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Zwei schwere Unfälle in der Türkei: Mindestens 34 Tote, dutzende Verletzte

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Von: Tobias Utz, Moritz Serif

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Busunglück in der Türkei
Notfall- und Rettungskräfte stehen am Unfallort nach einem Busunfall auf der Autobahn zwischen Gaziantep und Nizip. © picture alliance/dpa/IHA

In der Türkei kommt es zu mehreren schweren Unfällen. Der Justizminister kündigt Ermittlungen an.

Update vom Sonntag, 21. August, 08.30 Uhr: Bei zwei schweren Unfällen in der Türkei sind am Samstag mindestens 34 Menschen ums Leben gekommen. Fast 60 weitere wurden verletzt. Die Verkehrsunfälle ereigneten sich unabhängig voneinander.

Zu dem ersten Unglück mit 15 Toten kam es in Südostanatolien, zwischen Gaziantep und Nizip. Die Informationen über die Zahl der Verletzten wurden unterschiedlich berichtet. Während die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf die Provinzregierung von Gaziantep von 31 Verletzten berichtete, meldete die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf den Gouverneur der Provinz 22 Verletzte. Zuvor war die Zahl der Toten mit 16 angegeben worden, später wurde die Bilanz von der Provinzregierung korrigiert. Laut der türkischen Nachrichtenagentur DHA wurden bei dem Verkehrsunfall ein Krankenwagen, ein Feuerwehrauto und ein Fahrzeug eines Journalistenteams, die alle zu einem Unfallort unterwegs waren, von einem Bus frontal erfasst. Der Fahrer des Busses wurde laut DHA am Samstagabend von der örtlichen Polizei zu den Umständen des Unfalls befragt.

Mehrere Stunden später ereignete sich 250 Kilometer weiter östlich der zweite Verkehrsunfall: In der Stadt Derik (Provinz Mardin) raste ein LKW in eine Menschenmenge. Dabei versagten laut ersten Erkenntnissen der Polizei wohl die Bremsen des Lastwagens, wie der türkische Gesundheitsminister Fahrettin Koca erklärte. Koca berichtete zunächst von 16 Toten, später teilte er mit, die Zahl der Opfer sei „leider auf 19 gestiegen“. 26 weitere Menschen wurden demnach verletzt.

Der türkische Justizminister Bekir Bozdag kündigte Ermittlungen zu beiden Unglücksfällen an. „Alle unsere Mittel sind mobilisiert“, erklärte er am Samstagabend.

Update vom Samstag, 20. August, 21.27 Uhr: Türkische Behörden haben weitere Informationen zu dem Busunglück bekannt gegeben. So seien bei zwei schweren Verkehrsunfällen im Südosten der Türkei am Samstag mindestens 32 Menschen ums Leben gekommen. 50 weitere seien bei den separaten Unfällen verletzt worden, berichteten türkische Medien.

Das erste Unglück mit 16 Toten ereignete sich zwischen Gaziantep und Nizip in Südostanatolien. Laut der türkischen Nachrichtenagentur DHA wurden dabei ein Krankenwagen, ein Feuerwehrauto und ein Fahrzeug eines Journalistenteams, die alle zu einem Unfallort unterwegs waren, von einem Bus frontal erfasst. 21 Menschen wurden bei dem Unglück verletzt.

Weiterer Unfall in Derik: Lastwagen rast in Menschenmenge

Einige Stunden später ereignete sich 250 Kilometer weiter östlich ein weiterer Unfall. In der Stadt Derik in der Provinz Mardin raste ein Lastwagen in eine Menschenmenge, als seine Bremsen versagten, wie der türkische Gesundheitsminister Fahrettin Koca auf Twitter erklärte. Mindestens 16 Menschen seien dabei ums Leben gekommen. 29 weitere Menschen wurden verletzt, acht von ihnen schwer.

Von türkischen Medien veröffentlichte Videoaufnahmen zeigten, wie der Lastwagen mit voller Geschwindigkeit in mehrere Fahrzeuge raste und wie Fußgänger zu fliehen versuchten. Kurz zuvor hatte sich am Unglücksort laut der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu ein weiterer Unfall mit drei Fahrzeugen ereignet. Deshalb waren bereits Rettungskräfte vor Ort, als der Lastwagenfahrer die Kontrolle verlor und in die Menschenmenge fuhr.

Busunglück in der Türkei: Mindestens 16 Tote

Erstmeldung vom Samstag, 20. August: Gaziantep – In der Türkei hat sich am Samstag (20. August) ein Busunglück ereignet. Zwischen Gaziantep und Nizip in Südostanatolien kam es laut Angaben des Gouverneurs der Provinz, Davut Gül, dazu. Demnach kamen mindestens 16 Menschen ums Leben. Wie viele Verletzte es gibt, ist noch unklar.

Gül erklärte, dass unter den Todesopfern drei Feuerwehrleute, zwei Sanitäter und zwei Journalisten seien. Zum Unfallhergang hat sich die Polizei bislang nur sehr spärlich äußert. Die Rettungskräfte seien eigentlich wegen eines anderen Verkehrsunfalls vor Ort gewesen. Das Busunglück sei ein Folgeunfall gewesen, hieß es in ersten Statements. Der Bus habe sich überschlagen und dabei unter anderem den Krankenwagen erfasst.

Busunglück in der Türkei: Weitere Informationen folgen noch

Die Verletzten sollen nun in umliegenden Krankenhäusern behandelt werden. Weitere Informationen zum Busunglück wollen die türkischen Behörden im Laufe des Samstags bekannt geben.

Foto- und Videoaufnahmen der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu Ajansi zeigen das Ausmaß des Schadens. (tu mit dpa/AFP)

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