Bund der Versicherten

Kritik am Hilfspaket für Lebensversicherer

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Der Bund der Versicherten hat scharfe Kritik am geplanten Hilfspaket der Bundesregierung für Lebensversicherer geäußert.

Berlin/Passau - "Ein Schlag ins Gesicht der Versicherten": Der Bund der Versicherten hat scharfe Kritik am geplanten Hilfspaket der Bundesregierung für Lebensversicherer geäußert.

Grund dafür sind die anhaltend niedrigen Zinsen. „Die Bundesregierung (...) folgt dem lauten Schreien der Versicherungswirtschaft“, sagte Vorstandschef Axel Kleinlein der „Passauer Neuen Presse“ (Dienstag) - und sprach von einem „Schlag ins Gesicht der Versicherten“. Er bemängelte Einschnitte bei der Beteiligung der Kunden an den sogenannten Bewertungsreserven, die aus Kursgewinnen der Kapitalanlagen gespeist werden.

Die große Koalition will die Hilfen in den nächsten Wochen auf den Weg bringen. Einen genauen Zeitplan und Details dazu hatte das Finanzministerium am Montag noch offengelassen. Eine Sprecherin kündigte ein „ausbalanciertes Maßnahmenpaket“ an mit einem fairen Ausgleich zwischen Kunden und Versicherern. Verschiedene Optionen würden geprüft.

Bei den Maßnahmen geht es grundsätzlich um eine faire Verteilung stiller Reserven der Versicherer zwischen Alt- und Neukunden beziehungsweise auslaufenden und bestehenden Verträgen. Änderungen bei den Bewertungsreserven träfen nach Einschätzung des Bundes der Versicherten vor allem Kunden, deren Verträge auslaufen oder die diese gekündigt haben.

Die Grünen warnten die Koalition, mit ein paar Tricks die Kunden faktisch um Milliardenbeträge zu bringen. „Dieses Paket hat nicht das Ziel, den versicherten Verbrauchern zu helfen, sondern hier wird eine Branche finanziell bedient“, sagte die Grünen-Politikern Renate Künast der „Leipziger Volkszeitung“ (Dienstag).

dpa

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