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Orkan „Zeynep“ noch gefährlicher als Vorgänger-Sturm: Warnstufe lila ausgegeben - „Lebensgefahr“

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Von: Katharina Haase, Martina Lippl, Franziska Schwarz

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Sturmtief „Zeynep“: Die Bahn stellt den Zugverkehr im Norden ein. DWD warnt vor extremen Orkanböen und Sturmflut in den nächsten Stunden. Der News-Ticker.

Update vom 18. Februar, 14.08 Uhr: Stunde für Stunde rückt Orkan „Zeynep“ näher. Die Kaltfront liegt aktuell noch westlich von Deutschland, aber erreicht laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) in den kommenden Stunden die westliche Landesgrenze von Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Der Durchzug dieser Kaltfront wird kurz und teils heftig sein, warnt der DWD. Lokal sind orkanartige Böen und vereinzelt Orkanböen möglich.

Bahn stellt Fernverkehr in Norddeutschland ein

Update vom 18. Februar, 13.42 Uhr: Die Deutsche Bahn stellt auch den Fernverkehr in Norddeutschland ab sofort schrittweise ein. Für den Rest des Tages fahren dann keine Fernzüge mehr nördlich von Dortmund, Hannover und Berlin. Das teilte das Unternehmen am Freitag laut Nachrichtenagentur dpa mit. Schon zuvor hatte die Bahn angekündigt, im Tagesverlauf den Regionalverkehr in Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Hamburg, Bremen und Teilen von NRW einzustellen.

DWD warnt vor extremen Orkanböen - Windgeschwindigkeiten bis 160 km/h

Update vom 18. Februar, 12.33 Uhr: Windgeschwindigkeiten von 100 bis 140 km/h erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD). Orkanböen über 150 km/h bis zu 160 km/h an der Nordsee und in den Hochlagen 140 km/h in der Nacht auf Samstag. Die neuen Modellprognosen liegen vor. Schon ab 70 km/h brechen Äste von Bäumen. Mit markanten Worten warnt Wetter-Experte Jörg Kachelmann vor dem Unwetter*.

Der DWD warnt vor Lebensgefahr durch Sturmschäden wie umstürzende Bäume und herabstürzende Gegenstände. Türen und Fester sollen geschlossen und Gegenstände im Freien gesichert werden. Menschen sollen den Aufenthalt im Freien meiden und auf jeden Fall Abstand zu Gebäuden, Bäumen, Gerüsten und Hochspannungsleitungen halten. Der DWD rät, Autofahrten zu vermeiden und Fahrzeuge nach Möglichkeit in Garagen abzustellen.

Deutsche Bahn stoppt Zugverkehr in acht Bundesländern

Update vom 18. Februar, 12.10 Uhr: Die Deutsche Bahn stoppt nach und nach den Fern- und Regionalverkehr in Deutschland. Das kündigte ein Unternehmenssprecher in Berlin an. Der Stopp des Regionalverkehrs betreffe Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen und Bremen sowie Teile Nordrhein-Westfalens. In NRW einige Linien ab 14 Uhr gestoppt.

Wann trifft das Sturmtief „Zeynep“ - international übrigens „Eunice“ genannt - Deutschland?

Update vom 18. Februar, 9.44 Uhr: Was passiert in den nächsten Stunden? Orkantief „Zeynep“ stellt nach den aktuellen Modellprognosen wettertechnisch einiges in den Schatten. Alarmstufe Lila, hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) entlang der Nordseeküste herausgegeben. Besonders hart könnte es die ostfriesische Küste treffen, befürchten die DWD-Wetterexperten.

„Zunächst überquert uns rasch die Kaltfront von Orkan Zeynep rasch von Nordwest nach Südost. An ihr sind bereits schwere Sturmböen, vereinzelt orkanartige Böen um 110 km/h möglich. Der Kaltfrontdurchgang wird kurz und teils heftig sein!“, twittert der Deutsche Wetterdienst (DWD). Nach dem Durchzug der Kaltfront nimmt Orkantief „Zeynep“ insbesondere in den nördlichen Landesteilen dann noch an Stärke zu.

Wann trifft das Orkantief „Zeynep“ formulieren Meteorologen vom Wetterportal wetter.de etwas konkreter.

