Deutsche sollen Großraum Tokio verlassen

Berlin - Wegen der Atomkatastrophe in Japan rät die Bundesregierung den rund 1.000 verbliebenen Deutschen im Großraum Tokio jetzt offiziell, sich in andere Landesteile in Sicherheit zu bringen oder ins Ausland zu reisen.

Es handele sich um eine “erhebliche Aktualisierung“ der Reisehinweise für Japan, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amts am Mittwoch in Berlin. Teile der deutschen Botschaft sind nach seinen Worten von Tokio nach Osaka verlegt worden, um den Bundesbürgern konsularisch zu helfen.

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Inzwischen gelten dem Sprecher zufolge keine der etwa 100 Deutschen in den vom Erdbeben und dem Tsunami am schlimmsten betroffenen Regionen mehr als vermisst. Am Montag seien 34 Bundesbürger mit einem Bustransport aus dem Krisengebiet nach Tokio gebracht worden. Wie viele Deutsche das Land verlassen haben, kann das Auswärtige Amt nach eigenen Angaben nicht sagen.

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Das Bundesverteidigungsministerium hat nach Worten eines Sprechers eine Vorprüfung eingeleitet, welche Kapazitäten zur Hilfe bei atomaren Katastrophen zur Verfügung gestellt werden könnten. Noch gebe es aber keine Anfrage aus Japan und konkrete Angebote wären verfrüht, sagte der Ministeriumssprecher.

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Regierungssprecher Steffen Seibert ergänzte, ein Hilfsersuchen Japans sei an die Europäische Union gerichtet worden. Es gehe um Sachmittel wie Wassertanks, Decken oder Matratzen. Die EU wolle sich im Lauf des Tages darüber abstimmen.

dapd

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