Gefährlicher Mafia-Boss auf Sizilien gefasst

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Mafioso Gerlandino Messina ließ sich widerstandslos festnehmen.

Agrigent - Den italienischen Mafiajägern ist am Wochenende erneut ein bedeutender Schlag gegen das organisierte Verbrechen gelungen.

Sondereinheiten der Carabinieri konnten am Samstag auf Sizilien den gefährlichen Mafioso Gerlandino Messina festnehmen. Er galt als junger Aufsteiger in der Führung der sizilianischen Cosa Nostra.

Die Fahnder überraschten den mit zwei Pistolen bewaffneten Messina in einem zweistöckigen Wohnhaus in Favara bei Agrigent, berichteten italienische Medien. Er hatte sich dort einen versteckten Bunker mit allem Komfort eingerichtet. Messina ließ sich wortlos festnehmen.

Der 38-Jährige ist der Anführer der Agrigenter Mafia und wurde vom italienischen Innenministerium in Rom auf der Liste der 30 gefährlichsten gesuchten Verbrecher geführt. Ihm werden laut Innenministerium unter anderem mehrere Morde zur Last gelegt. Nach Messina wurde mit einem internationalen Haftbefehl gefahndet. Im Gegensatz zu anderen gesuchten Bossen war er auf Sizilien geblieben.

Nach der Festnahme des Agrigenter Clan-Chefs Giuseppe Falsone vor vier Monaten in Marseille hatte der noch junge Mafia-Boss Messina in der Region das Heft in die Hand genommen. Die Clans von Agrigent im sizilianischen Süden seien die derzeit gefährlichsten und brutalsten der Cosa Nostra, urteilten die Behörden. Italiens Regierungschef Silvio Berlusconi würdigte die Festnahme Messinas als einen erneuten großen Erfolg im Kampf des Landes gegen das organisierte Verbrechen.

dpa

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