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Corona in Deutschland: RKI-Spezialteam erwartet bis zu 800.000 Neuinfektionen pro Tag

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Das RKI prognostiziert Riesen-Zahlen für den Höhepunkt der Omikron-Welle. Die Impfungen stocken dagegen. Der News-Ticker zur Corona-Pandemie in Deutschland.

Dieser News-Ticker ist beendet. Neue Informationen zur Corona-Pandemie in Deutschland finden Sie hier.

Update vom 4. Februar, 14.10 Uhr: Virologen wie Christian Drosten und andere Wissenschaftler bewerten Omikron als Chance für einen Weg aus der Coronavirus-Pandemie. Jetzt liefert auch die WHO eine Einschätzung.

Corona-Pandemie in Deutschland: Gesundheitsminister Lauterbach hält wohl weiter zu RKI-Chef

Update vom 3. Februar, 22.40 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) und dessen Chef Lothar Wieler* stehen nach jüngst eigenmächtigen Entscheidungen in der Coronavirus-Pandemie in der Kritik. Wie die Süddeutsche Zeitung (SZ/hinter einer Bezahlschranke) nun berichtet, soll es zwischen Wieler und Karl Lauterbach (SPD) zwar knirschen. Der Bundesgesundheitsminister - formal Wielers‘ Vorgesetzter - soll eine Ablösung des RKI-Boss aber nicht in Erwägung ziehen.

Update vom 3. Februar, 21.55 Uhr: Polarisierender Beitrag bei Twitter: Ex-Siemens Chef Joe Kaeser lässt auf einem Flug von Berlin nach München seinem Unmut über ebenfalls anwesender CSU-Politiker* freien Lauf. Offenbar mit Blick auf die Coronavirus-Pandemie schreibt der einstige Konzern-Manager in einem Tweet: „Rechne gerade so ungefähr aus, wie viele davon ich mit meiner Einkommensteuer finanziere… Weiß nicht, ob dieses Geld nicht besser ausgegeben werden könnte“, schrieb der 64-jährige Niederbayer in einem zweiten Posting - und nannte als Beispiele: „Für höhere Bezüge von Pflegekräften, Polizist*innen…und viele Menschen, die täglich WIRKLICH für die Bürger da sind.“

Corona-Pandemie in Deutschland: RKI äußert sich zu Omikron-Welle und Infektionen

Update vom 3. Februar, 18.30 Uhr: Es ist nicht mehr lange hin. In rund zwei Wochen, also Mitte Februar, soll der Höhepunkt der Omikron-Welle in der Coronavirus-Pandemie in Deutschland erreicht sein. Das erklären Bundesregierung und wissenschaftliche Experten gebetsmühlenartig.

Ein Team aus Mitgliedern des Robert-Koch-Instituts (RKI) und der Humboldt-Universität Berlin hat nun in einer Modellierung verschiedene Szenarien für besagten Peak der Ansteckungen mit der Omikron-Variante durchgespielt. Demnach würden bereits geringe Kontaktreduktionen für Entlastung sorgen. Und: Das Abflachen der Welle sei letztlich effektiver als der Versuch, sie komplett zu unterdrücken, so die Experten.

Corona-Pandemie in Deutschland: RKI-Team erwartet bis zu 800.000 Neuinfektionen pro Tag

Strikte und kurze Kontaktreduzierungen würden dagegen zu einem sogenannten Rebound-Effekt führen. Heißt: Die Infektionen würden nach erneuter Aufhebung der Maßnahmen entsprechend stark nach oben gehen. Die Modellierung sieht bezüglich der Ansteckungen aber auch konkrete Zahlen vor.

So sei laut dem vorgelegten Expertenpapier bis zum 1. April in Deutschland mit bis zu 16,5 Millionen Omikron-Infektionen zu rechnen. Im Schnitt würden die Corona-Fälle pro Tag auf dem Höhepunkt der Omikron-Welle bei etwa 300.000* liegen. Allerdings ist in dem Papier von einer recht breiten Streuung die Rede. Konkret: Es ist laut der Experten möglich, dass binnen 24 Stunden bundesweit bis zu 800.000 Neuinfektionen mit der Omikron-Variante registriert werden.

