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Anschlag in Hanau: Unbekannte zünden Autos von Vater des Attentäters an

Unbekannte haben nach dem Anschlag von Hanau zwei Autos in Brand gesteckt, die dem Vater des Attentäters gehörten. 

  • Anschlagin Hanau: Tobias R. tötet zehn Menschen und sich selbst
  • Attentäter trainierte vor dem Anschlag in der Slowakei
  • Unbekannte zünden in Hanau die Autos seines Vaters an

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+++ 06.04.2020, 12.26 Uhr: Unbekannte haben zwei Autos niedergebrannt, die dem Vaters des Attentäters von Hanau Tobias R. gehörten. Das teilte ein Sprecher der Polizei Südosthessen mit. Demnach waren die Autos in der Helmholtzstraße im Stadtteil Kesselstadt abgestellt gewesen.

Das Feuer sei in der Nacht zum Sonntag (05.04.2020) an einem der beiden Autos gelegt worden und dann auf den zweiten Wagen übergesprungen. Eines sei stillgelegt gewesen, das andere zugelassen. Der Anruf bei der Rettungsleitstelle ging kurz nach Mitternacht ein. Die Feuerwehr konnte das Feuer nach eigenen Angaben mit 15 Einsatzkräften schnell löschen, verletzt wurde niemand.

Anschlag von Hanau: Brandstiftung an Autos des Vaters

Die Polizei geht von Brandstiftung aus. Das Motiv für den Brandanschlag in Hanau sei unklar, einen politischen Hintergrund schlossen die Ermittler zunächst nicht aus, weshalb neben Brandexperten auch der Staatsschutz ermittle. Zeugen sind gesucht. Wer Hinweise geben kann, kann sich an die Telefonnummer 06181/100-123 wenden. 

Bei seinem rechtsextremistischenAnschlag hatte Tobias R. am 19. Februar in Hanau neun Menschen mit ausländischen Wurzeln erschossen. Später wurden der 43-Jährige und seine Mutter tot in ihrer Wohnung gefunden. Der Vater war unverletzt. Er gilt bei den Ermittlungen als Zeuge, nicht als Beschuldigter. 

Anschlag in Hanau: Attentäter trainierte mit Ex-Militärs im Ausland

+++ 03.04.2020, 15.31 Uhr: Bevor Tobias R. beim Anschlag in Hanau zehn Menschen tötete, soll er zweimal an Gefechtsübungen mit ehemaligen Militärs in der Slowakei teilgenommen haben. Diese wurden von einer privaten Sicherheitsfirma organisiert. Das berichtet „Spiegel Online“.

Anschlag in Hanau: Tobias R. soll Schießtraining gemacht haben

Der Attentäter von Hanau soll demnach im vergangenen Jahr mindestens zweimal Schießtrainings absolviert haben. Als Ausbilder fungierten dabei Ex-Militärs und Spezialeinsatzkräfte. Als Antrieb von Tobias R. vermuten Polizeipsychologen dem Bericht zufolge dessen Wahnvorstellungen über eine vermeintliche Geheimorganisation, die ihn angeblich überwache. 

+++ 02.04.2020, 20.38 Uhr: Hanau kann in der Corona-Krise keine angemessene kollektive Trauerarbeit nach dem Anschlag vom 19. Februar leisten. „Wir sind von einer Extremsituation direkt in die nächste gefallen. Auch wenn die Corona-Pandemie eine weltweite Krise ist, sind wir Teil davon, und die aktuellen Probleme überlagern alles andere in unserer Stadt“, sagte OB Claus Kaminsky am Donnerstag (02.04.2020) 

Anschlag in Hanau: Kontaktverbot für Opferfamilien ungleich härter

Das Kontaktverbot bedeute für die trauernden Familienangehörigen und Freunde der Opfer eine kaum nachzufühlende Herausforderung. „Die Familien der Getöteten werden davon ungleich härter getroffen, denn ihnen fehlt jetzt die Chance des kollektiven Trauerns und damit der Trost, der sich aus körperlicher Nähe und persönlicher Anteilnahme ergibt“, sagte Kaminsky weiter. 

Vertagt werden musste eine für April angesetzte Sitzung mit den Angehörigen der Opfer, bei der über eine Gedenkstätte gesprochen werden sollte. 

+++ 31.03.2020, 15.29 Uhr: WDR, NDR und „Süddeutsche Zeitung“ hatten am Wochenende unter Berufung auf das Bundeskriminalamt (BKA) berichtet, dieses schätze den Anschlag von Hanau mittlerweile nicht mehr als rechtsextrem ein. Am Dienstag (31.03.2020) äußert sich Holger Münch, Präsident des BKA, auf Twitter zu den Medienberichten. „Das BKA bewertet die Tat als eindeutig rechtsextremistisch. Die Tatbegehung beruhte auf rassistischen Motiven“, schreibt Münch auf Twitter. Damit stellt er klar, dass das BKA den Anschlag von Hanau weiterhin für rassistisch motiviert hält.

+++ 30.03.2020, 16.21 Uhr: Ermittler des Bundeskriminalamts (BKA) stufen den Anschlag von Hanau wohl nicht als Tat eines Rechtsextremisten ein. Tobias R. habe seine Opfer ausgewählt, um größtmögliche Aufmerksamkeit für seinen Verschwörungsmythos von der Überwachung durch einen Geheimdienst zu erlangen. 

Anschlag in Hanau: BKA nennt neue Details

Eine typisch rechtsextreme Radikalisierung habe er dagegen nicht durchlaufen. Rassismus sei nicht der dominierende Aspekt in R.'s Weltanschauung gewesen. Das berichten WDR, NDR und „Süddeutsche Zeitung“ unter Berufung auf die Einschätzung des BKA. Ein Sprecher der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe wollte dies zunächst nicht kommentieren. Den Medien zufolge soll die Einschätzung zu R. in einen Abschlussbericht einfließen, an dem derzeit gearbeitet werde. Die polizeilichen Ermittlungen zum Anschlag in Hanau dauern an.

Generalbundesanwalt Peter Frank hatte die Ermittlungen noch in der Nacht des Anschlags übernommen. Zu diesem Zeitpunkt hatte es geheißen, es gebe „gravierende Indizien für einen rassistischen Hintergrund der Tat“. Nun kamen die Ermittler laut dem Medienbericht zu dem Schluss, dass Tobias R. sich vor allem in Verschwörungsmythen rund um Geheimdienste hineingesteigert und an Paranoia gelitten habe. Nachbarn und Bekannten sei R. nicht durch rassistische Äußerungen aufgefallen. Es seien auch keine Hinweise darauf gefunden worden, dass er sich mit rechter Ideologie oder mit Rechtsterroristen und deren Taten beschäftigt habe.

Anschlag in Hanau: „Unerträgliche“ Äußerungen im Netz 

+++ 10.03.2020, 07.19 Uhr: Nach dem rassistischen Anschlag von Hanau ist nach einem Bericht der Verlagsgruppe Rhein-Main eine Vielzahl von Ermittlungsverfahren eingeleitet worden wegen befürwortender Kommentare im Internet. Die Zentralstelle zur Bekämpfung der Internet- und Computerkriminalität habe 84 Verfahren angestrengt, sagte der Frankfurter Generalstaatsanwalt Helmut Fünfsinn. 

