Bomben-Anschlag beim Marathon

Martin (8) starb in Boston: Nun spricht der Vater

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Der kleine Martin Richard stand an der Zielgeraden, als die Bombe explodierte.

Boston - Er verlor seinen Sohn beim Bomben-Horror von Boston. Nun sprach zum ersten Mal der Vater des toten Martin Richard. Unterdessen ist eine Belohnung auf entscheidende Hinweise ausgesetzt worden.

Nach dem Tod seines achtjährigen Sohnes beim Anschlag in Boston hat sich zum ersten Mal der trauernde Vater zu Wort gemeldet. „Mein geliebter Martin starb an seinen schweren Verletzungen infolge der Anschläge von Boston“, sagte Bill Richard am Dienstag. Er bestätigte, dass auch seine Frau bei den Explosionen schwer verletzt worden sei und seiner Tochter ein Bein amputiert werden musste.

„Wir danken allen für ihr Mitgefühl und ihre Gebete“, sagte Richards. Zugleich bat er, die Privatsphäre seiner Familie zu achten: „Wir kämpfen weiterhin mit unserer Trauer.“ Richards hatte selbst am Boston-Marathon teilgenommen. Seine Frau und drei Kinder hatten an der Zielgeraden auf ihn gewartet, als die Bomben explodierte. Das dritte Kind blieb unverletzt.

Boston: Die Trauer nach dem Anschlag

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50.000 Dollar Belohnung auf Hinweise

Für Hinweise, die helfen, den oder die Attentäter von Boston zu finden, hat die Feuerwehr unterdessen 50.000 Dollar Belohnung ausgesetzt. Sie richtete außerdem einen Fonds für die Opfer der Bombenexplosionen ein, wie auf einer Pressekonferenz mitgeteilt wurde.

Bomben-Anschlag beim Boston-Marathon

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Bei dem Terroranschlag auf den Boston-Marathon waren am Montag drei Menschen getötet und 176 verletzt worden.

Todesopfer identifiziert

Auch sie musste bei den Explosionen beim Boston Marathon sterben: Die 29 Jahre alte Krystle M. Campbell.

Inzwischen wurde die Identität aller drei Opfer geklärt. Neben dem acht Jahre alten Jungen wurden eine 29 Jahre alte Restaurant-Managerin und eine chinesische Studentin der Boston University. Das teilte die Hochschule am Dienstag auf ihrer Internetseite mit. Nähere Angaben zur Person könnten vorerst nicht gemacht werden, da dafür noch keine Genehmigung der Familie vorliege. Alle drei waren Zuschauer und hatten zusammen mit Freunden oder Verwandten in der Nähe der Zielline gewartet, als die beiden Sprengsätze kurz hintereinander explodierten.

dpa

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