21-Jähriger festgenommen

US-Polizei vereitelt Anschlag auf Zentralbank

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Die Fassade der Federal Reserve Bank in New York

New York - Die US-Polizei hat am Mittwoch einen Anschlag auf das Gebäude der Notenbank Fed in New York vereitelt. Inzwischen hat sich herausgestellt, dass sogar noch ein zweiter Anschlag geplant war.

Die US-Bundespolizei FBI hat im Rahmen verdeckter Ermittlungen einen 21-jährigen Mann festgenommen, der einen Bombenanschlag auf das Gebäude der Notenbank Fed in New York verüben wollte. Der aus Bangladesch stammende Mann wurde Polizeiangaben zufolge am Mittwoch in Gewahrsam genommen, nachdem er versucht hatte, nahe dem Gebäude der Zentralbank in Manhattan eine Autobomben-Attrappe zu zünden.

Die schlimmsten Terroranschläge seit dem 11. September

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Agenten des FBI griffen den Mann mit einem Mobiltelefon auf, von dem er annahm, dass er damit die Sprengladung zünden könne. Gerichtsunterlagen zufolge half der Verdächtige zuvor beim Bau der 450 Kilogramm schweren Bombe in einer Lagerhalle. Er wusste nicht, dass das für den Sprengsatz ausgewählte Material nicht explosionsfähig war.

Der Verdächtige habe einen verdeckt arbeiteten Agenten gebeten, ihn dabei zu Filmen wie er Folgendes sagte: „Wir werden nicht aufhören, bis wir einen Sieg oder Märtyrertod erzielen.“ Der Mann sei bereits länger vom FBI überwacht worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Eine Gefahr für die Öffentlichkeit habe zu keinem Zeitpunkt bestanden.

Verdächtiger will Verbindungen zur Al-Kaida gehabt haben

Nach seinem versuchten Anschlag auf die Bank müsse der Verdächtige mit „schwerwiegenden Konsequenzen“ rechnen, sagte Mary Galligan vom New Yorker FBI-Büro. Vorerst bleibt der 21-Jährige in Polizeigewahrsam. Das habe ein Gericht in New York am Mittwochnachmittag (Ortszeit) angeordnet, meldeten US-Medien. Der Mann habe bei dem Termin keinen Antrag auf eine Entlassung gegen Kaution gestellt. Jetzt bleiben den Behörden 30 Tage, um einen Haftbefehl gegen den 21-Jährigen zu verhängen.

Der Mann soll bereits im Januar in die USA gereist sein mit dem Ziel, dort einen Anschlag zu verüben. Im Juli habe er einen Informanten kontaktiert und ihm von seiner Absicht erzählt, eine Terrorzelle zu gründen, sagte die Staatsanwaltschaft.

Der Verdächtige soll angegeben haben, Verbindungen zum Terrornetzwerk Al-Kaida zu haben. Es gab nach Angaben der Staatsanwaltschaft jedoch keine Hinweise darauf, dass der 21-Jährige von der Terrorgruppe ausgebildet worden sei oder Anweisungen erhalten habe.

War ein zweiter Anschlag auf New Yorker Börse geplant?

Behördenangaben zufolge soll der Verdächtige als mögliches Anschlagsziel auch die New Yorker Börse NYSE in Erwägung gezogen haben. In einem Schreiben, in dem er die Verantwortung für den geplanten Anschlag auf das Gebäude der Fed übernahm, soll er angegeben haben, er wolle „Amerika zerstören“.

Die Bank in New York ist eine von zwölf Filialen der US-Notenbank und gilt als eines der am strengsten bewachten Gebäude in der Millionenmetropole. In der Gegend um das Gebäude sind tausende Überwachungskameras im Einsatz. Das Überwachungsprogramm der New Yorker Polizei gleicht dem „Ring aus Stahl“ genannten Überwachungssystem im Zentrum von London.

dapd/dpa

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