Fünfsinn nannte die sympathisierenden Äußerungen im Netz in dem Interview „unerträglich“. Allerdings werde man die Tatverdächtigen nur in einigen wenigen Fällen identifizieren können, gab er zu bedenken. „Die fehlende Vorratsdatenspeicherung wirkt sich zweifelsohne negativ auf die Arbeit der Strafverfolgungsbehörden aus.“ 

+++ 05.03.2020, 17.17 Uhr: Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat einen Tag nach der zentralen Trauerfeier für die Opfer des Anschlags von Hanau schnelle und unbürokratische Hilfe für die Hinterbliebenen angekündigt. Man wolle nach der sehr berührenden Trauerfeier „nicht zur Tagesordnung übergehen“, betonte der Politiker. Diese Bitte hätten auch die Opferfamilien geäußert. Bei einem Treffen mit Vertretern der Hanauer Opferverbände ging es am Donnerstagnachmittag (05.03.2020) in der Staatskanzlei in Wiesbaden darum, wie diese Unterstützung konkret aussehen könnte. Beispielsweise sollen die Familien eine finanzielle Hilfe bekommen. 

Anschlag in Hanau: Bouffier sagt Familien Hilfe zu

+++ 22:30 Uhr: Die Trauerfeier wurde auf dem Marktplatz und dem Freiheitsplatz übertragen. Laut eines Polizeisprechers verfolgten an beiden Orten rund 2000 Menschen die Gedenkfeier unter dem Motto "Die Opfer waren keine Fremden!".

+++19:26 Uhr: „Die Opfer waren keine Fremden“. Um kurz vor halb acht endet die Trauerfeier für die Terroropfer von Hanau. Die Angehörigen verlassen zuerst den Saal, dann folgen alle anderen Anwesenden. Die allgemeine Anteilnahme auf den Plätzen und im Saal wird von den Anwesenden als unglaublich groß beschrieben. „Hanau steht zusammen.“

+++19:21 Uhr: „Imagine“, ein Klassiker von John Lennon, bildet den musikalischen Abschluss der Trauerfeier in Hanau. Das Lied wurde speziell für diesen Anlass etwas umgeschrieben. “And the world will live as one.“

Währenddessen werden die Namen der Opfer groß auf eine Leinwand projiziert. 

+++ 19:10 Uhr: Die Familienangehörigen legen zusammen mit den Gästen aus der Politik weiße Rosen vor einem Windlicht ab zum Gedenken an die verstorbenen Opfer des Anschlags. Bundeskanzlerin Merkel verbeugt sich vor der Tafel mit den Namen der Toten.

Die Kanzlerin hat auf der Trauerfeier nicht gesprochen, weil es das Protokoll nicht vorsieht. Sind Bundespräsident und Kanzlerin auf einer Veranstaltung, spricht nur das Staatsoberhaupt.

Trauerfeier nach Anschlag: „Ganz Hanau hat geweint“

+++19:04 Uhr: Saida Hashemi, Schwester von Said Nesar Hashemi, spricht unter Tränen in Hanau. “Er war dabei, seine Prüfung zum staatlich geprüften Techniker abzuschließen“, erzählt sie. „In der Tatnacht haben wir mehrere Stunden gewartet, bis wir Gewissheit hatten, was mit unseren Kindern, Brüdern, Schwestern, Eltern passiert ist. In diesem Moment hat ganz Hanau geweint.“

Doch Trauer war nicht die einzige Emotion, die sie damals verspürt habe. Sie spricht von einer Enttäuschung über die Fake-News, die in Bezug auf ihren Bruder kursierten: Unter anderem, dass er afghanisch gewesen sei. „Er war schon immer deutscher Staatsbürger“, stellt sie noch einmal klar, „er war schon immer Hanauer.“  Sein Auto-Kennzeichen habe er der Stadt gewidmet.

Ihr anderer Bruder sitzt in der ersten Reihe der Trauerfeier. Er hat den Angriff in der Tatnacht verletzt überlebt.

+++ 18:48 Uhr:  Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat jetzt das Wort ergriffen bei der Trauerfeier für die Opfer des Anschlags. Er spricht unter anderem von einem Hass, der sich immer weiter ausbreitete. In diesem Klima müsse sich die Hetze nicht mehr verstecken, in diesem Klima könnten Terroristen zur Waffe greifen und morden.

„Ja, es gibt Rassismus in unserem Land und das nicht erst seit einigen Wochen. Ja, es gibt Muslimfeindlichkeit“, so der Bundespräsident. Auch er thematisiert die Demokratie, die nicht nur lebe, weil sie im Grundgesetz stehe, sondern weil sie gelebt werde.

Trauerfeier nach Anschlag in Hanau: Angehörige fordert Aufklärung

+++ 18:43 Uhr: Ajla Kurtovic, die Schwester von dem jüngsten Opfer von Hanau, Hamza Kurtovic, spricht im Congress-Park. „Ich will, dass wir uns alle von Hass abgrenzen“, sagt sie, sie empfinde keinen Hass. Sie erinnert an das fröhliche Wesen ihres Bruders, dessen Lächeln sie jetzt nie wieder sehen würde. „Sorgen Sie, sehr geehrte Politiker, dass die Umstände dieser Tat restlos aufgeklärt werden.“

+++ 18:35 Uhr: „Dieser Anschlag ist auch ein Anschlag auf unsere Art zu leben, auf unsere Freiheit“, mit diesen Worten wendet sich Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier an die circa 650 Menschen im Congress-Park. Auch er betont die Notwendigkeit der Gesellschaft, sich gegen Rassismus aufzustehen.

+++ 18.24 Uhr: Kemal Kocak hat in der Nacht am 19. Februar mehrere Freunde verloren in der Shisha-Bar. Er hält die zweite Rede an diesem Abend. Er appelliert daran, die Opfer nicht zu vergessen und die Stimme gegen Rassismus zu erhöhen. Kocak führte den Kiosk, in dem in der Tatnacht vier Opfer starben.

+++ 18:20 Uhr: “Wir sind mehr und wir sind stärker als euer Hass.“ OB Kaminsky findet deutliche Worte in seiner Rede auf der Trauerfeier für die Opfer des Anschlags.  „Die wehrhafte Demokratie muss endlich ihr wehrhaftes Antlitz zeigen und sich wehren.“

Trauerfeier nach Anschlag in Hanau: Cassandra Steen singt

+++ 18:11 Uhr: Bürgermeister Claus Kaminsky hält die erste Rede auf der Trauerfeier für die Opfer des Anschlags und verliest am Anfang deren Namen. Er wendet sich an ihre Angehörigen. „Wir wollen ihnen deutlich zeigen, dass sie in dieser kaum erträglichen Situation nicht alleine stehen.“ Kaminsky betont, dass die Getöteten keine Fremden waren.

Er dankt den vielen freiwilligen Helfern, Ehrenamtlichen und Einsatzkräften, die mit ihrem unermüdlichen Schaffen ihre Solidarität gezeigt haben.

+++ 18:05 Uhr: Sängerin Cassandra Steen eröffnet die Trauerfeier in Hanau mit dem Lied „Gebt mir mein Leben zurück“.

