Castor-Protest - aber bitte friedlich 

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Zu der Kundgebung in Sichtweite der Castor-Umladestation in Dannenberg haben zahlreiche Anti-AKW-Initiativen und Umweltorganisationen aufgerufen

Lüchow - Wenn der Castor-Transport Richtung Gorleben durch Deutschland rollt, werden sich wieder zahntausende Atom-Gegner und Polizisten gegenüber stehen. Gemeinsam werben sie im Vorfeld für gewaltfreien Protest.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) und die Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg werben für einen friedlichen und gewaltfreien Verlauf der Demonstrationen gegen den bevorstehenden Castor-Transport nach Gorleben. “Wir setzen auf einen fantasievollen Bürgerprotest und Aktionen zivilen Ungehorsams, unsere Gegner sind nicht die Polizisten“, erklärte die BI-Vorsitzende Kerstin Rudek am Donnerstag in Lüchow nach einem Treffen mit der Gewerkschaft.

Der GdP-Landesvorsitzende Bernhard Witthaut äußerte Verständnis für die Ideale und Ziele der Atomkraftgegner. “Unser gemeinsames Ziel soll die Durchführung von friedlichen Protesten und Demonstrationen sein“, sagte er. Die Bürgerinitiative erwartet zu einer Protestkundgebung gegen den Transport am 6. November “30.000 oder mehr Demonstranten aus dem ganzen Bundesgebiet“, wie ihr Sprecher Wolfgang Ehmke auf dapd-Anfrage sagte. “Wir rechnen mit der größten Demonstration in der 33-jährige Geschichte des Widerstandes gegen die Gorlebener Atomanlagen“, betonte er.

Atomkraftgegner erwarten Rekord

Atomkraftgegner rechnen beim Castor-Transport am ersten November-Wochenende mit so vielen Demonstranten wie seit 30 Jahren nicht mehr. Mindestens 30 000 Menschen werden nach Angaben der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) zur zentralen Protestkundgebung am 6. November in Dannenberg erwartet.

Die Demonstranten wollen im niedersächsischen Wendland gegen den Castor-Transport ins Zwischenlager Gorleben und gegen längere Atomlaufzeiten protestieren. BI-Sprecher Wolfgang Ehmke teilte am Donnerstag mit, in diesem Jahr werde es mit Sicherheit die größte Protestaktion der Atomkraftgegner im Wendland in ihrer 30-jährigen Widerstandsgeschichte geben.

dapd/dpa

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