Teile von Christchurch müssen aufgegeben werden

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Ein Bagger zerstört die Überreste einer Kirche

Christchurch - Teile der neuseeländischen Stadt Christchurch müssen voraussichtlich aufgegeben werden. Momentan ist der Abriss von 10.000 Häusern geplant. Eine kuriose Versteigerung soll den Opfern helfen.

Teile der neuseeländischen Stadt Christchurch werden nach dem verheerenden Erdbeben vor zwei Wochen nach Aussage von Ministerpräsident John Key aufgegeben werden müssen. Rund 10.000 Gebäude müssten aufgrund der Schäden abgerissen werden, sagte der Regierungschef am Montag. “Es gibt einige Teile von Christchurch, die nicht wieder aufgebaut werden können“, sagte Key mit Hinweis auf Schäden des Untergrunds.

Bilder aus der Unglücksregion

Erdbeben in Neuseeland: Dutzende Tote

Ein Beben der Stärke 6,3 hatte die Stadt am 22. Februar erschüttert und zahlreiche Gebäude schwer beschädigt. Die Zahl der von den Behörden bestätigten Todesopfer liegt bei 166. Es wird aber erwartet, dass sie auf mehr als 200 steigt.

30-Tonnen-Felsbrocken für Bebenopfer versteigert

Ein rund 30 Tonnen schwerer Felsbrocken ist in Neuseeland zugunsten der Erdbebenopfer versteigert worden. Der massive Fels mit mehr als drei Metern Durchmesser hatte bei dem Erdbeben in Christchurch vor fast zwei Wochen ein Wohnhaus zerstört. Das Haus musste am Montag abgerissen werden. Die Versteigerung brachte 60 050 neuseeländische Dollar ein - knapp 32 000 Euro, wie das Online-Auktionshaus “Trade me“ mitteilte.

Hausbesitzer Phil Johnson hatte den Felsen “Rocky“ getauft - “Rock“ heißt Fels. Er pries den Brocken als Gartendekoration an, “oder, wie bei uns, als wunderbare Ergänzung für das Wohnzimmer“. Mehr als 316 000 Leute klickten auf das Angebot. Sieger war am Ende eine Skifirma, die “Rocky“ auf einem Parkplatz ausstellen will.

Bei dem Erdbeben der Stärke 6,3 waren mehr als 160 Menschen ums Leben gekommen. Hunderte Häuser wurden zerstört oder stark beschädigt.

dapd/dpa

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