Jugendinstitut: Auf dem Land zu wenig Ganztages-Kitas

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Die fünfjährige Chiara sitzt mit anderen Kindern in der Kindertagesstätte (Kita) "Die Zwerge" in Münster am Tisch und isst Brot. In ländlichen Regionen gibt es nach Einschätzung des Deutschen Jugendinstituts zu wenig Ganztages-Kindergärten.  

München - In ländlichen Regionen gibt es nach Einschätzung des Deutschen Jugendinstituts zu wenig Ganztages-Kindergärten. Vor allem in Niedersachsen, Baden-Württemberg und Bayern mangeln Plätze.

Das berichtet die “Süddeutsche Zeitung“ (Mittwoch) unter Berufung auf eine Studie des Münchner Instituts. Laut Untersuchung schneiden die niedersächsischen Kreise Wittmund und Holzminden-Land am schlechtesten ab.

In westdeutschen Städten sei die Ganztags-Betreuung der Drei- bis Sechsjährigen dagegen inzwischen Standard. Dort kommt es nach Angaben des Instituts auch nur selten vor, dass Kinder überhaupt nicht in einen Kindergarten gehen. Instituts-Chef Thomas Rauschenbach sieht das als Hinweis darauf, dass die in der Integrationsdebatte diskutierte Pflicht zum Kita-Besuch wenig ändern würde: “Die meisten Migranten leben in größeren Städten ­ doch da sind die Besuchsquoten der Kindergärten selbst bei Dreijährigen kaum noch steigerbar“, sagte er der Zeitung.

dpa

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