Im Fokus: Antigen-Schnelltests auf das Coronavirus.
Im Fokus: Antigen-Schnelltests auf das Coronavirus. © IMAGO / Lobeca

Update vom 3. Februar, 17.20 Uhr: Ein Bündnis aus Hilfs- und Menschenrechtsorganisationen kritisiert Wirtschaftsminister Robert Habeck (Die Grünen) mit Blick auf die Corona-Impfstoffe scharf. Ihm wird vorgeworfen, ein Wahlkampfversprechen zu brechen.

Corona-Pandemie in Deutschland: 334.000 Impfungen am Mittwoch

Update vom 3. Februar, 12.20 Uhr: Obwohl noch immer deutlich weniger Menschen in Deutschland gegen Covid-19 geimpft sind als Kanzler Olaf Scholz es sich vorgenommen hatte, verlaufen die Impfungen weiter schleppend. Zahlen des Robert Koch-Instituts zufolge wurden am Mittwoch 334.000 Menschen gegen das Virus geimpft, davon erhielten fast drei Viertel eine Auffrischungsimpfung. Vor einer Woche war bundesweit noch fast die Marke von 500.000 Impfungen pro Tag geknackt worden. Für Dienstag hatten die Behörden 266.000 Impfungen gemeldet - der Rekord war am 15. Dezember 2021 mit 1,6 Millionen Dosen erzielt worden.

Insgesamt haben 75,9 Prozent der Menschen (63,1 Millionen) eine Erstimpfung erhalten. Das Ziel der Bundesregierung, bis Ende Januar 80 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal gegen Corona zu impfen, war am Montag verfehlt worden. Ursprünglich wollte die Regierung diese Quote bereits bis zum 7. Januar erreichen. Den Grundschutz, für den meist zwei Spritzen benötigt werden, haben 74,2 Prozent (61,7 Millionen) der Gesamtbevölkerung erhalten. Mit einer zusätzlichen Auffrischungsdosis sind insgesamt 44,6 Millionen Menschen (53,6 Prozent) in Deutschland geimpft.

Aktuell sind noch immer 20,1 Millionen Menschen in Deutschland ungeimpft. Das sind 24,1 Prozent der Bevölkerung. Darunter sind auch vier Millionen Kinder unter vier Jahren, für die bisher noch kein zugelassener Impfstoff existiert.

Corona-Pandemie in Deutschland: Stiko spricht sich für Novavax aus

Update vom 3. Februar, 12 Uhr: Nachdem bereits Dänemark und Norwegen die Corona-Regeln erheblich gelockert oder gar aufgehoben haben, zieht nun ein weiteres europäisches Land nach. Obwohl die Zahlen stark steigen.

Update vom 3. Februar, 10.14 Uhr: Die Ständige Impfkommission (Stiko) spricht sich für den Einsatz des Corona-Impfstoffs von Novavax für Menschen ab 18 aus. Der Proteinimpfstoff solle zur Grundimmunisierung mit zwei Dosen im Abstand von mindestens drei Wochen eingesetzt werden, teilte das Expertengremium am Donnerstag mit. Ein entsprechender Beschlussentwurf sei zur Abstimmung an Fachkreise und Bundesländer gegangen, daher seien Änderungen noch möglich.

Stiko: Vierte Impfung für bestimmte Gruppen

Die Stiko spricht sich zudem für eine zweite Corona-Auffrischimpfung für bestimmte Gruppen aus. Für Menschen ab 70 Jahren, Menschen in Pflegeeinrichtungen, Menschen mit Immunschwäche sowie Beschäftigte in medizinischen und Pflegeeinrichtungen soll es eine zweite Boosterimpfung – vierte Corona-Impfung* – geben.

