1. Werra-Rundschau
  2. Panorama

Löwe beißt Zoomitarbeiter Finger ab - vor den Augen der Besucher

Erstellt:

Von: Kai Hartwig

Kommentare

In einem jamaikanischen Zoo beißt ein Löwe einem Mitarbeiter einen Finger ab.
In einem jamaikanischen Zoo biss ein Löwe einem Mitarbeiter einen Finger ab. © Screenshot / twitter.com/OneciaG

Ein Zoomitarbeiter animiert im jamaikanischen St. Elizabeth vor dem Löwengehege ein Tier auf provokante Art. Das hat für den leichtsinnigen Mann schlimmen Folgen.

St. Elizabeth - Wer sich in einen Zoo oder einen Tierpark begibt, kann dort Tiere bestaunen, denen man in freier Wildbahn selten so nah sein kann. Dabei erfreuen sich gerade Raubkatzen großer Beliebtheit unter den Zoobesuchern. Die Faszination, die die Wildkatzen ausüben, ist für viele Zoofans enorm - wie auch im Tierpark Hellabrunn.

Löwe
Größe (Schulterhöhe):Männchen bis zu 1,20 Meter, Weibchen bis zu 1,10 Meter
Gewicht:Männchen bis zu 190 kg, Weibchen bis zu 130 kg
Lebensraum:Afrika, Indien

Löwe attackiert leichtsinnigen Zoomitarbeiter - Tier beißt dem Mann vor Besuchern Finger ab

Besonders die Löwen stehen dabei im Fokus. Nicht umsonst werden sie auch als König der Tiere bezeichnet. Dank ihrer Kraft sind sie den meisten anderen Gattungen in freier Natur überlegen - und entsprechend gefürchtet. Wie gefährlich ein Löwe selbst in Gefangenschaft sein kann, musste nun ein Zoomitarbeiter auf schmerzliche Weise erfahren. Der Mann arbeitet im Jamaica Zoo, der sich im jamaikanischen Ort St. Elizabeth befindet. Dort wurde er von einem männlichen Löwen attackiert.

Ein Video, das auf Twitter kursiert, zeigt offenbar den Moment des Löwen-Angriffs. Der soll sich am 20. Mai abgespielt haben. Zunächst wirkt die Lage eher ungefährlich. Doch dann steckt der Zoomitarbeiter seine Hand durch den Maschendrahtzaun des Löwen-Geheges. Dabei animiert er die Raubkatze, teils klatschend und rufend, eine Reaktion zu zeigen. Eine Provokation, die bittere Folgen hat.

Denn nun ändert sich die Situation auf dramatische Weise. Der Löwe schnappt urplötzlich zu und beißt in die Hand des Zoomitarbeiters. Ein Teil der Finger hat das Raubtier in seinem Maul. Währendessen versucht der verzweifelte Mann, seine Finger aus der Umklammerung des Löwen zu befreien. Er stemmt sich dazu mit seinen Füßen gegen das Gehege. Doch vergebens, das wilde Tier beißt den Ringfinger des Mannes ab. Erst dann kann dieser seine Hand aus dem Gehege ziehen.

Löwe beißt Zoomitarbeiter Finger ab: Besucher dachten erst an einen bösen Scherz

Den furchtbaren Zwischenfall mussten laut einem Bericht des Jamaican Observer rund 15 Zoobesucher mitansehen. Dabei war ihnen im ersten Moment gar nicht klar, was für ein Drama sich da vor ihren Augen abspielte. „Als es passierte, dachte ich, dass es ein Spaß ist“, schilderte eine Zeugin der Zeitung. „Ich habe überhaupt nicht kapiert, dass es Ernst ist, weil es doch deren Job (der Zoomitarbeiter; Anm. d. Red.) ist, eine Show zu bieten.“

Die Zeugin meinte weiter: „Sein Gesichtsausdruck, als er wegging, war so, als habe der Schmerz noch nicht eingesetzt.“ Vermutlich sorgte das Adrenalin des Attackierten dafür, dass sich die Schmerzen durch den Verlust des Fingers erst später bemerkbar machten.

Nach Löwen-Attacke: Zoo reagiert auf tragischen Vorfall - „Hätte nie passieren dürfen“

Die Frau, die die Attacke hautnah mitbekam, verstand aber wie die übrigen Zeugen schnell, wie schlimm es wirklich um den Mann stand: „Als er auf den Boden fiel, wurde natürlich allen klar, dass es ernst war. Alle gerieten in Panik.“ Der Anblick der verletzten Hand war offenbar furchtbar. „Die gesamte Haut und das erste Gelenk seines Fingers waren weg“, sagte die geschockte Zoobesucherin.

Unterdessen meldeten sich auch die Verantwortlichen des Zoos in St. Elizabeth zu Wort. In einem Statement hieß es, dass die „gezeigten Handlungen“ des angegriffenen Mitarbeiters zwar „tragisch“ seien. Dennoch würden sie „nicht den Sicherheitsverfahren und Richtlinien entsprechen, die im Zoo jederzeit eingehalten werden müssen.“ Es handele sich um „einen unglücklichen Vorfall, der nie hätte passieren dürfen“. (kh)

Auch interessant

Kommentare