+++ 18.00 Uhr: Die Trauerfeier #hanaustehtzusammen im Brüder-Grimm-Saal in Hanau beginnt, der Saal ist mittlerweile vollständig gefüllt und still. Auch auf den Plätzen in Hanau, wo die Leinwände die Trauerfeier übertragen werden, sind voll. 

+++ 16.24 Uhr: Nach dem Anschlag in Hanau mit elf Toten findet heute um 18 Uhr die zentrale Trauerfeier statt. Neben Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Ministerpräsident Volker Bouffier und dem Hanauer Oberbürgermeister Claus Kaminsky kommen dort auch die Schwestern von zwei Opfern und eine Freund von zwei Opfern zu Wort.

+++ 14.14 Uhr: Die Kurdische Gemeinde Deutschland (KGD) wurde offenbar erst nach einem Protest der Gemeinde zur Trauerfeier am Mittwochabend eingeladen. Das berichtet die „Hessenschau“. Demnach waren Vertreter der KGD trotz Anfrage zunächst nicht geladen. Nach einer Protestnote, in der die Gemeinde „fehlende kulturelle Sensibilität“ beklagte, erfolgte demnach eine Einladung durch die Staatskanzlei

Anschlag in Hanau: Gedenkstätte für Opfer soll eingerichtet werden

Vier Opfer des Anschlags in Hanau waren kurdischer Herkunft. Staatskanzlei-Chef Michael Bußer sagte dem HR auf Nachfrage, man wolle bei der Trauerfeier den Angehörigen der Opfer den meisten Raum einräumen.

+++ 04.03.2020, 09.45 Uhr: Nach dem rassistischen Anschlag in Hanau soll eine Gedenkstätte für die Opfer eingerichtet werden. Die Angehörigen fordern, die Opfer des Anschlags nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Wichtig sei ihnen auch die lückenlose Aufklärung der Geschehnisse. 

Anschlag in Hanau: Große Verkehrsbehinderungen bei Trauerfeier

+++ 03.03.2020, 11.10 Uhr : Nach dem Anschlag in Hanau werden bei der zentralen Trauerfeier am Mittwoch auch Vertreter der Angehörigen eine Rede halten. „Die Opfer waren keine Fremden!“ ist eine zentrale Botschaft, die das Gedenken prägt.

+++ 03.03.2020, 08.26 Uhr: Die zentrale Trauerfeier in Hanau für die Opfer des Terror-Anschlags wird zu erheblichen Verkehrsbehinderungen* in der Innenstadt führen. Die Stadt Hanau rät daher dringend, auf Autofahrten in die Innenstadt zu verzichten. Sie schlägt Alternativen vor, wie die Trauerfeier am besten zu erreichen ist. Erwartet werden unter anderem Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) erwartet

Anschlag in Hanau: Trauerfeier für Opfer auf dem Marktplatz

+++ 17.50 Uhr: Rund 4500 Menschen haben nach dem rassistischen Anschlag in Hanau zwei weiteren Todesopfern bei einer Trauerfeier die letzte Ehre erwiesen. Der Hanauer Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) hielt auf einer Bühne am Rande des Marktplatzes eine Trauerrede. Er betonte, dass die beiden erschossenen keine Fremden, sondern gut integrierte „Hanauer Buben“ gewesen sein.

+++ 15.55 Uhr: Nach dem Anschlag in Hanau hat die Trauerfeier* für zwei weitere Todesopfer begonnen. Das Gedenken startete auf dem Marktplatz vor dem Rathaus mit einem Totengebet. Anschließend sollten die beiden Opfer in einem Trauerzug zum Hauptfriedhof gebracht und dort auf einem muslimischen Gräberfeld beigesetzt werden.

Anschlag in Hanau: #BriefefürHanau sollen Angehörige trösten

+++ 14. 23 Uhr: Damit die Opfer des Anschlags in Hanau nicht so schnell in Vergessenheit geraten, hat eine 23-Jährige aus Erfurt eine Aktion für die Angehörigen ins Leben gerufen. Nach Angaben der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) will die junge Frau den Trauernden aufmunternde Botschaften per Post zukommen lassen.

Die Aktion heißt #BriefefürHanau. Sie ist auf Twitter zu sehen und wurde unter anderem von der EKHN weiterverbreitet. Die Briefe sollen an den Magistrat der Stadt Hanau gesandt werden.

Anschlag in Hanau: Attentäter hatte sich Waffe nur geliehen

„Mit der Aktion ‚Briefe für Hanau‘ wollen wir den Angehörigen zeigen, dass sie nicht alleine sind. Dass viele Menschen aus ganz Deutschland an sie denken“, sagte die 23-Jährige laut einer Pressemitteilung der EKHN. Die junge Frau kommt den Angaben zufolge aus einer evangelischen Familie und absolviert in Thüringen ein Freiwilliges Ökologisches Jahr.

+++ 08.08 Uhr: Der Todesschütze von Hanau soll sich vor seinem rassistischen Terroranschlag eine Pistole bei einem Waffenhändler geliehen haben. Der Spiegel berichtete, die Kriminalbeamten hätten im Auto von Tobias R. eine Czeska 75 Shadow, Kaliber neun Millimeter gefunden, die sich der Sportschütze etwa zwei Wochen vor der Tat legal besorgt habe. Das Nachrichtenmagazin zitierte auch anonym den Waffenhändler, der sagte, der spätere Attentäter habe auf ihn „völlig normal“ gewirkt. Er habe keinen Grund gesehen, Tobias R. die Waffe nicht zu geben. 

Anschlag in Hanau: Zwei weitere Opfer werden beigesetzt

+++ 28.02.2020, 7.54 Uhr: Heute werden in Hanau zwei weitere Opfer des rassistischen Anschlags in Hanau beerdigt. Um 15 Uhr beginnt auf dem Marktplatz ein Gebet, danach werden die beiden türkischstämmigen Opfer in einem Trauerzug zum Hauptfriedhof gebracht, wo sie zu Grabe getragen werden. Die Stadt Hanau rechnet mit vielen Trauergästen. Schon bei den vorherigen Beisetzungen von Anschlagsopfern hatten sich Hunderte Menschen zu den Trauerbekundungen versammelt.

+++20.30 Uhr: Die zentrale Trauerfeier nach dem Anschlag in Hanau wird live im Fernsehen übertragen. Der Hessische Rundfunk überträgt zudem die gesamte Trauerfeier live, sodass sie auch im Fernsehen und online als Live-Stream mitverfolgt werden kann. Die Veranstaltung wird erhebliche Auswirkungen auf den Verkehr in der Innenstadt haben – entsprechende Planungen laufen unter Hochdruck. Fest steht: Der Schlossplatz, die Heinrich-Bott-Straße und der Fronhof sind an diesem Tag aus Sicherheitsgründen komplett gesperrt.

+++18.31 Uhr: Ausgerechnet der rechtspopulistische AfD-Politiker André Poggenburg kam für einen Besuch nach Hanau*, um der Opfer des rassistischen Anschlags „zu gedenken“. Das blieb nicht ohne Widerspruch in der Stadt.

