Die wichtigsten Meldungen

Jahrhundert-Erdbeben in Mexiko: Opferzahl steigt auf 90

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Spezialkräfte suchen in der mexikanischen Stadt Juchitan de Zaragoza nach Überlebenden.

Ein Erdstoß der Stärke 8,2 hat halb Mexiko erzittern lassen. Viele Häuser stürzten ein, 90 Menschen starben. Alle Entwicklungen im News-Ticker.

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Die wichtigsten Informationen zum Erdbeben in Mexiko im Kurz-Überblick

  • Bei dem Jahrhundert-Erdbeben in Mexiko mit einer Stärke von 8,2 sind mindestens 90 Menschen gestorben. 
  • In den Bundesstaaten Oaxaca, Chiapas und Tabasco im Süden des Landes stürzten zahlreiche Häuser ein.Das Zentrum des Bebens lag im Pazifik, 137 Kilometer südwestlich von Tonalá im Bundesstaat Chiapas in 19 Kilometern Tiefe.
  • Mexiko ist von mehr als 260 Nachbeben erschüttert worden. Das stärkste Nachbeben hatte eine Stärke von 6,1.

Sonntag, 10. September, 11.03 Uhr: Nach dem Erdbeben in Mexiko ist die Zahl der Todesopfer nach Angaben der örtlichen Behörden gestiegen. Im Bundesstaat Oaxaca habe sich die Zahl der Toten von bislang 46 auf 71 erhöht, twitterte die Zivilschutzbehörde des Bundesstaats am Samstag (Ortszeit). Die Behörde berief sich dabei auf Angaben von Gouverneur Alejandro Murat bei einer Krisensitzung. Eine weitere Bestätigung lag nicht vor. Zudem starben in Chiapas 15 Menschen und im Bundesstaat Tabasco vier. Damit liegt die Zahl der Opfer bislang bei 90.

Das sind die wichtigsten Meldungen vom Samstag (9.9.)

14.58 Uhr: Hurrikan „Katia“ hat sich weiter abgeschwächt. Am Samstagmorgen (Ortszeit) stufte das US-Hurrikanzentrum „Katia“ nur noch als tropisches Tiefdruckgebiet ein und hob alle Sturmwarnungen auf.

14.15 Uhr: Tausende Einsatzkräfte haben am Samstag in Mexiko ihren Zwei-Fronten-Kampf gegen die Folgen des schweren Erdbebens und die Bedrohung durch den Hurrikan "Katia" fortgesetzt. Die stärksten Zerstörungen des Erdbebens im Pazifik wurden in der 100.000-Einwohner-Stadt Juchitán de Zaragoza festgestellt, wo sich Präsident Enrique Peña Nieto ein Bild von den Rettungsarbeiten machte. Die Zahl der geborgenen Toten stieg auf 61, zudem wurden mehr als 200 Verletzte gezählt.

13.05 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Mexiko nach dem schweren Erdbeben mit mehr als 60 Toten ihre Anteilnahme zugesichert. In einem Kondolenztelegramm an Präsident Enrique Peña Nieto, das am Samstag veröffentlicht wurde, schrieb sie: „Ihnen und den Bürgern Ihres Landes möchte ich mein tief empfundenes Beileid aussprechen. Mein besonderes Mitgefühl gilt den Angehörigen der Opfer und all jenen, die ihr Hab und Gut verloren haben. Den Verletzten wünsche ich eine schnelle Genesung.“

09.37 Uhr: Nach dem schweren Erdbeben in Mexiko ist nun Hurrikan "Katia" auf die Küste des Landes getroffen. Der Sturm traf in der Nacht zum Samstag als Hurrikan der Kategorie eins auf die Ostküste und wurde anschließend zum Tropensturm herabgestuft. Das US-Hurrikan-Zentrum warnte vor "lebensbedrohlichen Überschwemmungen und Schlammlawinen, insbesondere in bergigen Regionen". Betroffen waren am Samstag die Bundesstaaten Veracruz sowie Teile von Hidalgo und Puebla. Vorhergesagt wurden bis zu 64 Zentimeter Regen in einigen Gebieten.

6.21 Uhr: 61 Menschen seien bei dem Beben der Stärke 8,2 getötet worden, sagte Präsident Enrique Peña Nieto am Freitag bei einem Besuch im Katastrophengebiet im Süden des Landes. Die Regierung ordnete eine dreitägige Staatstrauer an. „Es war ein zerstörerisches Beben“, sagte Peña Nieto.

Erdbeben in Mexiko: Das waren die wichtigsten Meldungen vom Freitag (8.9.)

