1. Werra-Rundschau
  2. Panorama

Grubenunglück in Polen: Zahl der Toten nach Explosionen steigt - dramatische Suche nach etlichen Vermissten

Erstellt:

Von: Jennifer Lanzinger

Kommentare

Polens Ministerpräsident Mateusz Morawiecki vor dem Bergwerk in Pawlowice Slawskie, wo Explosionen mehrere Menschenleben forderten.
Polens Ministerpräsident Mateusz Morawiecki zeigte sich am Unglücksort tief betroffen. © ZBIGNIEW MEISNNER/dpa

In Polen ereignen sich zwei Explosionen in einem Bergwerk. Mehrere Menschen sterben, weitere Männer werden gerettet. Die Suche nach Vermissten dauert noch an. News-Ticker.

Update vom 20. April, 16.33 Uhr: Beim Grubenunglück im Süden Polens hat es ein fünftes Todesopfer gegeben. Regierungschef Mateusz Morawiecki gab bei einem Besuch am Unglücksort an, dass unter den Todesopfern auch eine Rettungskraft sei. „Die Worte bleiben einem im Halse stecken, weil wir jetzt wissen, dass fünf Menschen tot sind und sieben noch in den Minenstollen feststecken“, sagte Morawiecki am Unglücksort vor Journalisten. Es gebe zudem „mehr als 20 Verletzte im Krankenhaus mit schweren Verbrennungen“. Der polnische Ministerpräsident sprach den Angehörigen der Todesopfer sein Mitgefühl aus.  

Update vom 20. April, 15.05 Uhr: Die örtlichen Behörden und der Bergwerksbetreiber JSW haben sich nach dem Grubenunglück im Süden Polens erneut zur Anzahl der Betroffenen geäußert. Demnach sind mindestens vier Menschen ums Leben gekommen und 20 weitere verletzt worden. Derzeit werde nach sieben Personen in dem Braunkohlebergwerk in Pawlowice Slawskie noch gesucht, nachdem es dort zwei Explosionen gegeben hatte. Zuvor hatte das Unternehmen von mindestens drei Todesopfern und 21 Verletzten gesprochen.

Zahl der Todesopfer steigt: Mindestens vier Menschen sterben bei Grubenunglück in Polen

Update vom 20. April 11.58 Uhr: Vier verschüttete Bergleute sind bei einem Grubenunglück in Polen gestorben. Nach sieben weiteren Menschen werde gesucht, teilte Polens Minister für Staatsbeteiligungen, Jacek Sasin, per Twitter mit. Nach Angaben der polnischen Nachrichtenagentur PAP starben drei Bergarbeiter unter Tage, der vierte erlag nach der Einlieferung in ein Krankenhaus seinen durch eine Methan-Explosion verursachten Kopfverletzungen.

Gegenwärtig sind 13 Rettungsteams dabei, nach den Vermissten zu suchen. Auch Rettungshubschrauber seien im Einsatz, teilte die örtliche Feuerwehr mit. Regierungschef Mateusz Morawiecki wollte den Ort des Unglücks noch am Mittwoch besuchen.

Grubenunglück in Polen: Rettungsaktion nach zweiter Explosion abgebrochen - acht Grubenarbeiter noch vermisst

Update vom 20. April, 11.14 Uhr: Nach dem Grubenunglück in Polen erhöht sich die Zahl der Todesopfer auf drei. Das bestätigte der Grubenbetreiber JSW am Mittwoch. Acht weitere Menschen würden nach dem Unglück in dem Braunkohlebergwerk im südpolnischen Pawlowice Slawskie noch vermisst. Zunächst hatte das Unternehmen von zwei Todesopfern und acht Vermissten gesprochen.

„Wir haben keinen Kontakt zu acht Menschen, die dort arbeiteten“, sagte JSW-Chef Tomasz Cudny der polnischen Nachrichtenagentur PAP. Infolge von zwei Explosionen in der Pawlowka-Mine wurden demnach zudem 21 Verletzte ins Krankenhaus eingeliefert. Nach Angaben des Bergwerkbetreibers hatte sich nach Mitternacht in einer Tiefe von 1000 Metern eine erste Explosion in der Mine ereignet. Zu diesem Zeitpunkt hätten sich 42 Grubenarbeiter in dem betroffenen Bereich aufgehalten. Viele von ihnen hätten Verbrennungen erlitten, teilte JSW mit.

Eine zweite Explosion ereignete sich demnach, als Rettungskräfte sich unter Tage um die Verletzten kümmerten. Wegen riskanter Bedingungen unter Tage wurde der Rettungs- und Bergungseinsatz am Mittwochmorgen ausgesetzt.

Grubenunglück in Polen: Tote und mehrere Vermisste nach Explosion in Bergwerk

Erstmeldung vom 20. April: Warschau - Ein tragisches Unglück hat sich nun in einem Steinkohlebergwerk in Polen* ereignet, mehrere Menschen wurden im dem Bergwerk im schlesischen Pniowek südlich von Kattowitz verletzt und vermisst. Zwei Personen überlebten die Explosion unter Tage nicht, zahlreiche weitere Personen werden noch vermisst.

Wie die dpa unter Berufung auf den Betreiber der Grube am Mittwoch berichtet, wird aktuell nach acht Menschen gesucht. In dem Bergwerk im schlesischen Pniowek südlich von Kattowitz war es kurz nach ein Uhr morgens zu einer Methangasexplosion gekommen. Bei der Explosion, die sich tausend Meter unter Tage ereignete, wurden insgesamt 15 Bergleute verletzt. Zwölf von ihnen konnten gerettet werden, sie kamen in ein Krankenhaus.

Grubenunglück in Polen: Rettungsteam findet zwei tote Bergleute

Während zwei Rettungsteams nach den drei noch vermissten Bergleuten suchten, kam es den Angaben zufolge vermutlich zu einer weiteren Explosion. Daraufhin verlor der Krisenstab den Kontakt zu sieben Rettern. Auch zu den drei vermissten Bergleuten gab es weiterhin keinen Kontakt. Am Mittwochmorgen konnte ein weiteres Rettungsteam zu zwei von ihnen vordringen - ein Arzt stellte dabei den Tod der Verschütteten fest.

Gegenwärtig sind fünf Rettungsteams dabei, nach den Vermissten zu suchen. Auch Rettungshubschrauber seien im Einsatz, teilte die örtliche Feuerwehr mit. (dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Auch interessant

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,
wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.
Die Redaktion