Anschlag in Hanau: Tobias R. hatte noch 350 Patronen in Reserve 

+++15.58 Uhr: Nach dem Anschlag in Hanau wurde im Innenausschuss des Bundestages auch bekannt, wie viel Munition der Todesschütze noch mit sich führte. Die Polizei fand nach Angaben von Teilnehmern der Sitzung drei Schusswaffen: eine lag im Auto, eine bei der Leiche des Attentäters und eine dritte an einem anderen Ort in der Wohnung. 

Wie die Abgeordneten erfuhren, hat der Todesschütze insgesamt 52 Schuss abgegeben. Im Wagen lagen noch 18 weitere Patronen. In einem Rucksack in seinem Zimmer fanden Ermittler darüber hinaus 350 weitere Patronen. 

Anschlag in Hanau: Polizei drang erst nach Stunden in Wohnung des Attentäters ein

+++14.08 Uhr: Nach der Sondersitzung des Innenausschusses in Berlin zum Terroranschlag in Hanau gibt es neue Erkenntnisse: Fünf Stunden vergingen nach dem ersten Schuss beim Anschlag in Hanau, ehe die Polizei in die Wohnung des Attentäters eindrang. Das berichten Teilnehmer der Sondersitzung übereinstimmend - und diese Neuigkeit wirft nun Fragen auf.

Die Grünen kritisieren, dass es so lange gedauert habe, bis die Polizei zugriff. Zuvor hatte Filiz Polat, Innenpolitikerin der Grünen, bereits kritisch hinterfragt, warum der Täter so lange unbehelligt mordend durch die Stadt fahren konnte. Bislang gibt es dazu noch keine Antwort der Bundesanwaltschaft.

Die Tatnacht wurde in der Sondersitzung wie folgt geschildert: Den Angaben zufolge erschoss der Attentäter von Hanau am Mittwoch vergangener Woche (19.02.2020) binnen zwölf Minuten neun Menschen. Er suchte offensichtlich gezielt Menschen mit ausländischen Wurzeln als Opfer aus.

Anschlag in Hanau: Das SEK schlägt um 3.03 Uhr zu

Um 22.10 Uhr sei der Todesschütze dann mit dem Auto zur Wohnung seiner Eltern gefahren. Dort soll sein Auto - nach Auswertung einer Video-Aufnahme und Kennzeichen-Abfrage - um 23.10 Uhr festgestellt worden sein. Wie ein Abgeordneter berichtete, klingelte die Polizei erst - vergeblich - an der Tür. Dann sei eine Drohne losgeschickt worden, um durch das Fenster schauen zu können. Das Spezialeinsatzkommando (SEK) sei um 3.03 Uhr in die Wohnung eingedrungen, berichteten mehrere Teilnehmer der Sitzung übereinstimmend.

Ihren Angaben zufolge lag die Mutter, die zuletzt pflegebedürftig gewesen war, tot im Wohnzimmer. Die Leiche von Tobias R., der für den Anschlag in Hanau verantwortlich gemacht wird, sei am Kellerabgang gefunden worden.

Hinweise über mögliche Mitwisser oder Unterstützer bei dem Terroranschlag in Hanau gebe es bislang nicht, berichteten die Abgeordneten. Allerdings warteten die Ermittler noch auf Auskünfte des FBI zu möglichen Kontakten von Tobias R. während einer Reise in die USA im November 2018.

Anschlag in Hanau: Täter wurde kurz vor Tat kontrolliert

+++12.45 Uhr: Die Sondersitzung des Innenausschusses in Berlin zum rassistischen Anschlag in Hanau bringt neue Erkenntnisse zur Tatnacht (19.02.2020) ans Licht: Der Todesschütze von Hanau war etwa eine Stunde vor Abgabe des ersten Schusses wegen Falschparkens kontrolliert worden. 

Wie Teilnehmer der nicht-öffentlichen Sondersitzung am Donnerstag (27.02.2020) berichteten, stand das Auto des Täters in der Nähe des ersten Tatorts, der Shisha-Bar „Midnight“ am Hanauer Heumarkt. Er habe bei der Kontrolle nicht aggressiv reagiert, erfuhren die Teilnehmer vom Generalbundesanwalt.

Anschlag in Hanau: Innenpolitiker stellen Einsatz der Polizei infrage

+++27.02.2020, 11.55 Uhr: Gut eine Woche nach dem rassistisch motivierten Anschlag in Hanau stellen Innenpolitiker den Einsatz der Polizei infrage: In Berlin kam vor Beginn einer Sondersitzung des Innenausschusses die Frage auf: Warum konnte der Täter so lange ungehindert quer durch Hanau fahren? Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Filiz Polat sagte, sie wolle wissen, wie es sein konnte, „dass der Täter insgesamt eine Stunde Menschen ermordet hat“, ohne dass sich ihm ein Polizist in den Weg gestellt habe.

Abgeordnete der Union wollen zudem prüfen, ob die Vorschriften zur Kontrolle von Waffenbesitzern in den Ländern richtig umgesetzt werden. Der 43-Jährige hatte am Mittwochabend (19.02.2020) vergangener Woche an verschiedenen Orten und auf der Fahrt mit seinem Auto neun Menschen mit ausländischen Wurzeln, seine Mutter und schließlich sich selbst erschossen. Er besaß eine Waffenerlaubnis.

Anschlag in Hanau: Täter suchte Kontakt zu Angela Merkel und BND

+++ 26.02.2020, 12.47 Uhr: Nach dem Terror-Anschlag in Hanau laufen die Vorbereitungen für die zentrale Trauerfeier am 4. März auf Hochtouren. Deshalb sind bisher wenig Einzelheiten bekannt. „Wir stecken mitten in den Vorbereitungen und können noch keine Einzelheiten vermelden. Die Planungen müssen mit vielen Akteuren, Bundes- und Sicherheitsbehörden abgestimmt werden“, sagte Ute Wolf von der städtischen Pressestelle.

Anschlag in Hanau: Termin für zentrale Trauerfeier steht fest

+++ 19.56 Uhr: Die Stadt Hanau hat den Termin für die zentrale Trauerfeier für die Opfer des Terror-Anschlags* am Mittwoch, 19.02.2020, bekannt gegeben. Laut einer Mitteilung wird der gemeinsame Trauerakt des Landes Hessen und der Stadt Hanau am Mittwoch, 04.03.2020, ab 18 Uhr in Hanau stattfinden. Geplant ist laut Mitteilung, dass die Trauerfeier im Congress Park Hanau durchgeführt wird und darüber hinaus wegen der zu erwartenden hohen Teilnehmerzahl auf öffentliche Plätze übertragen wird. 

Abermals werden Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier teilnehmen, die am Tag nach dem Attentat bereits bei einer Mahnwache auf dem Marktplatz gesprochen hatten. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel hat ihr Kommen nach momentaner Planung zugesagt.

„Wenn hochrangige Repräsentanten der Bundesrepublik Deutschland und des Landes Hessens mit uns gemeinsam die Attentatsopfer betrauern, so ist dies eine Würdigung der Opfer. Es drückt die Anteilnahme an der Trauer der Angehörigen aus und zeigt der Stadt- und Zivilgesellschaft in Hanau, dass die Bundesrepublik und unser Bundesland an unserer Seite stehen", sagt Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky.