22:57 Uhr: Nach dem schweren Erdbeben in Mexiko werden immer mehr Opfer aus den Trümmern gezogen. Mindestens 58 Menschen seien gestorben, teilte die Katastrophenschutzbehörde des Landes am Freitag mit. Zuvor war noch von 35 Toten die Rede. Am schlimmsten traf es den Behördenangaben zufolge den Bundesstaat Oaxaca: Allein dort seien mindestens 45 Tote zu beklagen gewesen.

21:24 Uhr: Nach dem "stärksten Erdbeben innerhalb eines Jahrhunderts" sind in Mexiko in wenigen Stunden 35 Tote geborgen worden. Präsident Enrique Peña Nieto zufolge spürten 50 Millionen der 120 Millionen Einwohner Mexikos das Erdbeben der Stärke 8,2 in der Nacht zum Freitag am eigenen Leibe. Das Epizentrum lag rund hundert Kilometer vor der südlichen Pazifikküste, die Erschütterungen waren selbst in der Hauptstadt Mexiko-Stadt zu spüren, die rund 800 Kilometer entfernt liegt.

Unter den 35 Toten, die nach etwa acht Stunden registriert waren, waren 25 im Bundesstaat Oaxaca, sieben im Bundesstaat Chiapas und drei im Bundesstaat Tabasco. Am Freitagnachmittag teilte der Präsident über Twitter mit, es gebe mehr als 200 Verletzte.

18:51 Uhr: Nach dem starken Erdbeben vor der Pazifikküste ist Mexiko von rund 185 Nachbeben erschüttert worden. Nach Angaben des Seismologischen Instituts hatte das stärkste Nachbeben eine Stärke von 6,1. „Die schwersten Auswirkungen hat es am Isthmus von Tehuantepec gegeben“, sagte der Gouverneur des Bundesstaates Oaxaca, Alejandro Murat. Besonders getroffen wurde Juchitán, wo 17 Tote zu beklagen waren. Die Stadt liegt im Süden Mexikos in der Nähe des Pazifiks. Das Erdbeben rund 140 Kilometer vom Festland entfernt hatte eine Stärke von 8,2. Es ist zusammen mit einem Beben von 1932 das stärkste gemessene Beben in Mexiko. Mindestens 32 Menschen starben. Eines der folgenreichsten Beben ereignete sich 1985, es hatte eine Stärke von 8,1 und verwüstete Mexiko-Stadt. Es gab fast 10 000 Tote.

15.03 Uhr: Bei dem schwersten je gemessenen Erdbeben in der Geschichte Mexikos sind mindestens 32 Menschen getötet worden. Das geht aus neuen Zahlen des Katastrophenschutzes und des Gouverneurs des Staates Oaxaca, Alejandro Murat, hervor. Murat sagte im Sender Televisa, dass in Oaxaca 23 Menschen umgekommen seien. Im Bundesstaat Chiapas wurden bisher sieben Tote gefunden. Zwei Kinder starben im Bundesstaat Tabasco, darunter ein Baby, weil ein Beatmungsgerät in einem Krankenhaus keinen Strom mehr hatte.

Am schlimmsten wurde bisher die Stadt Juchitán im Bundesstaat Oaxaca getroffen, wo 17 Menschen starben. Dort stürzte auch ein Teil des Rathauses ein. Einheiten der Streitkräfte wurden zur Hilfe in die Katastrophenregion geschickt.

13.02 Uhr: Nach dem starken Erdbeben vor Mexiko haben die Behörden im Bundesstaat Chiapas Menschen wegen der Tsunamigefahr in Sicherheit gebracht. Die Bewohner von Puerto Madero, einem Hafenort in der Nähe der Grenze zu Guatemala, seien vorsichtshalber in Sicherheit gebracht worden, teilte die Zivilschutzbehörde von Chiapas am frühen Freitagmorgen (Ortszeit) auf Twitter mit. Die Behörde veröffentlichte Bilder von der Evakuierung. Darauf war zu sehen, dass Bewohner in Lastwägen in Sicherheit gebracht wurden.

Erdbeben in Mexiko: Zahl der Toten auf mindestens 15 gestiegen

12.58 Uhr: Nach dem schweren Erdbeben in Mexiko ist die Zahl der Toten auf mindestens 15 gestiegen. Die Zahl basiere auf Angaben aus allen Bundesstaaten, sagte der Leiter der Katastrophenschutzbehörde, Ricardo de la Cruz, am Freitag im Fernsehsender Milenio.

