Sieben Festnahmen nach Tod deutscher Touristin

San Francisco - Die Polizei hat im Zusammenhang mit dem Tod einer deutschen Touristin im vergangenen Jahr am Mittwoch sieben Personen festgenommen. Doch noch sind nicht alle Verdächtigen gefasst.

Acht Monate nach dem gewaltsamen Tod einer deutschen Urlauberin in San Francisco sind am Mittwoch sieben Tatverdächtige festgenommen worden. Nach Angaben der US-Polizei sollen vier Männer im Alter von 18 bis 20 Jahren wegen Tötung vor Gericht gestellt werden, ein Erwachsener und zwei Jugendliche müssen sich wegen Beihilfe verantworten. Ein achter Tatverdächtiger sei noch nicht gefasst worden, hieß es.

Im vergangenen August war die 50 Jahre alte Grundschulleiterin Mechthild Schröer aus dem nordrhein-westfälischen Minden vor den Augen ihres Mannes auf der Straße erschossen worden. Das Ehepaar war nur wenige Schritte von seinem Hotel in der Innenstadt entfernt, als es in die Schusslinie von jugendlichen Bandenmitgliedern geriet. Stefan Schröer blieb unverletzt, seine Frau war auf der Stelle tot.

Die Bluttat setzte eine groß angelegte Fahndung nach den Tätern in Gang. Mehrere Verdächtige waren kurz nach der Tat festgenommen worden, aber die damals vorliegenden Beweise reichten für eine Anklage zunächst nicht aus.

Die Ermittler beschrieben den Vorfall am Mittwoch als eine Schießerei zwischen rivalisierenden Banden. Mordinspektorin Lea Militello sagte über die langwierigen Ermittlungen, dass am Ende “viele Stücke des Puzzles“ gepasst hätten. Sie habe den Ehemann des Opfers, Stefan Schröer, nach den Festnahmen in Deutschland angerufen. “Er war extrem emotional und sehr sehr dankbar“, teilte Militello vor Journalisten mit. Die sieben Tatverdächtigen sollten am Donnerstag dem Haftrichter vorgeführt werden. Die Ermittler teilten ihm mit, dass sie mit einer baldigen Anklage der Tatverdächtigen rechnen.

Stefan Schröer war vergangene Woche mit seinen 18 und 22 Jahre alten Söhnen nach San Francisco zurückgekehrt. “Meine Kinder wollten den Platz sehen, wo es passiert ist“, sagte der Lehrer bei dem Besuch der Deutschen Presse-Agentur. Zudem wollte er sich bei den vielen Menschen bedanken, die ihm damals zur Seite standen.

dapd

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