Anschlag in Hanau: Bundeskanzlerin Merkel zu zentraler Trauerfeier erwartet

+++ 19.17 Uhr: Nach dem Anschlag von Hanau wird die zentrale Trauerfeier möglicherweise kommende Woche stattfinden. Dies teilte die Stadt am Dienstag mit. Ein genauer Termin stehe noch nicht fest, sagte ein Sprecher. Die Abstimmung mit Bund und Land laufe. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) habe mitgeteilt, dass sie teilnehmen wolle. Da aber kein genauer Termin feststehe, gebe es hierfür noch keine Gewissheit, erklärte die Stadt. Auch ein Regierungssprecher in Berlin sagte auf Anfrage, die Planungen seien noch nicht abgeschlossen.

+++15.14 Uhr: Zu dem Anschlag in Hanau kursieren einige Fake News. Wir haben die Falschnachrichten auf ihre Fakten geprüft (Anschlag in Hanau: Fake News verbreiten sich rasant - ein Faktencheck).  

+++25.02.2020, 11.50 Uhr: An der zentralen Trauerfeier für die Opfer des Anschlags in Hanau soll Kanzlerin Angela Merkel teilnehmen. „Es ist ihre Absicht, an der Feier teilzunehmen“, bestätigt Oberbürgermeister Claus Kaminsky gegenüber dem Hanauer Anzeiger. Einen Termin für die Trauerfeier gibt es noch nicht.

+++17.08 Uhr: Nach dem Anschlag in Hanau ist eines der Opfer in Offenbach beigesetzt worden. „Sie ist bei Gott, anders kann es gar nicht sein“, sagte der katholische Geistliche bei der Trauerzeremonie in Offenbach. Und mit Blick auf die Motive des Täters, aber auch die Wut vieler Menschen über das Verbrechen, betonte er: „Wenn wir anfangen zu hassen, dann können wir nicht lieben.“

Anschlag in Hanau: Öffentliche Gebet in Hanau

+++16.38 Uhr: Nach dem Anschlag in Hanau gibt es weiterhin zahlreiche Reaktionen. Model Gina-Lisa Lohfink zeigt sich nach dem Terroranschlag mit elf Toten fassungslos.

+++14.52 Uhr: Nach dem Anschlag in Hanau haben zahlreiche Menschen bei einem öffentlichen Gebet den Opfern des Terroranschlages gedacht. Drei Särge, die in türkische Fahnen gehüllt waren, standen vor einer Bühne, auf der muslimische Geistliche Trauergebete sprachen. Die Särge waren auf einer mit einem grünen Tuch bedeckten Tischreihe aufgebahrt. Viele hundert Menschen hatten sich auf dem zentralen Platz versammelt. Nach Abschluss der Gebete in türkischer Sprache wurden die Särge in bereitstehende Leichenwagen getragen.

Hanau: Vater des Täters muss nach Anschlag in die Psychiatrie

+++14.25 Uhr: Während Trauerfeiern stattfinden und erste Opfer beigesetzt werden, laufen auch die Ermittlungen der Polizei über die Hintergründe des rassistischen Terror-Anschlags in Hanau (Hessen) weiter. Als Zeuge wird dabei auch der Vater des Attentäters, Tobias R. vernommen. Die Bild-Zeitung meldet, dass der 72 Jahre alte Mann aus Hanau in eine Psychiatrie nach Gießen gebracht worden sei. Dort werde er wegen eines erlittenen schweren Schocks behandelt. Beamte des Bundeskriminalamts (BKA) befragen ihn demnach weiterhin. Der Vater sei jedoch weiterhin kein Beschuldigter, sondern Zeuge. 

+++13.32 Uhr: Die Trauerhalle in Offenbach war bei der Beisetzung für eine 35-jährige Frau, die beim Terror-Anschlag in Hanau (Hessen) ermordet wurde, voll besetzt. Zahlreiche Menschen nahmen Abschied von dem Opfer des rassistischen Terror-Anschlags in Hanau. Freunde und Angehörige verabschiedeten sich am geöffneten Sarg von der Frau. 

Anschlag in Hanau: Erstes Opfer in Offenbach beigesetzt

+++13.11 Uhr: Auf dem Neuen Friedhof in Offenbach wurde nach dem Anschlag in Hanau heute Vormittag eines der Opfer beigesetzt. Die 35-jährige Frau soll in der Tatnacht am vergangenen Mittwoch (19.02.2020) in der „Arena Bar“, einem Kiosk mit angeschlossener Shisha-Bar, in Hanau gearbeitet haben und starb durch die Schüsse des Attentäters. Das Lokal am Kurt-Schumacher-Platz im Stadtteil Kesselstadt war der zweite Tatort beim rassistisch motivierten Terror-Anschlag. 

Wie die „hessenschau“ berichtet, sollte bei der Trauerfeier für das Anschlags-Opfer von Hanau auch der Oberbürgermeister der Stadt, Claus Kaminsky (SPD), sprechen. Die 35-Jährige war laut dem Zentralrat Deutscher Sinti und Roma deutsche Staatsbürgerin und Angehörige der nationalen Minderheit der Roma. Sie hinterlässt laut „hessenschau“ zwei Kinder.

Ein 22-jähriges männliches Opfer wird ebenfalls heute in Hanau bestattet: Die Trauerfeier begann um 12 Uhr in der Heinrich-Heine-Schule, die Beerdigung findet um 15.30 Uhr auf dem Hauptfriedhof statt. Auch zu dieser Beerdigung hat sich OB Kaminsky angekündigt.

Terror in Hanau: Zentrale Trauerfeier wohl erst im März

+++12.39 Uhr: Die ersten zwei der Opfer, die beim Terror-Anschlag in Hanau (Hessen) ermordet wurden, werden heute beerdigt. Die zentrale Trauerfeier für die Opfer des rassistisch motivierten Angriffs wird jedoch wohl erst im März stattfinden. 

Es werde erst abgewartet, bis auch das letzte Opfer beigesetzt oder übergeführt sei, sagte eine Sprecherin der Stadt am Montag (24.02.2020). Die große Trauerfeier wird demnach in Abstimmung mit den Angehörigen sowie den Bundes- und Landesbehörden vorbereitet. Einen Termin gebe es noch nicht, so die Sprecherin. Aber in dieser Woche werde die Veranstaltung sicher nicht stattfinden.

+++ 24.02.2020, 12.03 Uhr: Zu dem Anschlag in Hanau kommen neue Details ans Licht. Vermutlich suchte der Täter vor dem Terroranschlag auf zwei Shisha-Bars in Hessen Kontakt zum Bundesnachrichtendienst und der Bundeskanzlerin Angela Merkel. Das berichtet jetzt die Detektei Kurtz, zu der der Täter Kontakt aufgenommen haben soll. Er erhoffte sich von der Detektei Unterstützung bei der Aufdeckung eines von ihm wahnhaft imaginierten Geheimdienstes, erklärte Kanzleiinhaber Patrick Kurtz der FAZ.

Demnach hätte Tobias R. am Telefon erklärt, dass in Deutschland nur Kanzlerin Angela Merkel und der Verfassungsschutzpräsident von der Existenz dieses Geheimdienstes wüssten. Die Kanzlei lehnte den Auftrag ab.