16:45 Uhrvon der Eifel bis zur Nordsee erste Sturm- bis schwere Sturmböen möglich. östliche Ostfriesische Inseln orkanartige bis Orkanböen möglich.
18:45 Uhrvom Ruhrgebiet bis Hamburg evtl. schon orkanartige Böen, Nordseeküste orkanartig bis Orkanböen. Nordseeküste orkanartig bis Orkanböen
0:00 UhrNordseeumfeld Orkanböen, Inseln, Brocken bis 160 km/h, auch Ostsee mit orkanartigen bis Orkanböen
6:00 UhrSchwerpunkt ungefähr von Hamburg bis ins nördliche Brandenburg mit orkanartigen bis Orkanböen, Ostsee Orkanböen

Orkantief Zeynep gibt Anlass zur Sorge: Experte mit eindringlicher Warnung - „Im Haus bleiben“

Update vom 18. Februar, 8.30 Uhr: Der Diplom-Meteorologe Dominik Jung warnt eindringlich vor den Folgen, die Orkantief „Zeynep“ für Deutschland haben könnte. In Großbritannien werde „Zeynep“ bereits als einer der heftigsten Stürme der vergangenen Jahrzehnte angesehen. Während sich die Orkanböen und Sturmflutwarnungen hauptsächlich auf Norddeutschland konzentrieren, seien Ausläufer des Sturms aber auch im Süden nicht zu unterschätzen. Da dort bereits durch den vorhergehenden Sturm „Ylenia“ eine erste Verwüstung stattgefunden habe und beispielsweise bereits beschädigte Bäume durch „Zeynep“ nun vollkommen entwurzelt werden könnten.

Jung vermutet, dass der Bahnverkehr nach Norddeutschland im Laufe des Freitags unterbrochen werden müsse. „Alles andere wäre unvernünftig. Die Menschen sollten frühzeitig Feierabend machen und nach Hause gehen. In der Nacht besteht besonders zwischen Nordsee- und Ostseeküste und allem was dazwischen ist Lebensgefahr“, so Jung. Die Menschen sollten, wenn möglich, zu Hause bleiben, alles absichern und sich vor allem von den Küsten fernhalten.

Mit dem Sturm kommen übrigens auch sehr frühlingshafte Temperaturen nach Deutschland. Am Oberrhein können am Freitag bis zu 18 Grad erreicht werden und sogar an den Alpen werden am Freitag bis zu 12 Grad erreicht.

Wetter in Deutschland: Orkantief „Zeynep“ zieht auf

Update vom 18. Februar, 7.20 Uhr: Das Orkantief „Ylenia“ ist gerade erst über Deutschland hinweggefegt, da wartet schon Orkantief „Zeynep“ auf seinen Einsatz. Bereits ab Freitagnachmittag soll der Wind im Nordwesten wieder deutliche zunehmen. Der Höhepunkt wird am Abend und in der ersten Nachthälfte zum Samstag erreicht, hieß es beim Deutschen Wetterdienst (DWD).

Vor allem auf den Ostfriesischen Inseln und an weiteren exponierten Lagen werden extreme Orkanböen mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 120 Stundenkilometern erwartet. Doch auch für das Binnenland rechnet der Wetterdienst erneut mit orkanartigen Böen und Orkanböen der Stärke 11 und 12. Mit der Angst vor dem Wind kommt auch die Angst vor möglichen Überflutungen, vor allem auf den Inseln. Die Fluttore auf Wangerooge sollten geschlossen werden, um eine Katastrophe zu verhindern.  

Orkan-Böen in Deutschland erwartet: In diesen Kreisen gilt Warnstufe lila

In einigen Landkreisen an der Nordseeküste hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) nun die höchste Warnstufe (lila) ausgegeben. Es wird vor extremen Orkanböen mit Windgeschwindigkeiten bis zu 140 km/h gewarnt.

Jedoch gilt die Sturmwarnung in milderer Form nach wie vor auch in den meisten Teilen Nord- und vielen Teilen Ost- und Westdeutschlands. Die Alarmstufe-Rot-Warnungen gelten ab heute rund 16 Uhr in West- und Mitteldeutschland und 18 bis 20 Uhr im Osten.

Orkan in Deutschland.
Warnungen des Deutschen Wetterdienstes am Freitagmorgen. © DWD

Update vom 17. Februar, 20.35 Uhr: Die Zahl der Todesopfer durch Orkantief „Ylenia“ ist auf drei gestiegen. Im Landkreis Osnabrück in Niedersachsen ist ein Autofahrer gestorben. Der Anhänger eines Lkw ist laut Polizei durch den Sturm auf die Gegenfahrbahn geraten und in den Wagen des Mannes gekracht. Sein Beifahrer erlitt durch den Aufprall schwere Verletzungen. Die Icker Landstraße 40 in Belm war wegen Rettungs- und Bergungsarbeiten voll gesperrt.