12.45 Uhr: Was passiert eigentlich bei einem Erdbeben der Größe 8 genau? Wie Professor Marco Bohnhoff vom GFZ erklärt, bewegen sich zwei Platten von etwa 300 mal 50 Kilometern innerhalb von Sekunden um einige Meter aneinander vorbei. Die dabei freigesetzte Energie wird in Form von Erdbebenwellen abgestrahlt, was bis in mehr als 1000 Kilometer Entfernung zu Erschütterungen führt.

Hinzu komme in der Region die Tatsache, dass Mexiko-Stadt auf einem ausgetrockneten See erbaut wurde. Dies führe zu Verstärkungen der Bodenbewegungen, wie auch beim letzten starken Beben der Region im Jahr 1985, sagte Bohnhoff. Das betroffene Gebiet ist Teil des zirkumpazifischen Feuerrings. Dort treten immer wieder schwere Erdbeben auf, sie könnten sogar die Stärke 9,0 auf der Richterskala erreichen.

12.41 Uhr: Mexiko wird immer wieder von Erdbeben erschüttert, doch das Beben vom Freitag ist nach Worten von Präsident Enrique Peña Nieto das heftigste seit mehr als 100 Jahren. Solch starke Beben setzen Energie frei, die über Jahrzehnte durch die Bewegung der tektonischen Platten aufgebaut wurde, wie Professor Marco Bohnhoff, Leiter der Sektion Geomechanik und Rheologie am Deutschen Geoforschungszentrum in Potsdam (GFZ), der Deutschen Presse-Agentur erklärte. Sie seien entsprechend selten, aber mit teils zerstörerischen Auswirkungen.

Sogar im fast 10.000 Kilometer entfernten Rüdersdorf bei Berlin konnte das Beben gemessen werden, wie Josef Zens vom GFZ sagte. Selbst in Berlin habe es eine Wellenbewegung von 8,5 Millimetern nach oben und unten gegeben.

11.07 Uhr: Das schwere Erdbeben vor Mexikos Pazifikküste hat mindestens 15 Menschen das Leben gekostet. Das berichtete der Fernsehsender Foro TV am Freitagmorgen unter Berufung auf Mexikos Präsidenten Enrique Peña Nieto. Vor Journalisten sagte Peña Nieto demnach, zehn Menschen seien im Staat Oaxaca getötet worden, drei im Staat Chiapas und weitere zwei in Tabasco. Der Präsident gab diese Informationen an die Medien, als er eine eilig einberufene Krisensitzung in der Hauptstadt verließ, wie Foro TV berichtete.

Zuvor hatte er die Stärke des Bebens vor der Pazifikküste mit 8,2 angegeben. „Es handelt sich um ein Beben großen Ausmaßes“, sagte Peña Nieto im Fernsehen. Für die gesamte Region wurde eine Tsunamiwarnung ausgegeben.

10.17 Uhr: Nach dem Erdbeben vor der mexikanischen Pazifikküste werden auch im Nachbarland Guatemala Schäden befürchtet. Präsident Jimmy Morales sagte am Freitag im Fernsehen, dass man sich einen Überblick verschaffe. Den Behörden zufolge hatte das Beben in Guatemala eine Stärke von 7,7.

10.06 Uhr: Nach Angaben von Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto ist das Erdbeben der Stärke 8,4 das stärkste in der Region gemessene Beben seit 1932. Rund 50 Millionen Menschen hätten in Mexiko die schweren Erschütterungen zu spüren bekommen, sagte er am Freitagmorgen dem Sender Foro TV. „Es handelt sich um ein Beben großen Ausmaßes.“ Er sagte, im Bundesstaat Chiapas gebe es mindestens drei Tote, damit stieg die Opferzahl auf fünf. Peña Nieto teilte mit, dass es bisher 42 Nachbeben gegeben habe. Das stärkste wurde mit 6,1 angegeben. Der Präsident warnte, dass Nachbeben bis zu einer Stärke von 7 möglich seien. Er war umgehend zum Katastrophenzentrum des Landes gefahren. Rund 1,5 Millionen Menschen waren ohne Strom.

Eine umgestürzte Mauer liegt über einem Auto in dem Viertel Iztacalco in Mexiko-Stadt.

09.57 Uhr: Nach dem schweren Erdbeben vor der Pazifikküste Mexikos ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens vier gestiegen. Im Bundesstaat Tabasco starb ein Baby, weil ein Beatmungsgerät im Krankenhaus wegen eines Stromausfalls nicht mehr funktionierte, ein weiteres Kind wurde beim Einsturz einer Mauer getötet, wie Gouverneur Arturo Núñez mitteilte. Im Bundesstaat Chiapas wurden in San Cristobál zwei Frauen von Trümmern erschlagen.