Terror in Hanau: Rosenmontag-Wagen zum Anschlag in Hessen

+++11.30 Uhr: Bei den Umzügen zum Rosenmontagszug mit tausenden Teilnehmern in vielen Karnevals- und Fastnachtshochburgen widmen sich die Wagenbauer auch dem rassistisch motivierten Terror-Anschlag von Hanau (Hessen): Der Kölner Dom vergießt Tränen und hält ein großes rotes Herz in den Händen. Darauf steht: „Uns Hätz schleiht för Hanau“ („unser Herz schlägt für Hanau“).

In Düsseldorf rollt ein politischer Kommentar zum Terror-Anschlag, der vergangene Woche Hanau (Hessen) und ganz Deutschland erschütterte, durch die Straßen. „Aus Worten werden Taten“, steht auf dem Mottowagen, der einen Männerkopf mit hasserfülltem Blick darstellt. Aus dem weit aufgerissenen Mund ragt eine Pistole mit der Aufschrift „Rassismus“. Darunter steht: „NSU +++ W. Lübcke +++ Halle +++ Hanau“.

Der Wagen beim Rosenmontag in Düsseldorf zum Terror-Anschlag.

„Es sind viele Täter“, sagte der Wagenbauer Jacques Tilly dazu am Montag der Presse. „Es ist nicht nur einer, der geschossen hat. Diejenigen, die die Tat mental mit vorbereitet haben, tragen auch Verantwortung". Satire müsse gerade auch die ernsten Themen des Lebens kritisch begleiten, sagte Tilly. „Und Ernsteres als dieses Thema Rechtsterrorismus gibt es im Moment überhaupt nicht.“

Der Kölner Zugleiter Holger Kirsch sagte der Presse: „Mit dem zusätzlichen Wagen gleich zu Beginn des Rosenmontagszuges wollen wir an die Opfer der schrecklichen Tat von Hanau erinnern und zugleich ein Zeichen für Toleranz und Weltoffenheit setzen.“

Anschlag in Hanau: Zwei Opfer werden am Montag beigesetzt

+++08.36 Uhr: Fünf Tage nach dem Anschlag von Hanau werden am Montag zwei der zehn Todesopfer beigesetzt, wie die „hessenschau“ berichtet. Die Familien selbst veröffentlichten Einladungen zu den Beerdigungen. Mercedes Kierpacz wird ab 11 Uhr auf dem Neuen Friedhof in Offenbach beerdigt. „Jeder ist willkommen. Die Tür der Kirche ist offen“, schrieben ihre Hinterbliebenen. Der 22 Jahre alte Ferhad Ünvar wird in Hanau bestattet. Die Trauerfeier beginnt um 12 Uhr in der Heinrich-Heine-Schule. 

+++24.02.2020, 07.00 Uhr: Die Vorstandsvorsitzende der Stiftung gegen Gewalt an Schulen/Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden, Gisela Mayer, hat nach dem rassistischen Anschlag von Hanau Konsequenzen beim Waffenrecht gefordert. „Es war bekannt, dass der Täter psychisch krank war“, sagte sie der Presse: „Außerdem war bekannt, dass er Waffen besaß. Solche Informationen müssen zusammengeführt werden. Denn solche Menschen wird es immer wieder geben. Sie dürfen nicht in den Besitz von Waffen kommen.“ 

Mayer fügte hinzu: „Überdies dürfen Waffen und Munition nie in Privathaushalten aufbewahrt werden.“ Sie könnten immer in falsche Hände gelangen. Auch müssten Waffenbesitzer regelmäßig überprüft werden. Ihr sei „klar, dass das mühsam ist“, sagte Mayer: „Trotzdem muss es sein. Es kann nämlich immer wieder Ereignisse im Leben geben, die jemanden aus der Bahn werfen.“

Anschlag in Hanau: Tausende Menschen gedenken den Opfern

+++17:21 Uhr: „Fast 20.000 Menschen haben in den letzten Tagen allein in Hanau bei Trauermärschen, Kundgebungen und Mahnwachen ein Zeichen des Zusammenhalts gezeigt“, zieht Oberbürgermeister Claus Kaminsky Bilanz aus dem vergangenen Wochenende. Tausende Menschen gingen nach dem Terror-Anschlag in Hanau auf die Straßen.*

„Die Stadtgesellschaft hat eindrucksvoll ihre Solidarität und Anteilnahme dokumentiert“, so der OB weiter. Alle Zusammenkünfte seien dem tragischen Anlass angemessen friedlich verlaufen. Kaminsky widerspricht in diesem Zusammenhang explizit der Bewertung des Attentats als fremdenfeindlichen Akt. „Die Opfer waren keine Fremden. Sie waren Teil unserer Stadtgesellschaft.

Anschlag in Hanau: OB Kaminsky zieht Bilanz von den Demos

+++16.25 Uhr: Nach den rechtsterroristischen Morden in einer Shisha-Bar in Hanau hat der hessische AfD-Landtagsabgeordnete Rainer Rahn mit Äußerungen über Shisha-Bars für Empörung gesorgt. Der hessische Grünen-Fraktionsvize Marcus Bocklet sagte der Frankfurter Rundschau: „So eine Äußerung signalisiert Verständnis dafür, gegen Besucher vorzugehen. Das ist geistiges Brandstiftertum.“ 

Anschlag in Hanau: Grünen-Fraktionsvize nennt AfD geistige Brandstifter 

Die Worte belegten, dass AfD-Politiker „geistige Wegbereiter von solchen Taten“ seien. Ähnlich äußerte sich der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD, Günter Rudolph, in der FR. Er bezeichnete solche Äußerungen als „Nährboden“ für Gewalt und fügte hinzu: „Das zeigt, dass die AfD schon ihren Teil der Verantwortung trägt für solche Terroranschläge.“ 

Rahn war in der „FAZ“ mit den Worten zitiert worden: „Shisha-Bars sind Orte, die vielen missfallen, mir übrigens auch. Wenn jemand permanent von so einer Einrichtung gestört wird, könnte das irgendwie auch zu einer solchen Tat beitragen.“

+++15.10 Uhr: Nach dem Mordanschlag von Hanau haben am Wochenende bundesweit Tausende Menschen gegen Rassismus und Rechtsextremismus demonstriert. Im südhessischen Hanau beteiligten sich laut Polizei am Sonntagnachmittag rund 10.000 Menschen an einer Kundgebung und einem Trauerzug von einem der beiden Tatorte zum Markplatz. 

Aufgerufen hatte die Initiative Hanauer Vereine. Bereits am Samstag hatte es in Hanau eine Kundgebung mit nach Polizeiangaben mehr als 6.000 Menschen gegeben, zu dem ein breites Bündnis verschiedener Gruppen aufgerufen hatte. Die Stadt Hanau plant eine zentrale Trauerfeier für die Opfer, die mit den Angehörigen sowie den Bundes- und Landesbehörden vorbereitet werden soll. Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) berief für Montag eine Sondersitzung des Runden Tischs der Religionen ein.

+++13:29 Uhr: Nachdem am Samstag (22.02.2020) bereits das Hessische Landeskriminalamt vor der Verbreitung von Falschinformationen gewarnt hat, schließt sich der Oberbürgermeister von Hanau, Claus Kaminsky den Mahnungen an.

