst flüchten. Am Nachmittag gab die Polizei eine Pressekonferenz.

  • In Augsburg wurde am Freitagabend ein Feuerwehrmann bei einem Streit getötet.
  • Der 49-Jährige war zusammen mit seiner Frau und einem befreundeten Pärchen in der Stadt unterwegs.
  • Am Montagnachmittag gaben die Ermittler auf einer Pressekonferenz neue Details zu dem Fall bekannt.

15.14 Uhr: Die Pressekonferenz der Polizei ist beendet. Alle Informationen zum Fall finden Sie in unserem Ticker auf Merkur.de*.

15.12 Uhr: Sechs der sieben Verdächtigen haben die deutsche Staatsangehörigkeit, der Haupttäter sei libanesischer Herkunft, sagte Zintl.

15.10 Uhr: Von den nach einer tödlichen Attacke auf einen Passanten in Augsburg Festgenommenen waren einige polizeibekannt. Sie seien mit mehreren Delikten aufgefallen, zwei der Männer auch mit Körperverletzung, sagte der Augsburger Kripochef Gerhard Zintl während der Pressekoneferenz. Nach dem Vorfall am Freitagabend waren auch Jugendbeamte unterwegs, die sich in der Szene gut auskennen. Einen wichtigen Hinweis auf die möglichen Täter bekamen die Ermittler in der Nacht von Samstag auf Sonntag. Die Beamte seien in Clubs unterwegs gewesen und hätten dort auch einen Hinweis erhalten, der sich als sehr vielversprechend und richtig herausgestellt habe, sagte Zintl.

15.07 Uhr: Schläge, die unvermittelt von der Seite kommen, können zum Tode führen, betont Zintl „Es ist ja nicht das erste Mal“, sagt er weiter. 

15.04 Uhr: Nach dem tödlichen Angriff auf den Feuerwehrmann am Freitagabend in Augsburg war die erste Polizeistreife eine Minute nach dem Notruf am Tatort. Die Beamten hätten versucht, den 49 Jahre alten Mann zu reanimieren, „leider erfolglos“, sagte der Augsburger Polizeipräsident Michael Schwald.

14.59 Uhr: „Der Schlag war unvermittelt von der Seite und hat zum Tode geführt“, sagt Zintl weiter.

14.56 Uhr: Jetzt dürfen die Pressevertreter ihre Fragen an die Ermittler richten. „Das zeigt, wie wichtig auch Videoaufnahmen sind“, sagt ein Ermittler auf eine Nachfrage. „Der Schlag war unvermittelt, von der Seite“, heißt es weiter. 

14.51 Uhr: Gegen fünf der sieben Tatverdächtigen ist Haftbefehl erlassen worden. Der leitende Oberstaatsanwalt Rolf Werlitz sagte am Montag, er gehe davon aus, dass auch gegen die beiden anderen Verdächtigen Haftbefehl erlassen werde. Gegen den Hauptverdächtigen werde wegen Totschlags und gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Den übrigen sechs werde Beihilfe zum Totschlag und gemeinschaftlich begangene Körperverletzung vorgeworfen.

14.50 Uhr: “Die Ermittlungen laufen noch“, sagt Rolf Werlitz, der Leiter der Staatsanwaltschaft Augsburg. Die Ermittlungen sind noch nicht vollständig abgeschlossen, auch wenn die Tatverdächtigen verhaftet wurden. Deshalb können auch noch nicht mehr Details an die Presse gegeben können. „Zeugenaussagen gehören mit zu unseren wichtigsten Beweismitteln“, sagt Werlitz weiter, diese müssen erst noch abgeglichen werden.

14.47 Uhr: Videoaufnahmen wurden ausgewertet. Den entscheidenden Hinweis gab es dann in der Nacht von Samstag auf Sonntag. Anschließend wurden die Aufenthaltsorte ermittelt, sechs Personen wurden festgenommen, einer habe sich mit seinem Rechtsanwalt gestellt. Anschließend kam es zu den Vernehmungen, so Gerhard Zintl weiter.

14.43 Uhr: Jetzt spricht der Leiter der Kriminalpolizei. Über Nacht wurde eine 20-köpfige Ermittlergruppe gebildet. Videos sollten gesichtet werden und Zeugen befragt werden. Die Videoüberwachung zeigte, dass zwei Männer auf eine Gruppe junger Männer trafen. Beide Frauen gingen voraus, die beiden Ehemänner hinterher. 

Aus irgendwelchen Gründen hat sich das spätere Opfer umgedreht und ging auf die Gruppe zu. „Dann war er plötzlich umringt von diesen sieben Männern“, sagte Gerhard Zintl, Leiter der Kriminalpolizei. Es gab einen Schlag und der Mann ging zu Boden. Dann wurde auch der zweite Mann attackiert. Der Ablauf dauerte nur wenige Sekunden.