Baum kracht auf Auto, das sich überschlägt - Autofahrer in Sachsen-Anhalt stirbt

Update vom 17. Februar, 19.25 Uhr: In Sachsen-Anhalt ist ein weiterer Mensch durch Sturm „Ylenia“ ums Leben gekommen. Im Südharz starb ein 55-Jähriger auf einer Landstraße. Ein Baum fiel laut Polizei durch den starken Wind auf den Wagen des Mannes. Daraufhin überschlug sich das fahrende Auto. Damit ist die Zahl der Todesopfer auf zwei gestiegen.

„Das wird brachial“: Meteorologe warnt vor neuem Orkan

Update vom 17. Februar, 19.05 Uhr: Sturm „Ylenia“ verzieht sich, da steht der nächste Orkan in den Startlöchern. Am Freitag zieht Tief „Zeynep“ über England hinweg zur Nordsee. Und dieser Sturm ist Experten von wetter.net zufolge noch heftiger. „Ylenia“ „war nur ein Vorspiel“, sagte Meteorologe Dominik Jung. Orkan „Zeynep“ könnte laut britischen Wettermodellen Böen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 180 km/h verursachen, berichtet wa.de. „Das wird brachial“, sagt Jung. Der Westen werde zwar weniger stark betroffen sein, aber auch in NRW müsste man auf Windgeschwindigkeiten bis 110 km/h gefasst sein.

Sturm „Ylenia“: Bahnverkehr bis Samstag beeinträchtigt

Update vom 17. Februar, 16.52 Uhr: Wegen des Sturms dauern die Ausfälle im Fernverkehr der Deutschen Bahn im Norden Deutschlands deutlich länger als zunächst angekündigt. Der Zugverkehr sei voraussichtlich bis Samstag „bundesweit beeinträchtigt“, schrieb die Bahn am Donnerstag auf Twitter. Derzeit lasse sich nicht sicher sagen, welche Fernstrecken am Freitag und am Samstag weiterhin ausfallen.

Orkan-Wetter in Deutschland: Zwei Schwerverletzte

Update vom 17. Februar, 15.46 Uhr: Neben einem Toten (siehe Erstmeldung) gab es wegen des Unwetters auch Schwerverletzte: Ein 16-jähriger Rollerfahrer in Krempe (Schleswig-Holstein) wurde laut Polizei auf einer Brücke von einer Böe erfasst. Er prallte heftig gegen das Geländer. In Germering (Bayern) wurde ein 52-Jähriger von einem herabfallenden Baum getroffen*.

Die Helfer berichten laut AFP bundesweit von umgestürzten Bäumen, beschädigten Hausdächern und umhergewehten Hindernissen. Vielfach fuhren auch Autos in umgeknickte Bäume, vereinzelt stürzten Bäume auch auf Wohnhäuser oder es kamen leere Lastwagen durch Böen von der Fahrbahn ab.

Bereits vor Ankunft des Orkantiefs hatten die Behörden in vielen Bundesländern reagiert. So ordnete das bevölkerungsreichste Land Nordrhein-Westfalen einen landesweiten Schulausfall für diesen Donnerstag an.

Deutschland-Wetter: Auf „Ylenia“ folgt Orkan-Tief „Zeynep“

Update vom 17. Februar, 14.54 Uhr: Meteorologen warnen nach „Ylenia“, der in Deutschland* bereits ein Todesopfer forderte (siehe Erstmeldung) vor dem nächsten Orkan. Der DWD rechnet damit, dass „Zeynep“  bereits am Freitagmittag (18. Februar) „extreme Orkanböen von über 140 Stundenkilometer“ von der ostfriesischen Küste bis zur Elbe verursachen könnte.

Auch die Meteorologin Andreas Machalica von wetter.com warnt in einer Aussendung. Nach derzeitigen Modellberechnungen werde „Zeynep“ in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein am stärksten sein. „Zeynep“ werde demnach ein noch kräftigerer Sturm. In der Nacht zum Samstag (19. Februar) erreiche das Sturmtief dann den gesamten Norden des Land.

