Er brauchte Futter

Japaner wird aus Liebe zu Katzen kriminell

Tokio - Ein Katzenliebhaber wurde in Japan aus Liebe zu seinen zahlreichen Tieren zum Einbrecher. Weil der Tierfan Futter für 120 Katzen brauchte, stieg er in Dutzende Häuser ein. 

Aus Liebe zu Katzen ist ein Japaner kriminell geworden. Der 48-jährige Arbeitslose aus Osaka sei in Dutzende Häuser eingebrochen, um an Geld für Katzenfutter zu kommen, berichtete die japanische Tageszeitung „Asahi Shimbun“ am Donnerstag online.

Mamoru Demizu wird verdächtigt, bei 32 Wohnungseinbrüchen Bargeld und Schmuck im Wert von 19 Millionen Yen (134.000 Euro) gestohlen zu haben, wie die japanische Polizei am Donnerstag mitteilte.

Bereits seit Anfang der 90er Jahre kümmerte sich der Geständige um rund 120 Vierbeiner: Neben seinen eigenen 20 Katzen, die er in seinem Haus und einer Lagerhalle hielt, versorgte er weitere 100 herumstreunende Tiere. Vor zwei Jahren begann er damit, zunächst Essensreste an herumstreunende Katzen zu verfüttern. Ein Jahr darauf wurde er arbeitslos. Zunächst habe er mit dem Geld einer Freundin die Tiere weiter gefüttert. „Die Zahl der Katzen, die ich fütterte, nahm stetig zu, bis mir das Geld ausging“, wurde er zitiert. Um sein Hobby weiter zu finanzieren, soll er Ende 2012 begonnen haben, in Häuser einzubrechen.

Täglich um Mitternacht machte sich der Tiernarr bis in die frühen Morgenstunden auf, um die vielen Katzen in der Gegend mit Fisch, Hühnchen und anderen Leckereien zu verwöhnen. Das habe ihn bis zu schlappe 25.000 Yen (180 Euro) am Tag gekostet. „Es war der glücklichste Moment, wenn ich meine Wange an eine Katze schmiegte“, sagte der Japaner den Polizeibeamten nach seiner Verhaftung.

 Was nun aus den Katzen wird, ist nicht bekannt.

dpa/afp

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