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Feuer in Italien: In beliebtem Urlaubsort müssen die Menschen ins Meer flüchten

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Von: Lucas Maier

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Flammen Inferno in Italien: An mehreren Orten wüten Brände.
Flammen Inferno in Italien: An mehreren Orten wüten Brände. (Symbolbild) © Aleksander Kalka/IMAGO

Italien erlebt eine Jahrhundertdürre, das Wasser wird knapp und die Brände nehmen zu. In Bibione kam es wohl zu dramatischen Szenen als Urlaubern nur noch die Flucht ins Meer blieb. 

Bibione – Italien kämpft seit Wochen mit einer Jahrhundertdürre. Vor allem in der nördlichen Regionen um den Gardasee und Venetien war die Lage in diesem Sommer bereits sehr schlimm.

In dem gerade bei Deutschen Urlaubern beliebten Ort Bibione kam es in der Folge der Trockenheit zu einem verheerenden Waldbrand. In dem rund 100 Kilometer östlich gelegenen Badeort an der Adria, mussten Touristen ins Meer flüchten, um den Flammen zu entkommen, wie die dpa berichtet.

Dürre in Italien: In vielen Regionen wurde bereits der Notstand verhängt

Aufgrund der Trockenheit in Italien hat sich die Regierung um Mario Draghi dazu gezwungen gesehen, den Notstand in mehreren Regionen auszurufen. Bibione befindet sich in der Region Venetien, auch dort wurde der Notstand bereits verhängt.

Der Notstand gilt in jeder der betroffenen Regionen bis zum 31. Dezember 2022, wie das Auswärtige Amt schreibt. Durch den Notstand können einfacher Hilfsgelder in Anspruch genommen werden. In einigen Gebieten wurde bereits das Trinkwasser rationiert.

Feuer in Urlaubsort: In Italien bleib nur noch die Flucht ins Meer

In Bibione brach der Brand am Freitagnachmittag (15. Juli) aus, wie die dpa berichtet. Touristen, die sich am Strand aufgehalten hatten, blieb nur noch die Flucht ins Meer. Hier mussten sie von der Küstenwache gerettet werden.

Gegen das Feuer kämpften mehrere Feuerwehren, es wurde unter anderem ein Löschhubschrauber eingesetzt. Wie viele Menschen vor den Flammen geflüchtet sind, ist derzeit nicht bekannt. „Wir hoffen, dass es nicht in den kommenden Stunden widerrufen wird, aber es sollte keine Vermissten geben“, sagte der stellvertretende Bürgermeister von San Michele al Tagliamento, Pierluigi Grosseto, der Nachrichtenagentur Ansa.

Kampf den Flammen: In vielen Regionen muss Italien gegen Brände vorgehen

In Bibione wird die Brandursache derzeit ermittelt, wie es von dpa heißt. In Italien brennt es derzeit jedoch an mehr Stellen. Der wohl größte Brand der letzten Tage befindet sich im norditalienischen Trentino. Auf rund 70 Hektar lodern hier die Flammen in einem Waldgebiet der Gebirgsregion. 90 Feuerwehrleute und zwei Hubschrauber sowie zwei Löschflugzeuge sind hier gegen den Brand im Einsatz.

Aber auch weiter südlich in Italien brennt es. Auf Sizilien und Sardinien sind die Löscharbeiten in vollem Gange. Auch hier werden Löschflugzeuge eingesetzt. In der Toskana kam es ebenfalls zu einem Brand in einem Olivenhain. Das Auswärtige Amt geht davon aus, dass auch für die Region Toskana bald der Notstand verhängt werden könnte. Aufgrund der Wasserknappheit in Italien wurde zuletzt davor gewarnt, dass es auch zu einem Produktionsstopp bei Käse kommen könnte. (Lucas Maier)

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