Berichte über Stopp der Kredite

Merkel: Keine Hilfe mehr für Athen?

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Bundeskanzlerin Angela Merkel

Berlin - Die Bundesregierung hat nach eigenen Angaben keine Informationen darüber, dass der IWF weitere Griechenland-Hilfen ablehnt. Wie würde die Bundeskanzlerin entscheiden?

Auf die Frage, ob Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) denn ein drittes Finanzpaket für Athen befürworten würde, antwortete Vize-Regierungssprecher Georg Streiter am Montag in Berlin: “Ich sage dazu nichts.“

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Die Regierung warte den für September erwarteten Bericht der “Troika“ aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalen Währungsfonds (IWF) ab, die von dieser Woche an in Griechenland die Einhaltung der Reformauflagen überprüft. Medien zufolge wollen IWF und Berlin nicht über die laufende Hilfe hinaus zahlen.

EU-Kommission rechnet mit Überweisung weiterer Notkredite

Die EU-Kommission geht nicht von einer baldigen Pleite Griechenlands aus, hieß es in Brüssel. “Wir sind zuversichtlich, dass die nächste Tranche (der Notkredite) überwiesen wird“, sagte Kommissionssprecher Antoine Colombani am Montag in Brüssel. Zwar sei Athen bei der Umsetzung des Programms erheblich in Verzug geraten. Aber die neue Regierung habe sich dazu bekannt, die Versäumnisse aufzuholen. Der Finanzierungsbedarf der Hellenen über den Sommer werde gedeckt, fügte er hinzu.

An der Haltung der EU-Kommission, Athen nicht fallen zu lassen, habe sich “nichts geändert: Griechenland muss in der Eurozone bleiben."

dpa/dapd

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