Chemieunfall in Brühl: Mitarbeiter in Lebensgefahr

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Rettungswagen stehen vor der Firma für Sicherheitstechnik in Brühl, in der bei einem Chemieunfall 33 Menschen verletzt wurden.

Brühl/Köln - 39 Menschen sind am Dienstag durch einen Chemieunfall in einem Unternehmen in Brühl verletzt worden, mehrere Angestellte schweben in Lebensgefahr. 

“Es ist ein ätzender Stoff ausgetreten, der die Atemwege verletzten kann“, sagte ein Sprecher der Feuerwehr des Rhein-Erft-Kreises. “Im schlimmsten Fall kann er zu Wasseransammlungen in der Lunge führen, die auch tödlich enden können.“ Von der Chlorbleichlauge, mit der Mitarbeiter des Werks für Sicherheitstechnik Schließzylinder reinigen und veredeln, hatten sich etwa 200 Liter aus zunächst ungeklärten Gründen mit Salzsäure gemischt. Das entstandene Chlorgas hatten die Angestellten in der Werkshalle eingeatmet. Einige der Schwerverletzten schwebten auch Stunden nach dem Vorfall noch in Lebensgefahr. Als Ursache für den Unfall nannte die Polizei menschliches Versagen.

Nachdem die Brandschutzanlage Alarm geschlagen hatte, brachten sich die knapp 300 Mitarbeiter auf einen Sammelplatz in Sicherheit. Die Feuerwehr betrat das Gebäude mit Atemschutzgeräten und maß die Konzentration in der Luft. Notärzte versorgten die Verletzten mit 100-prozentigem Sauerstoff noch an Ort und Stelle und brachten 16 von ihnen in Krankenhäuser. Gegen Mittag hatten die rund 75 Einsatzkräfte die Situation unter Kontrolle. Viele Mitarbeiter kehrten am Nachmittag an ihre Arbeitsplätze zurück. Anwohner waren nicht gefährdet.

dpa

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