14.37 Uhr: Die Ermittler heben den schnellen Ermittlungserfolg heraus. Die erste Streife war schnell nach der Tat vor Ort und wollte die Tatverdächtigen identifizieren sowie Beweise sichern. „Dieser Erfolg ist ein Ergebnis hochprofessioneller polizeilicher Arbeit“, heißt es auf der Pressekonferenz. Auch bei den Vertretern der Medien bedanken sich die Ermittlern, die Berichterstattung war sachlich geprägt. Die Ermittler berichten aber auch, dass sie in den sozialen Medien Anfeindungen hinnehmen mussten, weil sie nicht sofort Fotos und Details veröffentlicht haben.

„Wir mussten aber auch in den letzten drei Tagen in den sozialen Medien teilweise unerträgliche Anfeindungen entgegen nehmen“, sagte Augsburgs Polizeipräsident Michael Schwald. Den Behörden sei Vertuschung vorgeworfen worden. „Das ist nicht der Fall“, betonte er. „Ich möchte versichern, dass wir überhaupt nichts zu verheimlichen oder zu vertuschen haben.“

14.30 Uhr: Die Pressekonferenz der Polizei beginnt. Zuerst werden sich die Ermittler äußern, anschließend können die Journalisten Fragen stellen.

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Nach Tod von Feuerwehrmann in Augsburg: Staatsregierung denkt über höhere Polizeipräsenz nach

Update von 13.31 Uhr: In einer Stunde beginnt die Pressekonferenz der Polizei. Dort wollen die Ermittler neue Details zum Fall des in der Augsburger Innenstadt getöteten Feuerwehrmannes geben. Die Staatsregierung erwägt derweil eine stärkere Polizeipräsenz in den Innenstädten. Man werde am Dienstag im Kabinett darüber reden, was man noch tun könne, um an der einen oder anderen Stelle die Polizeipräsenz zu verstärken, kündigte Ministerpräsident Markus Söder am Montag vor einer CSU-Vorstandssitzung in München an.

„Wir müssen uns weiter überlegen, wie wir der Gewalt, die in den Innenstädten zunimmt, noch besser entgegenwirken können, sei es durch Polizeipräsenz und durch andere Maßnahmen“, sagte Söder. Innenminister Joachim Herrmann (CSU) ergänzte: „Wir prüfen jetzt auch kurzfristig, die Präsenz der Polizei auf jeden Fall auf den Weihnachtsmärkten, die ja im besonderen Blickpunkt der Öffentlichkeit stehen, in den nächsten zwei Wochen noch einmal zu verstärken.“

Zu der tödlichen Attacke in Augsburg sagte Söder, das sei ein „schlimmes Ereignis“, das alle sehr mitnehme. Man traure mit den Angehörigen. Gleichzeitig herrsche auch Erleichterung über die Festnahme der Verdächtigen. Dabei dankte Söder ausdrücklich der Polizei, er betonte aber auch: „Das zeigt, dass die Videoüberwachung an der Stelle ein ganz wichtiges Mittel ist, um Straftäter zu verfolgen.“

Feuerwehrmann stirbt nach Streit in Augsburg: Polizei kündigt Pressekonferenz an

Augsburg - Am Freitagabend wurde ein Feuerwehrmann in Augsburg bei einem gewaltsamen Streit in der Innenstadt getötet. Der 49-Jährige war zusammen mit seiner Frau und einem befreundeten Pärchen unterwegs, als es zu der Auseinandersetzung mit einer Gruppe von sieben jungen Männern kam. Der Feuerwehrmann starb nach einem Schlag gegen den Kopf noch im Rettungswagen.

Augsburg: Feuerwehrmann bei Streit getötet - Ermittler geben Pressekonferenz

Die sieben jungen Männer waren vom Tatort geflüchtet. Mittlerweile wurden aber alle Tatverdächtigen festgenommen, wie Merkur.de* berichtet. Um 14.30 Uhr wollen die Ermittler in einer Pressekonferenz neue Details zu dem Fall nennen.

Feuerwehrleute aus ganz Deutschland trauern derweil gemeinsam mit den Augsburger Kollegen. „Unser Beruf ist etwas Besonderes, der Zusammenhalt und die Kollegialität sind über die Grenzen unserer Feuer- und Rettungswachen hinaus bekannt. Wir sind in unterschiedlichen Städten tätig, aber uns verbindet der Beruf“, heißt es in einer Pressemitteilung der Deutschen Feuerwehr-Gesellschaft. Als Zeichen der Verbundenheit sollen vor Feuer- und Rettungswachen im ganzen Land heute Abend um 18 Uhr Kerzen entzündet werden.

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Anfang Dezember starb ein Feuerwehrmann bei einer Auseinandersetzung mit einer Gruppe Jugendlicher. Nun hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen drei Personen erhoben.

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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