Update vom 3. Februar, 10 Uhr: Die Zahl der Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen scheint momentan stabil zu sein. 2.232 Corona-Patienten müssen derzeit intensivmedizinisch versorgt werden (Vortag: 2.276). Davon werden 1.148 künstlich beatmet. Das geht aus den Daten des DIVI-Intensivregisters am Donnerstag (3. Februar, 10.10 Uhr) hervor.

Vierte Corona-Impfung: Stiko arbeitet an Empfehlung

Update vom 3. Februar, 8.03 Uhr: Kommt jetzt der Booster nach dem Booster? Die Ständige Impfkommission (Stiko) bereitet eine Empfehlung zu einer vierten Impfung gegen Covid-19 vor. „Die jüngsten Daten aus Israel legen nahe, dass eine vierte Dosis eine gewisse Verbesserung beim Schutz vor Infektion und eine deutlichere Verbesserung beim Schutz vor schwerer Erkrankung bewirkt“, sagte der Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens der Funke-Mediengruppe. „Die Stiko wird dazu demnächst eine Empfehlung abgeben.“

Es gehe zum jetzigen Zeitpunkt um eine zweite Auffrischungsimpfung mit den vorhandenen mRNA-Impfstoffen. Mit Blick auf an die Omikron-Variante angepassten Impfstoffe müsse die Kommission dagegen noch auf die Daten aus den klinischen Studien von Moderna und Biontech/Pfizer warten, betonte Mertens.

Söder fordert „konsequente Öffnungsschritte“

Update vom 3. Februar, 6.28 Uhr: Trotz der Rekordinzidenz werden die Stimmen mit Forderung nach Lockerungen lauter. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) drängt auf „konsequente Öffnungsschritte“. Konkret forderte er die bundesweite Abschaffung der 2G-Regel im Handel, die Streichung der Testpflicht in Restaurants und eine Anhebung der Obergrenzen für Stadien.

„Wo FFP2-Masken getragen werden, kann man Kontaktbeschränkungen runterfahren. Dafür muss der Bundesgesundheitsminister einen Stufenplan erstellen“, sagte Söder der Bild. Reformbedarf sieht Söder zudem bei den Reiseregelungen. „Die Inzidenz hat bei Omikron als Maßstab ausgedient. Bei so hohen Werten, wie wir sie derzeit haben, machen zum Beispiel auch Reiseregelungen mit Verweis auf Risiko-Gebiete wenig Sinn. Das Einzige, was sinnvoll ist, sind Test nach der Rückkehr. Das muss angepasst werden.“

Corona: RKI meldet erneut Rekordinzidenz

Update vom 3. Februar, 6.05 Uhr: Die 7-Tage-Inzidenz in Deutschland erreicht einen neuen Höchststand: 1283,2 (1.227,5). Binnen 24 Stunden sind 203.136 Coronavirus-Neuinfektionen (Vorwoche: 203.136) und 164 weitere Todesfälle (Vorwoche: 188) verzeichnet worden. Das geht aus den Daten des Covid-19-Dashboards des Robert-Koch-Institut (RKI) am Donnerstagfrüh hervor. Die Dunkelziffer bei den Fallzahlen dürfte allerdings viel höher sein. Testkapazitäten und Gesundheitsämter sind vielerorts am Limit. Einige Städte und Kreise kommen mit der Übermittlung der Fallzahlen nicht mehr hinterher.

Corona in Deutschland: RKI meldet erneut Rekordwerte bei den Infektionszahlen (Stand: 3. Februar)

7-Tage-Inzidenz bundesweit1283,2
Corona-Neuinfektionen236.120
Corona-Todesfälle164
aktive Corona-Fälle in Deutschland2.435.300

Seit Beginn der Corona-Pandemie haben sich 10.422.764 Menschen in Deutschland nachweislich mit Corona infiziert. 118.334 starben bislang mit oder an Corona.