Anschlag in Hanau: Gefahr der Verbreitung in sozialen Medien

Als ein Beispiel dafür nennt er ein Video in den sozialen Netzwerken, das von einem angeblichen Naziaufmarsch in Wolfgang wenige Stunden nach der Mahnwache am Donnerstag Abend berichtete. Sofort wurde im Netz zu Gegendemonstrationen aufgerufen. Tatsächlich aber zeigte das Video einen Zug antifaschistischer Demonstranten in der Leipziger Straße, der unter polizeilicher Begleitung stand.

Außerdem kursieren vor allem auf Twitter eine Vielzahl an Sprachnachrichten von vermeintlichen Augenzeugen, in denen aber definitiv falsche Informationen zum Tathergang gemacht werden. Sogar Kaminsky selbst stand unter Verdacht, von der Zeitung BILD ein Skript bekommen zu haben für das Telefon-Interview in der Tatnacht. „Das ist natürlich völliger Quatsch“, so Kaminsky.

Anschlag in Hanau: Kaminsky warnt vor kursierenden Falschinformationen

+++ 11.58 Uhr: Das Bundeskriminalamt (BKA) hat nach dem mutmaßlich rassistisch motivierten Anschlag von Hanau ein Hinweisportal online gestellt. Um das Tatgeschehen lückenlos aufzuklären, wurden Zeugen gebeten, Videos und Fotos auf dem Portal hochzuladen. Außerdem könnten telefonisch Hinweise unter einer kostenlosen Rufnummer gegeben werden, teilte die Behörde am Sonntag auf ihrer Internetseite mit.

Anschlag in Hanau: Demonstration für Opfer

+++ 23.02.2020, 8.40 Uhr: Vier Tage nach dem mutmaßlich rassistischen Anschlag von Hanau plant ein Bündnis am Sonntag eine weitere Demonstration für die Opfer. Die Initiative Hanauer Vereine will bei einer Kundgebung (14.00 Uhr) und einem Aufzug vom Tatort Kurt-Schumacher-Platz zum Marktplatz der Todesopfer gedenken. Die Veranstalter erwarten rund 3000 Teilnehmer.

Bereits am Samstag hatten rund 6000 Menschen mit einem Zug durch die Stadt der Opfer gedacht. Der Bundestagsabgeordnete der Grünen, Cem Özdemir, hatte zusammen mit Vertretern der Kurdischen Gemeinde Deutschlands einen Kranz niedergelegt.

+++19:54 Uhr: Am Sonntag (23.02.2020) wird eine weitere Demonstration für die Opfer des Terror-Anschlags in Hanau veranstaltet. Die Initiative Hanauer Vereine will bei einer Kundgebung um 14 Uhr der Todesopfer gedenken. Zusätzlich soll es einen Aufzug vom Tatort am Kurt-Schuhmacher-Platz bis zum Marktplatz in Hanau geben. Die Veranstalter rechnen mit etwa 3000 Teilnehmern.

Anschlag in Hanau: Weitere Demonstration am Sonntag

+++18:42 Uhr: Die Polizei und die Veranstalter der Demonstration gegen Hetze und Menschenverachtung in Hanau haben an die 6000 Teilnehmer bei Demo und Kundgebung gezählt. Drei Tage nach dem Terror-Anschlag zeigt sich sowohl die Trauer als auch die Wut bei den Demonstranten. „Wir sind in tiefer Trauer und wir sind wütend“, sagte Newroz Duman, Sprecherin des Bündnisses „Solidarität statt Spaltung“.

Anschlag in Hanau: Tausende demonstrieren in der Innenstadt

Bei dem bunten Umzug durch die Innenstadt von Hanau trugen die Demonstranten Plakate mit Aufschriften wie „Muss erst getötet werden, damit ihr empört seid?“, „Menschenrechte statt rechte Menschen“ oder „Rassismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen“. Immer wieder zeigten Teilnehmer die Bilder der noch jungen Opfer. Die Demonstration ist nach Polizeiangaben friedlich verlaufen.

+++16:14 Uhr: Die Polizei in Hanau zählt mittlerweile rund 3000 Demonstranten, die gegen Hetze und Menschenverachtung demonstrieren. Der Grünen-Politiker Cem Özdemir hat Hanau besucht, um einen Kranz für die Opfer des Anschlags niederzulegen. Es sei schwer, Worte zu finden, sagte er auf dem Hanauer Heumarkt, wo der Attentäter einen Teil der Opfer erschoss. „Es darf keine neue Tat mehr geben!“

Anschlag in Shisha-Bars in Hanau: Gerüchte kursieren im Internet

Währenddessen kursieren im Internet immer mehr Spekulationen und Theorien über den Tathergang des Anschlags aus verschiedenen Quellen. Wie das Hessische Landeskriminalamt mitteilte, gibt es zurzeit keinen Grund, in diesem Zusammenhang von einer akuten weiteren Gefahr auszugehen.

Allen Hinweisen zum Tathergang würden im Rahmen der gemeinsamen Ermittlungen von Hessischen Landeskriminalamt (HLKA) und Bundeskriminalamt (BKA) unter Leitung des Generalbundesanwalt (GBA) akribisch nachgegangen. Das HLKA bittet darum, „jegliche Spekulationen durch ungesicherte Quellen kritisch zu prüfen und diese auf keinen Fall ungefiltert weiterzuverbreiten“.

+++15.36 Uhr: Nach dem Anschlag in Hanau mit elf Toten dringen die Grünen im Bundestag auf einen schnellen Aktionsplan gegen Rechtsextremismus in Deutschland. Zu den Sofortmaßnahmen sollen ein Krisenstab, ein Rassismus-Beauftragter und schärfere Waffengesetze gehören. Grünen-Chef Robert Habeck sagte der „Passauer Neuen Presse“, die AfD solle als Verdachtsfall durch den Verfassungsschutz beobachtet werden.

Derweil demonstrieren in Hanau hunderte Menschen, unter ihnen Angehörige der Opfer, gegen Hetze und Menschenverachtung.

Anschlag in Shisha-Bars in Hanau: Hunderte Menschen demonstrieren

+++22.02.2020, 12.45 Uhr: Am heutigen Samstag (22.02.2020) um 14 Uhr findet in Hanau eine große Demo gegen Menschenverachtung statt. Die Demo startet am Freiheitsplatz in der Hanauer Innenstadt und geht zu den beiden Tatorten am Heumarkt und im Stadtteil Kesselstadt. Die Veranstalter „Solidarität statt Spaltung“ erwarten etwa 2000 Teilnehmer. 

Am Nachmittag um 16 Uhr ist auf dem zentralen Marktplatz in Hanau von einem privaten Veranstalter zudem noch eine Kundgebung geplant. So soll der Opfer der rechtsextremistischen Terror-Attacke gedacht werden.

Wie die Stadt Hanau mitteilt, wird auch am Sonntag (23.02.2020) ein Trauermarsch in Hanau veranstaltet. Die Initiative „Gemeinsam gegen Terror und Rassismus“ ruft dazu auf, um 14 Uhr auf dem Kurt-Schumacher-Platz zusammenzukommen und von dort gemeinsam zum Marktplatz zu ziehen. Dort findet dann eine Abschlusskundgebung statt, an der auch Oberbürgermeister Claus Kaminsky teilnehmen wird.

