Wer wird Spitzenkandidat?

Grüne: Viel Konkurrenz für Roth und Trittin

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Parteichefin Claudia Roth bekommt viel Konkurrenz bei der Wahl zur Spitzenkandidatin.

Berlin - Die Urwahl der Grünen-Spitzenkandidaten wird zum Tummelplatz der Basis. Die Bewerbungsliste ist geschlossen - die Grünen-Prominenz bekommt reichlich Konkurrenz.

Insgesamt 15 Grünen-Politiker wollen um die Spitzenkandidatur bei der Bundestagswahl kämpfen. Allein sieben bisher nicht angekündigte Bewerbungen von Basisvertretern kamen bis zum Ablauf der Frist noch hinzu. Mit dem Freischalten der Liste auf der Grünen-Homepage am späten Montagabend ist klar: Wenn bei den anstehenden Vorstellungsrunden in den Ländern annähernd alle kommen, wird es große Podien brauchen.

Seit Wochen bekannt ist, dass die folgende Spitzenpolitikern die Grünen im Wahlkampf anführen wollen: die Fraktionsvorsitzenden Renate Künast und Jürgen Trittin, Parteichefin Claudia Roth und die Bundestags-Vizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt. Weil sie sich nicht einigen konnten, wurde die Urwahl überhaupt erst nötig. Nun soll es ein Duo aus einem Mann und einer Frau oder zwei Frauen werden.

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Beworben hatten sich zudem die Parteimitglieder Patrick Held, Markus Meister, Franz Spitzenberger und Werner Winkler. Von der Basis dazugekommen sind nun noch Thomas Austermann (Essen), Nico Hybbeneth (Wiesbaden), Roger Jörg Kuchenreuther (Bamberg-Land), Alfred Mayer (Berg am Laim), Friedrich Wilhelm Merck (Harburg), Hans-Jörg Schaller (Berlin) und Peter Zimmer (Rottal-Inn). Unter den bisher unbekannten Namen sind Jüngere und Ältere - aber keine Frau.

Ab diesem Samstag sollen die Kandidaten in Veranstaltungen in den Ländern aufeinandertreffen, es geht in Hannover los. Die Runden werden teilweise im Internet übertragen. Die Urwahlorganisatoren aus der Parteizentrale riefen die Mitglieder in einem Schreiben zur Teilnahme auf: „Die Zahl der Bewerbungen zeigt, dass reges Interesse an dieser ersten Urwahl besteht.“ Aus dem in der deutschen Parteiengeschichte einmaligen Vorhaben solle ein Erfolg werden.

Bis spätestens 9. November soll feststehen, wer das geplante Spitzen-Duo der Grünen im Wahlkampf wird.

Alle knapp 60 000 Grünen-Mitglieder können zuvor bis 30. Oktober wählen. Vom 4. bis spätestens 9. November werden die Unterlagen ausgezählt. Das Ergebnis soll rechtlich bindend sein. Man hat zwei Stimmen. Dabei dürfen nicht zwei Stimmen auf zwei männliche Bewerber entfallen und nicht beide Stimmen auf eine Person vereint werden. Gewählt werden zwei Frauen oder ein Mann und eine Frau.

dpa

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