Corona-Ausbruch in Schlachthof: 45 Mitarbeiter positiv - Betrieb wird weitergeführt

Update vom 3. Februar, 6.05 Uhr: Die 7-Tage-Inzidenz in Deutschland erreicht einen neuen Höchststand: 1283,2 (1.227,5). Binnen 24 Stunden sind 203.136 Coronavirus-Neuinfektionen (Vorwoche: 203.136) und 164 weitere Todesfälle (Vorwoche: 188) verzeichnet worden. Das geht aus den Daten des Covid-19-Dashboards des Robert-Koch-Institut (RKI) am Donnerstagfrüh hervor. Die Dunkelziffer bei den Fallzahlen dürfte allerdings viel höher sein. Testkapazitäten und Gesundheitsämter sind vielerorts am Limit. Einige Städte und Kreise kommen mit der Übermittlung der Fallzahlen nicht mehr hinterher.

Update vom 2. Februar, 20.58 Uhr: Die Omikron-Welle hat einen Schlachthof in Husum mit voller Wucht erwischt – schon wieder. Wie die Kreisverwaltung Nordfriesland am Mittwochabend (2. Februar) mitteilte, fiel der PCR-Test von gleich 45 Mitarbeitern des Schlachtbetriebs Danish Crown positiv aus. 74 weitere Beschäftigte mussten demnach als Kontaktpersonen in Quarantäne, wie das Hamburger Abendblatt berichtet.

Schlachthöfe waren bereits in den Corona-Anfangszeiten als Infektionsherde in die Schlagzeilen geraten. Auch Danish Crown musste im Februar 2021 seinen Betrieb für zweieinhalb Wochen einstellen, nachdem sich 113 Mitarbeiter mit dem Virus infiziert hatten. Beim aktuellen Corona-Ausbruch im Husumer Schlachthof kann der Betrieb jedoch fortgesetzt werden. Der Schlachthof habe insgesamt 250 Mitarbeiter und müsse deshalb nicht schließen, erklärte ein Unternehmenssprecher laut Bild.

Corona: Impftempo nimmt weiter ab - Scholz-Regierung verfehlt entscheidendes Ziel

Update vom 2. Februar, 15.15 Uhr: Das Impftempo in Deutschland verläuft weiterhin schleppend. Am Dienstag wurden nach Zahlen des Robert Koch-Instituts vom Mittwoch rund 266.000 Corona-Impfungen gespritzt. Das ist deutlich weniger als eine Woche zuvor. Am Montag wurden rund 220.000 Spritzen verabreicht. Lediglich rund 23.000 Menschen erhielten am Dienstag eine Erstimpfung, was nur eine marginale Verbesserung im Vergleich zum Vortag (18.000) bedeutet.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts haben 75,8 Prozent (63,1 Millionen) der Menschen in Deutschland mindestens eine Impfung gegen das Coronavirus bekommen. Das Ziel der Bundesregierung, bis Ende Januar 80 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal gegen Corona zu impfen, war am Montag verfehlt worden. Ursprünglich wollte die Regierung diese Quote sogar bereits bis zum 7. Januar erreichen.

Über einen vollständigen Grundschutz mit der meist nötigen zweiten Spritze verfügen nach RKI-Angaben 61,6 Millionen Menschen (74,1 Prozent). Mindestens 44,3 Millionen Menschen (53,3 Prozent) haben zusätzlich eine Auffrischungsimpfung erhalten.

Corona in Deutschland: Zahlen betroffener Kinder in Kitas steigt explosionsartig

Update vom 2. Februar, 12.18 Uhr: Corona trifft die Kitas mit voller Wucht. In Nordrhein-Westfalen (NRW) sind die Corona-Fälle in den Kitas im Januar explosionsartig gestiegen. Das berichtet der Kölner Stadt-Anzeiger und beruft sich dabei auf einen Bericht von NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP). Im ersten Monat des Jahres haben sich demnach 15.141 Kinder mit dem Corona-Virus angesteckt. Im Dezember waren 3.014 Kinder infiziert. Das ist ein Anstieg von 402 Prozent. Bei den Mitarbeitenden ist die Lage ähnlich dramatisch. Dort wurden 8.406 Erkrankte gemeldet, im Dezember waren es 1.798. Der Anstieg der Infektionen bei den Mitarbeitenden liegt bei 367,5 Prozent.

