Sieben Tote

Bangladesch: Fähre mit hunderten Menschen gesunken

Dhaka - Eine Fähre mit hunderten Menschen an Bord ist am Donnerstag in Bangladesch gesunken und hat mindestens sieben Insassen in den Tod gerissen.

Eine Fähre mit mehr als 200 Menschen an Bord ist in Bangladesch in einem Sturm gekentert und gesunken. Sieben Menschen seien am Donnerstag tot aus dem Wasser geborgen worden, sagte Polizeisprecher Ferdaus Ahmed. Der Unfall habe sich auf dem Fluss Meghna in Munshiganj im Süden des Landes ereignet, als ein Sommergewitter die Fähre „M.V. Miraz“ zum Umkippen gebracht habe.

Unter den Toten sind örtlichen Medien zufolge auch eine Frau und ein Kind. Zahlreiche Menschen wurden zunächst noch vermisst. Fotos zeigten Helfer, die Kinder aus dem Hunderte Meter breiten Fluss ans Ufer trugen. Die Polizei machte wenige Stunden nach dem Unglück keine Angaben darüber, wie viele Menschen lebend gerettet werden konnten. Taucher der Feuerwehr und des Zivilschutzes halfen bei der Suche.

Das Schiff war laut Medien auf dem Weg von Sadarghat nach Sureshwar, als es plötzlich in einen schweren Sturm geriet. Es handelte sich demnach um einen sogenannten Nor'wester. Das ist ein von Blitz und Donner begleiteter Gewittersturm, der im April und Mai in Bangladesch auftritt, wenn sich die Luft am Boden besonders schnell erwärmt.

In Bangladesch kommt es immer wieder zu schweren Fährunglücken. Erst vor zwei Jahren starben Dutzende Menschen, als eine Fähre mit einem Frachtschiff zusammenprallte. Ende 2010 waren bei drei Fährunglücken in Bangladesch binnen eines Monats mehr als 160 Menschen gestorben.

dpa

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