Nach Anschlag in Hanau: Menschen gedenken der Opfer der Terror-Attacke

+++19.51 Uhr: Auch am Freitag (21.02.2020), knapp zwei Tage nach dem rassistischen Anschlag in Hanau (Hessen), haben wieder viele Menschen der Opfer gedacht. Ein Hanauer Bündnis hat nach der Terror-Attacke ehrliche Solidarität und Einstehen gegen Rassismus gefordert. „Hanau ist die Stadt der Migration“, sagte Newroz Duman vom Bündnis „Solidarität statt Spaltung“ bei einer Kundgebung mit 600 Teilnehmern an einem der Tatorte des Attentats. „Dass so eine Tat in dieser Stadt passiert ist, macht uns alle unfassbar wütend, unfassbar traurig.“

Am Nachmittag haben rund 200 Bürger eine Menschenkette am Brüder-Grimm-Denkmal am Freitagnachmittag am Marktplatz in Hanau (Hessen) gebildet. Zu der Mahnwache aufgerufen hatte der Hamburger Filmemacher und Aktivist Grigorij Richters unter dem Hashtag #WirsindHanau. Kritik wurde dabei ebenfalls zum Ausdruck gebracht*, auch an der Gedenkveranstaltung auf dem Marktplatz am Abend zuvor. 

Ein Initiativenbündnis ruft außerdem für Samstag (22.02.2020) 14.00 Uhr zu einer Großdemonstration gegen rechten Terror und Rassismus als Reaktion auf den Terror-Anschlag vom Mittwochabend auf. Auf der Kundgebung am Freiheitsplatz in der Innenstadt von Hanau (Hessen) sollen Angehörige der Opfer sprechen. Initiiert wurde die Veranstaltung vom Bündnis „Solidarität statt Spaltung“.

Hanau: Attentäter schickte Bekennerschreiben bereits im November

+++16.57 Uhr: Nach dem Anschlag in Hanau (Hessen) gab es bereits gestern Berichte, wonach der Attentäter von, Tobias R., Teile seines Bekennerschreibens bereits im November 2019 an die Bundesanwaltschaft geschickt habe. Generalbundesanwalt Peter Frank, der wegen des Verdachts auf rechten Terror noch in der Nacht auf den Donnerstag die Ermittlungen übernahm, hat dies nun bestätigt. Er sagte, dass damals bei seiner Behörde eine Anzeige des Mannes eingegangen sei, berichtet die Webseite „t-online.de“. 

Das Schreiben aus dem November habe aber keine rechtsextremistischen oder rassistischen Ausführungen enthalten und man habe wegen des Briefes kein Ermittlungsverfahren eingeleitet, erklärte der Generalbundesanwalt demnach. Der Webseite „t-online.de“ liegt nach eigenen Angaben das Schreiben des Täters von Hanau vor. Sie schätzen den Inhalt anders ein: In dem auf den 6. November datierten Dokument beschreibe Tobias R. demnach durchaus detailliert seine Wahnvorstellungen und auch seine rassistische Abneigung gegen Menschen anderer Herkunft. Eine Reaktion auf diese Darstellung gab es von der Bundesanwaltschaft bisher noch nicht.

Anschlag in Hanau: Zwei Opfer wurden in ihren Autos erschossen

+++16.22 Uhr: Bei dem Anschlag in Hanau (Hessen) soll Tobias R. bei seiner Fahrt durch die Stadt zwei der Todesopfer in ihren Autos erschossen haben. Das sagten Behördenvertreter am Freitag in einer Telefonkonferenz Mitgliedern des Innenausschusses des Bundestages, wie Teilnehmer berichteten.

+++15.31 Uhr: Attentäter Tobias R. hat nach ersten Ermittlungen zu dem Anschlag in Hanau* (Hessen) nach derzeitigem Erkenntnisstand mit niemandem über seine Pläne gesprochen. Bislang gibt es keine Hinweise darauf, dass der 43-Jährige vorher „mit anderen Personen geredet oder um Unterstützung gebeten hat“, sagte Generalbundesanwalt Peter Frank am Freitag (21.02.2020). Bei dem Terroranschlag gab es elf Tote, unter den Opfern war auch die Mutter des Täters. Er erschoss sich anschließend selbst.

Anschlag in Hanau in zwei Shisha-Bars: Täter Tobias R. litt an „schwerer psychotischer Krankheit“

+++ 12.22 Uhr: Nach dem Anschlag in Hanau (Hessen) in zwei Shisha-Bars gehen die Ermittler davon aus, dass Tobias R. an einer „schweren psychotischen Krankheit“ litt. Das teilte Holger Münch, Präsident des Bundeskriminalamts, zu dem Terror in Hessen mit.

Die Ereignisse im Überblick: Hanau – Nach dem Anschlag in Hanau (Hessen) steht die Stadt unter Schock. Auch am zweiten Tag nach den Schüssen in zwei Shisha-Bars in der Innenstadt und im Stadtteil Kesselstadt ist die Fassungslosigkeit groß. Der Täter Tobias R. soll insgesamt zehn Menschen erschossen haben. Die meisten Opfer hatten einen Migrationshintergrund.

Terror in Hanau: Anschlag in Shisha-Bars hat rechtsextremistischen Hintergrund

Der Terror in Hanau (Hessen) hat einen rechtsextremistischen Hintergrund*. Tobias R. hat auf seiner Website „eine Art Manifest“ veröffentlicht, das neben „wirren Gedanken“ und „abstrusen Verschwörungstheorien“ vor allem eine „zutiefst rassistische Gesinnung“ aufweise. Das teilte Generalbundesanwalt Peter Frank mit. Er hat die Ermittlungen übernommen.

Der Anschlag in Hanau (Hessen) ereignete sich am Mittwochabend (19.02.2020) gegen 22 Uhr. Tobias R. gab die ersten Schüsse in der Innenstadt ab. Tatort war die Shisha-Bar „Midnight“. Dort tötete er drei Menschen. Anschließend fuhr er zur Arena Sports Bar, einer Shisha-Bar im Stadtteil Kesselstadt. Dort richtete er ebenfalls ein Blutbad an und tötete sechs Menschen. 

Später in der Nacht fand die Polizei Tobias R. tot in seiner Wohnung in Hanau. Dort entdeckten die Ermittler außerdem eine zweite Leiche, bei der es sich um die Mutter des Täters handelte. Der Vater von Tobias R. bleib unverletzt.

Anschlag in Hanau: Terror hat weltweit große Bestürzung ausgelöst

Der Terror in Hanau (Hessen) mit den Schüssen in Shisha-Bars hat weltweit große Bestürzung ausgelöst. Unter den Opfern soll sich eine schwangere Frau befunden haben. Wir berichten in einem Live-Ticker von den neuen Entwicklungen. Alle Ereignisse aus den ersten 24 Stunden vom Anschlag in Hanau finden Sie in unserem News-Ticker.

Von Christian Weihrauch (mit Agenturen)

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Rubriklistenbild: © Ukrinform/dpa

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