Die Opposition im Düsseldorfer Landtag kritisiert die Landesregierung scharf. „Die Infektionen schießen immer weiter in die Höhe, aber die schwarz-gelbe Landesregierung tut nichts“, sagte Dennis Maelzer, Kita-Experte der SPD, dem Kölner Stadt-Anzeiger.

Laut den Daten des Robert-Koch-Instituts gibt es große Unterschiede im Bereich der Altersgruppen bezogen auf ganz Deutschland. Bei den Fünf- bis 14-Jährigen ist die Inzidenz mit 3.133,3 derzeit am höchsten. Bei den über 80-Jährigen liegt der Wert mit 213,2 am niedrigsten.

Corona in Deutschland: In dieser Altersgruppe ist die Inzidenz am höchsten

Lauterbach sagt „Maischberger“-Auftritt ab

Update vom 2. Februar, 11.48 Uhr: Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) lässt eigentlich keinen TV-Termin sausen. Moderatorin Sandra Maischberger muss jedoch in ihrer Talk-Sendung am Mittwochabend auf den Gesundheitsminister verzichten. Der 58-Jährige habe seine Teilnahme an der ARD-Talkrunde bei „maischberger. die woche“ „aus gesundheitlichen Gründen“ abgesagt, twittert Maischberger. „Er ist stark erkältet. Eine Corona-Infektion liege nicht vor“, schreibt die Moderatorin. Der Sender hat inzwischen einen Ersatz gefunden und kündigt und Grünen-Gesundheitspolitiker Janosch Dahmen als neuen Gast an. Im Polit-Talk soll es um die Forderungen nach Lockerungen angesichts der täglich neuen Rekordwerte bei den Corona-Zahlen gehen.

Corona-Impfquote in Deutschland noch weit von 80 Prozent entfernt

Update vom 2. Februar, 11.37 Uhr: Die Impfquote in Deutschland liegt bei 74,1 Prozent. Das teilt das Robert-Koch-Institut (RKI) in seinem aktuellen Corona-Tagesbericht mit. 61,6 Millionen Menschen hierzulande sind demnach vollständig geimpft. Mindestens 44,3 Millionen (53,3 Prozent) haben einen Booster erhalten. Mindestens 63,1 Millionen Menschen (75,8  Prozent) haben bisher mindestens eine Impfdosis erhalten. Aktuell sind immer noch 20,1 Millionen Menschen nicht geimpft (24,2  Prozent). Darunter sind 4 Millionen im Alter von 0 bis 4 Jahren für die bisher kein zugelassener Impfstoff zur Verfügung steht.

Hoher Krankenstand: Nahverkehr in Braunschweig wegen Omikron eingeschränkt

Update vom 2. Februar, 10.10 Uhr: Die Omikron-Welle macht dem öffentlichen Nahverkehr in Braunschweig (Niedersachsen) zu schaffen. Die Infektionslage zwingt den Braunschweiger Nahverkehr (BSVG) den Fahrplan anzupassen. Die Taktung werde reduziert und der zuletzt wenig nachgefragte Nachtverkehr am Wochenende ausgesetzt, teilt das Unternehmen mit. Es sollen aber weiterhin alle Ziele im Verkehrsnetz bedient werden. Auch der Schüler- und Berufsverkehr sei sichergestellt. Die Personalsituation sei zusätzlich zum üblichen Krankenstand in den Wintermonaten durch coronabedingte Ausfälle verschärft.