An der Küste seien Sturmböen von mehr als 120 Stundenkilometern zu erwarten. Auch nach dem Aufzug des Sturmtiefs am Samstagmorgen werde es voraussichtlich sehr windig bis stürmisch bleiben. „Das heißt also, auch am Wochenende haben wir es wieder mit einer brandgefährlichen Lage zu tun“, schreibt Machalica.

Erster Sturm-Toter in Deutschland: 37-jähriger Mann wird in Auto von Baum erschlagen

Erstmeldung: Bad Bevensen - Ein 37 Jahre alter Mann ist in seinem Auto Opfer des Orkantiefs „Ylenia“ geworden. Er war am Donnerstagmorgen gegen 9 Uhr auf der L252 zwischen Bad Bevensen und Seedorf im Landkreis Uelzen unterwegs, als ein Baum auf seinen Pkw stürzte und ihn erschlug. Wie ein Sprecher der Feuerwehr bestätigte, war der Fahrer sofort tot. Für die Dauer der Bergungsarbeiten wurde die Landstraße gesperrt.

Wetter in Deutschland - Schwere Sturmlage droht bis Samstag

Das Orkantief „Ylenia“ flaut am Donnerstagnachmittag ab. „Der erste Höhepunkt ist überschritten, aber weitere werden sowohl heute als auch morgen noch folgen“, teilt der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Donnerstagvormittag mit. Die gefährliche Wetterlage hält in Deutschland in einigen Regionen bis zum Abend an.

Vielerorts sei weiterhin mit stürmischen Böen und Sturmböen zurechnen, warnt der DWD. Im Norden und Osten mit schweren Sturmböen, in Teilen Brandenburgs kann es orkanartige Böen geben. Auf dem Brocken und im Fichtelgebirge sind einzelne Böen mit Windgeschwindigkeiten über 140 km/h möglich.

Orkantief „Zeynep“ im Anmarsch - DWD erwartet „extreme Orkanböen“ am Freitag

Nach einer kurzen Sturmpause in der Nacht zum Freitag zeichnet sich erneut eine Unwetterlage ab. Orkantief „Zeynep“ ist im Anmarsch. Vor allem die Nord- und Ostseeküste sowie Schleswig-Holstein bekommen sehr starken Wind ab.

„Wir warnen vor extremen Orkanböen bis 135 Stundenkilometern an der Nordseeküste“, sagte Franka Nawrath, Meteorologin beim Deutschen Wetterdienst (DWD) der Nachrichtenagentur dpa. Auch an der Ostseeküste werden am Freitagabend demzufolge extreme Orkanböen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 135 km/h erwartet. In den übrigen Regionen des Nordens könne mit orkanartigen Böen oder auch Orkanböen gerechnet werden.

Beaufortskala zur Einteilung von Windstärken

Beaufort-Skala/ Grad *BezeichnungWindgeschwindigkeit Kilometer pro Stunde (km/h)Beispiele für die Auswirkungen des Windes im Binnenland
Bft 7steifer Wind50 bis 61 km/hfühlbare Hemmungen beim Gehen gegen den Wind, ganze Bäume bewegen sich
Bft 8stürmischer Wind62 bis 74 km/hZweige brechen von Bäumen, erschwert erheblich das Gehen im Freien
Bft 9Sturm75 bis 88 km/hÄste brechen von Bäumen, kleinere Schäden an Häusern (Dachziegel oder Rauchhauben abgehoben)
Bft 10schwerer Sturm89 bis 102 km/hWind bricht Bäume, größere Schäden an Häusern
Bft 11orkanartiger Sturm103 bis 117 km/hWind entwurzelt Bäume, verbreitet Sturmschäden
Bft 12Orkanab 118 km/hschwere Verwüstungen

*Quelle: DWD Beaufort-Skala

Wetter in Deutschland: Alarmstufe Rot! Orkan-Alarm im Norden

Mit welcher Wucht das Orkantief den Norden treffen wird, sei aber noch immer nicht zu 100 Prozent berechenbar. Die Signale für extreme Orkanböen seien aber da. Der DWD bekommt alle sechs Stunden neue Modelldaten. Berechnungen hätten dabei den Kern des Orkantiefs jeweils an verschiedenen Orten berechnet.

„Nach jetzigem Stand zieht das Tief von der Nordsee über Dänemark nach Südschweden. Und wir sind dann an der Südflanke des Tiefs im stärksten Windfeld“, so Nawrath weiter. „Das ist der Norden Deutschlands.“(ml/dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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