Im KZ Dachau umgekommener Kaplan seliggesprochen

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Der im Konzentrationslager Dachau ums Leben gekommene Kaplan Gerhard Hirschfelder wurde am Sonntag im Dom zu Münster seliggesprochen.

Münster - Der Kölner Kardinal Joachim Meisner hat am Sonntag den im Konzentrationslager Dachau ums Leben gekommenen Kaplan Gerhard Hirschfelder seliggesprochen.

Rund 4000 Gläubige verfolgten die Seligsprechungsfeier im Dom zu Münster. Im Auftrag von Papst Benedikt XVI. verlas Kardinal Meisner die päpstliche Urkunde zur Seligsprechung Hirschfelders. Anschließend wurde das Bild des Kaplans im und vor dem Dom enthüllt. Nach Angaben des Bistums war es die erste Seligsprechung im Dom zu Münster.

Hirschfelder hatte sich in der NS-Zeit unter anderem öffentlich gegen die Zerstörung christlicher Symbole gewandt und wurde daraufhin zunächst ins Gefängnis und dann nach Dachau gebracht. Dort starb er im August 1942 im Alter von 35 Jahren.

Meisner hob in seiner Predigt hervor, Hirschfelder sei ein Mensch gewesen, der gegen die Trends seiner Zeit angetreten sei und damit Tapferkeit und Zivilcourage bewiesen habe. Seine Christuserfahrung und seine Verbundenheit mit jungen Menschen hätten ihn alle Vorsicht und Angst vergessen lassen, als er öffentlich gegen die Nazis predigte.

dpa

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