Corona-Dunkelziffer wohl meilenweit über aktuellen Zahlen – Drosten: „Keine Entwarnung für Deutschland“

Erstmeldung vom 2. Februar 2022

Berlin – Es ist so weit: Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen in Deutschland hat die Marke von 10 Millionen überschritten. Seit Beginn der Corona-Pandemie haben sich in Deutschland 10.186.644 Menschen nachweislich mit Sars-CoV-2 infiziert, teilt das Robert-Koch-Institut* (RKI) am Mittwoch mit. Dabei wurde dieser Wert wahrscheinlich schon längst überschritten. Die Dunkelziffer dürfte viel höher sein, viele Infektionen werden gar nicht erkannt.

Deutschland: RKI meldet Rekordwert bei Corona-Neuinfektionen

In den vergangenen 24 Stunden sind weitere 208.498 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden (Vorwoche: 164.000 Neuinfektionen). Viele Gesundheitsämter sind jedoch am Limit. Testkapazitäten sind überstrapaziert. Einige Städte und Kreise melden zudem seit Tagen Probleme bei der Übermittlung der Corona-Zahlen. Die Zahlen dürften hier also tatsächlich viel höher liegen. Die 7-Tage-Inzidenz steigt am Mittwoch auf 1227,5.

Seit Beginn der Pandemie haben sich bislang 10.186.644 Menschen in Deutschland nachweislich mit Corona infiziert.
118.170 Todesfälle in Verbindung mit Corona sind bisher verzeichnet worden.
Die 7-Tage-Inzidenz liegt am Mittwoch bei 1227,5.
Binnen 24 Stunden sind weitere 208.498 positive Corona-Tests am Mittwoch (2. Februar) gemeldet worden.
196 Menschen starben innerhalb eines Tages mit oder an Corona.
Die Zahl der Genesenen gibt das RKI am Mittwochmorgen mit 7.789.600 an.
Derzeit gibt es etwa 2.278.900 aktive Corona-Fälle in Deutschland.

Corona: Zahl der Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen weiter über 2.000

Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gibt das RKI am Dienstag mit 4,59 an (Montag 4,64). Darunter können auch Menschen mit positivem Corona-Test sein, die eine andere Haupterkrankung haben.

Corona-Teststation Mobile Corona-Teststation auf dem Marktplatz / Wilhelmsplatz in Offenbach am Main
Die fünfte Corona-Welle in Deutschland nimmt Tempo auf. Das RKI meldet Rekordwerte. © Norbert Neetz/imago

Auf den Intensivstationen in Deutschland liegen derzeit 2.232 Covid-19-Patienten. Davon müssen 1.168 künstlich beatmet werden. Das geht aus den Daten des DIVI-Intensivregisters (Stand: 2. Februar, 8.14 Uhr) hervor.

In den vergangenen 24 Stunden wurden zudem weitere 196 Corona-Todesfälle verzeichnet. Die Zahl der Todesfälle steigt damit auf 118.170.

Virologe Drosten „keine Entwarnung für Deutschland“

Virologe Christian Drosten informiert in Berlin Medienvertreter über das neuartige Coronavirus. (Symbolbild)
Virologe Christian Drosten (Archivbild) © Britta Pedersen/dpa

In Dänemark werden trotz Rekordzahlen alle Corona-Maßnahmen abgeschafft. Die Situation im Nachbarland sei nicht mit der in Deutschland zu vergleichen, betont auch Virologe Christian Drosten. „Es gibt eine Sache, die sich erstmal nicht verändert hat. Das ist die Impflücke in Deutschland. Da kommen wir nicht so richtig vorwärts“, sagte Drosten im jüngsten NDR-Podcast „Coronavirus-Update“.

Zuletzt sei die Impfrate sogar wieder gesunken. „Deswegen ist eben keine Entwarnung für Deutschland zu geben“, so Drosten. Virologe Christian Drosten zieht im Podcast „Coronavirus-Update“ einen Vergleich zwischen den Omikron-Subtypen* und gibt einen Ausblick auf eine Entspannung der Lage.(ml/dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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