09.45 Uhr: Nach dem schweren Erdbeben vor der mexikanischen Pazifikküste gibt es erste Berichte über größere Schäden. Nach Angaben lokaler Medien stürzte in der Stadt Matías Romero im Bundesstaat Oaxaca ein Hotel ein, über mögliche Opfer wurde aber zunächst nichts bekannt. Auch aus anderen Städten wurden Bilder eingestürzter Gebäude und von Autos verbreitet, die von Steinbergen begraben wurden. Zudem gab es Hinweise auf ein Zurückziehen des Meeres, was Anzeichen für einen möglichen Tsunami sein könnten. Nach dem Beben der Stärke 8,4 war eine Tsunamiwarnung für Mexiko, Staaten in Mittelamerika sowie weitere Pazifikanrainer ausgegeben worden. 

Erdbeben der Stärke 8,4 erschüttert Mexiko

Mexiko-Stadt - Ein schweres Erdbeben der Stärke 8,4 vor der Pazifikküste hat Mexiko erschüttert. Das Beben ereignete sich in der Nacht zum Freitag (Ortszeit) 137 Kilometer südwestlich von Tonalá im Bundesstaat Chiapas in 19 Kilometern Tiefe, wie das Seismologische Institut in Mexiko mitteilte. Andere Institute wie die US-Erdbebenwarte USGS hatten zunächst von einer Stärke von 8,0 gesprochen. Nach Angaben von Innenminister Miguel Ángel Osorio Chong wurden zwei Todesopfer in Chiapas gemeldet.

Für mehrere Länder der Region wurde eine Tsunamiwarnung ausgegeben - sie umfasste neben Mexiko mehrere Staaten in Mittelamerika sowie das südamerikanische Ecuador. Die Todesopfer waren zwei Frauen, die starben, als ein Haus in der Stadt San Cristobal einstürzte, wie Gouverneur Manuel Velasco mitteilte. Der Bundesstaat Chiapas liegt im Süden des Landes nahe der Grenze zu Guatemala.

Die Erdstöße waren auch im etwa 700 Kilometer entfernten Mexiko-Stadt sowie in andern Bundesstaaten und mehreren Ländern Mittelamerikas zu spüren. In Mexiko-Stadt und anderswo kam es zu zahlreichen Stromausfällen. 

Staatspräsident Nieto beruft sofortige Krisensitzungen ein

Staatspräsident Enrique Peña Nieto berief sofortige Krisensitzungen ein, „um die Lage zu überwachen, zu bewerten und um Maßnahmen zu ergreifen“. Er machte sich auf den Weg in das nationale Katastrophenzentrum. Der Leiter des Zivilschutzes, Luis Felipe Puente, warnte die Menschen an der Küste der Bundesstaaten Oaxaca und Chiapas vor Wellen von bis zu 4,20 Meter Höhe. Vielerorts rannten verängstigte Menschen auf die Straßen. In Mexiko-Stadt, Oaxaca und Chiapas soll am Freitag der Unterricht in allen Schulen ausfallen, um die Gebäude auf mögliche Schäden durch das Beben zu überprüfen.  

Die betroffene Region liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, der immer wieder von heftigen Erdbeben erschüttert wird. Im Golf von Mexiko ist derzeit zudem der Hurrikan „Katia“ unterwegs. Eine Hurrikan-Warnung sei für Teile des Staats Veracruz ausgegeben worden, berichtete der Wettersender Hurricane News. Im Osten Mexikos könnte es am Freitag und am Wochenende zu heftigem Regen und Sturmböen kommen.

Erstmeldung am Freitagmorgen (7.00 Uhr):

Ein schweres Erdbeben der Stärke 8,0 hat Mexiko erschüttert. Das Beben sei vor der Pazifikküste des Bundesstaats Chiapas im Süden Mexikos in einer Tiefe von 33 Kilometern registriert worden, teilte das Pazifik-Tsunami-Warnzentrum am Freitagmorgen deutscher Zeit mit. Es gab eine vorläufige Tsunami-Warnung aus. Das Helmholtz-Zentrum in Potsdam gab die Tiefe des Bebens zunächst mit 50 Kilometern an.

Das Erdbeben war auch in Mexiko-Stadt und den Bundesstaaten Puebla, Veracruz und Guerrero zu spüren. Weitere Angaben über Schäden oder Opfer sowie die betroffenen Gebiete waren zunächst nicht bekannt.

dpa/AFP

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