Urteil: Hundewelpen töten ist keine Kunst

Berlin - Mit Trauermusik, Meditation und Gong sollten in Berlin zwei Hundewelpen mit einem Kabelbinder getötet werden. Das Verwaltungsgericht verbot die provozierende Kunstaktion jetzt.

Die für Montag geplante Veranstaltung im Spandauer Volkstheater falle nicht unter die Kunstfreiheit, teilte das Gericht am Freitag zu dem Eilbeschluss mit. Die grausame Tötung der Hundewelpen sei auch nicht als Protest zulässig (Beschluss der 24. Kammer vom 24. April 2011, VG 24 L 113.12).

Unter dem Motto „Der Tod als Metamorphose“ wollte die Antragstellerin laut Gericht darauf hinweisen, dass ausgediente Schlittenhunde in Alaska und leistungsschwache Jagdhunde in Spanien auf gleiche Weise zu Tode stranguliert würden. Sie hatte argumentiert, Verstöße gegen das Tierschutzgesetz seien gerechtfertigt, da das Grundgesetz die Kunstfreiheit garantiere.

dpa

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