Innenminister fordert "Willkommenskultur"

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Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU)

Osnabrück - Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hat in der Integrationsdebatte zu Offenheit und Toleranz aufgerufen. Es müsse in Deutschland eine “Willkommenskultur“ entstehen.

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Das forderte der Minister in einem Beitrag für die “Neue Osnabrücker Zeitung“ (Montag). Nachbarn, Vereine, Arbeitgeber, Eltern, Lehrer, die Kirchen, Parteien und Verbände, die Vermieter und Mieter, Kultur und Presse ­ hier seien alle gefordert, betonte er. Der Staat alleine könne die erforderliche Integration nicht leisten.

Auch die Debatte über den Islam sei “wahrhaftig, fair und differenziert zu führen, nicht mit Vorurteilen und nicht mit Schönfärberei“, schrieb de Maizière. Deutschland bleibe christlich geprägt ­ “aber der Islam ist als Religion in Deutschland verankert mit rund vier Millionen Moslems“. Der Minister forderte von den Zuwanderern den Willen und aktive Bemühungen, die neue Heimat auch als Heimat anzuerkennen. Politisch sei bereits viel passiert, “es bleibt aber noch viel zu tun“, fügte er hinzu. “Wir brauchen einen längeren Atem.“

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dpa

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