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Chinas Corona-Zahlen schnellen hoch: Riesen-Metropole mit 17 Millionen Einwohnern muss in Lockdown

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Von: Patrick Mayer

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Im Lockdown: die Millionenmetropole Shenzhen in China.
Im Lockdown: die Millionenmetropole Shenzhen in China. © IMAGO / Xinhua

Es sind die höchsten Corona-Infektionszahlen seit mehr als zwei Jahren: In China müssen mehrere Großstädte in den Lockdown. Darunter ist auch die Millionenmetropole Shenzhen.

München/Shenzhen – Die Coronavirus-Pandemie* ist zurück in China*. Glaubte das riesige asiatische Land mit seinen rund 1,4 Milliarden Einwohnern das Virus sei besiegt, wurden nun in gleich mehreren Millionen-Metropolen neue Lockdowns verhängt - angesichts der höchsten Corona-Infektionszahlen seit zwei Jahren. Die Zahl der Ansteckungen habe sich innerhalb eines Tages auf fast 3400 verdoppelt, teilten die Behörden mit. Das ist die höchste Zahl an Neuinfektionen seit Februar 2020. Und die hochansteckende Omikron-Variante droht sich in der Volksrepublik trotz der Null-Covid-Politik immer weiter auszubreiten.

Corona in China: 17-Millionen-Metropole Shenzhen ist im Lockdown

Die Behörden bemühen sich um Kontrolle, etwa in der Wirtschaftsmetropole Shenzhen*: Nach ersten Fällen in Shenzhen hatten die Behörden bereits das Geschäftszentrum der Stadt abgeriegelt, dennoch verbreitete sich das Virus weiter. Am Sonntag (13. März) meldeten die Behörden dann 66 neue Infektionsfälle - ein Bruchteil der 32.430 in Hongkong registrierten neuen Fälle.

Doch damit nicht genug: In der Großstadt Jilin im Nordosten Chinas wurde in zahlreichen Vierteln ein Lockdown verhängt, zudem mussten alle Einwohner jeweils sechs Corona-Testrunden absolvieren. Seit Samstag wurden allein aus Jilin mehr als 2200 Neuinfektionen mit der Omikron-Variante des Coronavirus gemeldet. Staatlichen Medienberichten zufolge wurde der Bürgermeister abgesetzt.

Corona in China: 9-Millionen-Stadt Changchun ordnet Lockdown an

In der benachbarten Neun-Millionen-Stadt Changchun hatten die Behörden bereits am Freitag* (11. März) einen Lockdown angeordnet. Auch der dortige Chef der Gesundheitskommission wurde entlassen. Seit Sonntag dürfen auch alle 700.000 Einwohner der Stadt Yanji an der Grenze zu Nordkorea ihre Häuser nicht mehr verlassen.

In Shanghai wurden indes mehrere Wohnanlagen für zwei Tage abgeriegelt sowie eine Reihe von Schulen, Restaurants und Einkaufszentren geschlossen. Wer die Metropole besuchen oder verlassen möchte, braucht einen negativen Corona-Test*.

Im Video: Stress-Test für Chinas Null-Covid-Strategie

Das Coronavirus war Ende 2019 zuerst in China entdeckt worden. Das Land hatte das Infektionsgeschehen mit einer strikten Null-Covid-Politik* auf seinem Gebiet aber recht schnell eindämmen können. Schon beim Auftreten eines einzelnen Infektionsfalls verhängten die Behörden strikte Maßnahmen wie Ausgangssperren, die Abriegelung ganzer Stadtviertel und Massentests.

Trotzdem herrscht in der Volksrepublik die schwerste Corona-Krise seit zwei Jahren, in 18 Provinzen ist das Virus aktiv. Zudem wachsen die Zweifel an der Null-Covid-Strategie. Ministerpräsident Li Keqiang hatte vor einer Woche in seiner Jahresansprache vor dem Nationalen Volkskongress gesagt*, das Land müsse seine Maßnahmen gegen die Epidemie „ständig optimieren“.

Corona in China: Behörden dringen auf mildere Maßnahmen

Vor allem die lokalen Behörden dringen zunehmend auf mildere und gezieltere Maßnahmen zur Eindämmung des Virus. Am Freitag kündigte die staatliche Gesundheitskommission an, zusätzlich zu den üblichen PCR-Tests allen Bürgern Antigen-Schnelltests zur „Selbstkontrolle“ zur Verfügung zu stellen. (pm) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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