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Russisches Atom-U-Boot in Ostsee gesichtet: Das hat Putin wohl vor

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Von: Tobias Utz

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Russlands Armee verlegt ein strategisch wichtiges U-Boot der Marine in die Ostsee: Was wohl dahinter steckt.

Moskau – Die russische Marine hat das mondernste Atom-U-Boot der Flotte in die Ostsee verlegt. Es befindet sich offenbar auf dem Weg nach St. Petersburg. „Severodvinsk“ wurde am Dienstag (19. Juli) gesichtet, wie es von dänischen Kriegsschiffen durch den Fehmarnbelt in die Ostsee eskortiert wurde. Das berichtet unter anderem das Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Ein Offizier der dänischen Armee berichtete laut einem Bericht des Nachrichtenportals navyrecohnition.com, dass das U-Boot auch von zwei russischen Schiffen begleitet wurde. Demnach hat es am Dienstagnachmittag die Brücke über dem Großen Belt passiert. Die Marine der dänischen Armee hatte die Verlegung des U-Boots wie folgt kommentiert: „Die Reise ist angemeldet und wird von der dänischen Marine verfolgt“, hieß es in einem Statement auf Twitter.

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Die Verlegung des U-Boots hängt mit Feierlichkeiten in Russland zusammen. „Severodvinsk“ soll offenbar bei den Feierlichkeiten zum „Tag der Marine“ Ende Juli gezeigt werden.

U-Boot Severodvinsk
Eine Aufnahme des U-Boots „Severodvinsk“ aus dem Jahr 2014. (Archivfoto) © Imago Stock & People / TASS / Imago Images

Bei dem Atom-U-Boot „Severodvinsk“ handelt es sich um ein besonderes Exemplar der Marine. Es weist eine Länge von 130 Metern auf und wurde nach dem Ende der Sowjetunion gebaut. Internationale Aufmerksamkeit wurde zuletzt im Oktober 2021 auf das U-Boot gelenkt, als offenbar der Start einer Hyperschallrakete (Typ „Tsirkon“) vom U-Boot aus glückte. Dies stützt sich allerdings auf Berichte russischer Staatsmedien. Bislang gibt es kein Foto- oder Videomaterial davon.

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Die Verlegung des U-Boots wird wohl als Zeichen an die Nato gewertet. Den Kieler Nachrichten, Teil des genannten Redaktionsnetzwerks, sagte Johannes Peters, Abteilungsleiter Maritime Strategie und Sicherheit am Institut für Sicherheitspolitik an der Universität Kiel: „Es handelt sich um die Einheit der russischen Marine, die der Nato gerade die größten Kopfschmerzen bereitet. Die Bewaffnung besteht aus weitreichenden Flugkörpern, die mit einem Schlag fast alle Nachschubhäfen der Nato in Nordeuropa angreifen kann.“ (tu mit AFP/dpa)

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