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Schüsse in Russland: Mindestens 17 Tote nach Amoklauf in Schule

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Von: Jennifer Lanzinger

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Nach dem Amoklauf an einer Schule ist die Zahl der Todesopfer laut russischer Behörden weiter gestiegen. Der mutmaßliche Täter brach zuvor in die Schule ein.

Update vom 27. September, 10.08 Uhr: Die tödlichen Schüsse an einer Schule in der russischen Stadt Ischewsk haben mindestens 17 Menschenleben gefordert. Das teilten die Behörden in der Republik Udmurtien mit. Demnach erlagen zwei weitere Menschen ihren Verletzungen. Bei drei Verletzten bestehe Lebensgefahr, teilte der russische Gesundheitsminister Michail Muraschko am Dienstag mit. 15 Verletzte, darunter 13 Kinder, sollten in die russische Hauptstadt zur Behandlung geflogen werden, sagte er. Insgesamt hatte es mehr als 20 Verletzte gegeben.

Amoklauf an Schule: Inzwischen 17 Todesopfer

Am Montag hatte ein 34-jähriger Ex-Schüler die Schule überfallen und auf Schüler, Lehrer und Wachpersonal geschossen. Der Mann tötete sich nach Behördenangaben selbst. Der Täter, der laut Behörden psychische Probleme hatte, soll mit zwei Makarow-Pistolen um sich geschossen haben. Zu den Hintergründen der Tat in der Stadt rund 1200 Kilometer östlich von Moskau begannen die Untersuchungen. Zu dem Täter teilte Chefermittler Alexander Bastrykin mit: „Er hatte ein schwarzes T-Shirt mit nazistischer Symbolik und Sturmmaske an. Er hatte keine Dokumente dabei.“ Die Ermittler veröffentlichten auch ein Foto, auf dem ein Hakenkreuz zu sehen war.

Update vom 26. September, 17.48 Uhr: Ein vom Kreml als mutmaßlicher Neofaschist eingestufter Schütze hat am Montag in einer russischen Schule mehrere Menschen getötet. Die Anzahl der Todesopfer wurde im Laufe des Tages nach oben korrigiert. Zunächst war von 13 Todesopfern die Rede gewesen, Angaben des russischen Ermittlungskomitees vom Montagnachmittag zufolge starben 15 Menschen, darunter elf Kinder. 24 weitere Menschen, darunter 22 Kinder, hätten bei dem Schusswaffenangriff am Montag in Ischewsk Verletzungen erlitten. Der mutmaßliche Schütze richtete sich nach vorläufigen Erkenntnissen der Ermittler in der Schule selbst. Russlands Staatschef Wladimir Putin sprach von einem „Terrorangriff“.

Wladimir Putin verurteilt Schusswaffenattacke auf eine Schule als „unmenschlichen Terrorangriff“

Update vom 26. September, 13.04 Uhr: Der russische Staatschef Wladimir Putin hat die Schusswaffenattacke auf eine Schule in Russland mit mindestens 13 Toten als „unmenschlichen Terrorangriff“ verurteilt. „Präsident Putin betrauert den Tod von Erwachsenen und Kindern in einer Schule, wo es einen Terrorangriff einer Person gab, die offensichtlich einer neofaschistischen Gruppe angehört“, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Montag in Moskau. „Der Präsident wünscht denjenigen, die bei diesem unmenschlichen Terrorangriff verletzt wurden, gute Besserung.“

„Unmenschlicher Terrorangriff“: 15 Tote nach Amoklauf in Schule in Ischewesk.
„Unmenschlicher Terrorangriff“: 15 Tote nach Amoklauf in Schule in Ischewesk. © Sergei Kuztsov/dpa

Kreml bezeichnet Bluttat in Schule als „terroristischen Akt“

Bei dem Überfall auf die Schule in der Stadt Ischewsk (1.200 Kilometer östlich von Moskau) soll es 13 Todesopfer geben. Unter ihnen sind sieben Kinder und sechs Erwachsene, wie die Behörden mitteilten. Der Täter habe sich selbst getötet, hieß es.

Die Ermittler nannten am Nachmittag auch die Identität des Mannes, es handele sich um einen 34-Jährigen, der einmal Schüler dort gewesen sei. Kremlsprecher Peskow sagte, er „gehörte allem Anschein nach einer neofaschistischen Organisation oder Gruppierung an“. Ermittler hatten gesagt, der Mann habe ein schwarzes T-Shirt mit Nazi-Symbolik und eine Sturmhaube getragen.

Putin habe bereits mit der regionalen Führung und Regierungsmitgliedern gesprochen, die sich um die Betreuung der Verletzten kümmern sollten, sagte Peskow. Den Behörden zufolge gab es 21 Verletzte, darunter 14 Schüler. Das Zivilschutzministerium fliege Ärzte, Psychologen und andere Spezialisten in die Region Udmurtien. An der Schule Nummer 88 mit rund 80 Lehrern lernen nach offiziellen Angaben 982 Schülerinnen und Schüler.

Todesopfer bei Schüssen in russischer Schule. Polizei und Sanitäter sind in der Stadt Ischewsk im Einsatz.
Bluttat an russischer Schule: Polizei und Sanitäter sind in der Stadt Ischewsk im Einsatz. © Uncredited/AP/dpa

Schüsse in Russland: Unbekannter bricht in Schule ein – Mindestens 13 Tote und zahlreiche Verletzte

Update, 11.45 Uhr: Die Zahl der gemeldeten Todesopfer bei Schüssen in einer russischen Schule ist am Montag auf 13 gestiegen. Das teilte das nationale Ermittlungskomitee in neuen Angaben mit, darunter seien 7 Kinder und 7 Erwachsenen. Zuvor war von neun Toten die Rede gewesen, darunter mindestens zwei Lehrer und zwei Wachleute. Die Ermittlungsbehörde bestätigte, dass es 21 Verletzte gebe, darunter 14 Kinder und 6 Erwachsene.

Ursprungsmeldung: Ischewsk - In Russland hat sich nach Behördenangaben am Montag ein tödlicher Angriff in einer Schule ereignet. Bei dem Amoklauf in der Stadt Ischewsk sind nach bisherigen Erkenntnissen neun Menschen ums Leben gekommen, darunter fünf Kinder. Das nationale Ermittlungskomitee sprach von neun Toten, darunter fünf Kinder, zwei Lehrer und zwei Wachleute. Das Innenministerium der Republik Udmurtien hatte zuvor von sechs Toten und 20 Verletzten gesprochen.

Schüsse in Russland: Unbekannter bricht in Schule ein - Mindestens 9 Todesopfer und zahlreiche Verletzte

„In Udmurtien gab es heute eine Tragödie in Ischewsk in der Schule 88. Ein noch nicht identifizierter Mensch brach in die Schule ein, tötete einen Wachmann, das ist schon bekannt“, hatte Gouverneur Alexander Bretschalow kurz nach der Tat gesagt. „Es gibt Opfer unter den Kindern und Verletzte“, sagte er. Der Hintergrund des Angriffs in der Schule ist zunächst nicht bekannt. Der mutmaßliche Täter tötete sich kurz darauf selbst. Das bestätigte das Innenministerium der Region.

In Russland gab es bereits mehrfach Amokläufe an Bildungseinrichtungen mit vielen Toten und Verletzten. Im vergangenen Jahr hatte ein Amoklauf in einer Universität in Russland für Todesopfer gesorgt, junge Menschen waren in Panik aus den Fenstern gesprungen.

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