iPad sorgt für Ärger im Bundestag

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Das neue iPad von Apple: Glücklich wer bereits einen der Tablet-Computer besitzt wie diese junge Käuferin. Doch im Bundestag gibt es mit dem iPad Ärger.

Berlin - Der FDP-Bundestagsabgeordnete Jimmy Schulz hat für Verwirrung im Parlament gesorgt. Der Bayer las seine Rede nicht vom Papier sondern vom iPad ab. Doch Computer sind im Bundestag verboten.

Jimmy Schulz ist Obmann der FDP-Fraktion in der Enquete-Kommission "Internet und digitale Gesellschaft". Den neuen Medien ist er entsprechend zugetan und sorgte damit promt für Ärger im Bundestag. Der Abgeordnete aus dem Wahlkreis München-Land-Süd las  - so berichtet Express.de - seine Rede als erster Parlamentarier von dem neuen Tablet-Computer von Apple, dem iPad, ab. Die Verwirrung unter den Abgeordneten soll groß gewesen sein, schreibt Express.de, doch niemand soll widersprochen haben. Der Ärger kam erst später.

Üblich und erlaubt ist am Rednerpult nur Papier als Gedächtnisstütze. "Einer der Bundestagspräsidenten hat mich darauf hingewiesen, dass die iPad-Nutzung gegen die Vorschriften verstoßen hat", soll Schulz dem Express gesagt haben. "Das Thema wird jetzt im Geschäftsordnungsausschuss behandelt." Der Zeitung soll ein Bundestagssprecher bestätigt haben: "Die Angelegenheit ist im internen Klärungsprozess." Denn die Geschäftsordnung des Bundestages schreibt vor, so erklärt Express.de, dass nur Journalisten Notebooks mit in den Plenarsaal bringen dürfen. Für Abgeordnete sind Computer im Bundestag verboten. 

Moderne Technik für den Bundestag

„Die Zeiten von Telefax und Telex sind vorbei: Auch der Bundestag sollte sich für neue Medien öffnen“, soll der Ottobrunner Abgeordnete Jimmy Schulz dem Express darauf geantwortet haben. Und der 41-Jährige nutzte damit die Gelegenheit, um das Schwerpunktthema der Enquete-Kommission "Internet und digitale Gesellschaft" herauszusteichen deren Obmann er ist.  „Wir als FDP plädieren dafür, dass die Nutzung digitaler Aktenmappen im Plenum möglich wird. Es kann doch nicht sein, dass wir weiterhin Berge von Akten mit uns herumschleppen“, soll er sein Anliegen für den Express noch einmal präzisiert haben.

Laptop und Lederhose im Bayerischen Landtag

Aus seiner bayerischen Heimat ist Schulz einen offensiveren Umgang mit der modernen Technik gewohnt. Laptop und Lederhose eben.

Wie Express.de berichtet, ist es im Bayerischen Landtag seit dezember 2005 üblich, dass Abgeordnete an ihren Plätzen mit Laptops arbeiten können. Eine Sprecherin soll das mit "rund drei Viertel der Parlamentarier nutzen das auch eifrig" kommentiert haben.

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